RETRO-Lounge
Unsere Zeitschrift ist ja etwas ganz Besonderes und soll sich auch ganz besonders gut entwickeln. Aus diesem Grunde haben wir viele Themen im Angebot, die sonst kaum irgendwo unterkommen – und auch bei uns wieder rausfliegen, wenn Sie niemand wahrnimmt. Übrig bleiben sollen dann nach zahllosen neuen Festures und Themenbereichen nur die ultimativen Highlights, die euch interessieren und niemanden kalt lassen. Klingt also ganz einfach – nach der perfekten (Retro-)Zeitschrift eben. Ein Kinderspiel. Oder etwa nicht?
Bisher sind wir ja auch auf einem guten Weg. (Ich klopf uns mal eben kollektiv und imaginär auf die Redaktionsmitglieds-Schultern.) Ihr macht fleißig mit bei unseren Wettbewerben und Rätseln (die Tassen gehen übrigens bald an die Gewinner raus, keine Sorge), schreibt uns fleißig Mails und kommentiert – genau, fleißig – unsere Websitebeiträge. Nun gut, schöne Kommentare könnten durchaus noch öfters eintreffen, aber Webspace haben wir ja noch genug, also nur zu. Wir haben auch einen guten Spamfilter.
So entdecken wir immer wieder neue Dinge, die euch vielleicht unterhalten und amüsieren könnten. Damit ihr an diesen Dingen auch teilhaben könnt, aber nicht bis zur nächsten Ausgabe warten müßt (bis Weihnachten dauert es ja noch ein wenig), genau deswegen also gibt es diese Website. Doch müssen ja nicht alle News auch immer wie News aussehen. Aus diesem Grunde gibt es von nun an ein unregelmäßiges und durchaus subjektives Feature namens RETRO-Lounge, in der ich berichten werde, was mir so retromäßig über den Weg läuft. Und retromäßige Dinge gibt es hier in Berlin wirklich genug. So vollkommen real, fern der Websites, Blogs und anderen digitalen Räume. Man soll es kaum glauben.
Wie auch immer… Wie sich diese Kolumne entwickeln wird, das werden wir sehen. Auf jeden Fall wird es zukünftig weniger förmlich zugehen auf dieser Site. Zumindest solange ihr wollt ;-)
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Retro im „echten Leben“? Ich bin gespannt – und hoffe, ab und an schaut man in der Kolumne auch über den Hauptstadt-Tellerrand ;)
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Hallo Datasette!
Danke für Dein schnelles Feedback und die Idee mit dem Tellerrand. Das Problem ist: hinterm Tellerrand ist Brandenburg – und ob da so viel abgeht, das wage ich derzeit zu bezweifeln. In Eberswalde ist man wohl noch nicht so hip wie in Mitte oder Prenzlauer Berg. Für noch weitere Blicke bräuchte ich dann ein Fernglas oder Reisezeit.
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Aber vielleicht ist es ja deswegen gerade so schön retro in Brandenburg, weil „nichts abgeht“?! :-))
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Einspruch. Retro bedeutet doch nicht, daß *nichts* abgeht. Daß in Brandenburg (wie in so vielen ländlichen Gegenden) *nicht viel* abgeht, ist ja was anderes. Und das kann durchaus retro sein – ein Beispiel:
Vor einigen Tagen war ich in Brandenburg bzw. Meck-Pomm, zum relaxen – schließlich verpaßt man dort ja nix und kann sich ganz konzentriert der Entspannung widmen. Das (wirklich schöne) Hotel war irgendwie auch „retro“, da es nicht einmal (mehr) einen Geldautomaten bieten konnte, denn dieser, so die Aussage der Dame an der Rezeption, sei im Winter zu wenig frequentiert worden – die Sparkasse zog ihn also wieder ab. Nun braucht man jedoch einen Geldautomaten, wenn die Geschäfte in der Umgebung keine Kartenzahlung akzeptieren (was auch irgendwie retro ist). Da mir zahlreiche Scheine im Portemonnaie in einem Hotelzimmer ohne Safe zuvor auch irgendwie viel zu retro erschienen, stand ich also vor einem Dilemma. Die Lösung: mit einem gemieteten Boot (!) zur nächsten Stadt fahren und dort die Sparkasse anzapfen. Bus und Taxi gab es ja nicht. Ultimativ retro. Freilich aber sehr unterhaltsam. Nur: wenn sowas demnächst unsere Themenliste bestimmen sollte, hier im Heft und auf der Website, dann werden wir wohl das weltweit erste deutschsprachige Retro-Reisemagazin. Brandenburg muß somit vielleicht doch noch ein klein wenig an einer spannenden digitalen Retro-Szene arbeiten – jenseits von Barzahlung und Flußexkursionen.