Monatsarchiv — Februar 2010

RETRO-Lounge [53]: Internet-Bashing bei der ZEIT

Ich bin überrascht bis erschrocken. Waren wir nicht schon längst weiter? Braucht man als Autor wirklich plattes Internet-Bashing, um einen Artikel „reizvoller“ zu machen oder die Kommentarschlachten anzuheizen? Wäre Substanz nicht die bessere Wahl? Hier fehlt sie leider:

„Mit dem Internet ist eine zweite, virtuelle Welt von rasant wachsender Bedeutung entstanden, in der die freie Betätigung der Individuen zu massenhafter Anarchie führt, der Rechtsstaat gilt hier nicht wirklich, er läuft nur gelegentlich Patrouille. Gleichzeitig bilden sich mit Google oder Apple übermächtige Oligopole. Deren Fähigkeit, die Menschen zu überwachen, zu bevormunden und zu manipulieren, übertrifft oft schon jetzt die entsprechenden Möglichkeiten von Staaten, jedenfalls von demokratischen. Bürgerliche Rechte wie das Urheberrecht werden mit Füßen getreten.“

„Warum verbindet niemand die FDP mit der Forderung, dass der Rechtsstaat nun endlich auch im Internet durchgesetzt werden muss?“

(aus: Geistig-politische Leere, ZEIT ONLINE, 14.2.2010)

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Leipziger Chiptunes-Absturz

Am kommenden Freitag, den 19. Februar, findet im Leipziger Absturz ein Chiptunes-Abend statt. Organisiert wir das Ganze von Kontraproduktiv und mit dabei sind Timescratch (Gameboy-Musiker) und Dressla (Jahtari).

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Pressespiegel (14)

Da es draußen wieder immer noch naßkalt und immer früher dunkel wird ist, zieht erneut eine haben wir auch weiterhin Rückblick-Saison auf uns zu. Soll heißen: Zahlreiche Ich-hatte-in-meiner-Kindheit-auch-einen-C64-Geschichten werden wieder ausgepackt.

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Portabler SID-Player: Der SIDstick!

Für alle Fans von SID-Tönen gibt es für schmale 40 US-Dollar einen portablen SID-Stick als Bausatz. Er unterstützt Micro-SD-Karten und kann so je nach Ausstattung mindestens 20.000 Songs speichern. Die Batterie reicht für mindestens 20 Stunden. Bestellen kann man den Stick z.B. bei Gadgetgangster.

SIDstick

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Bruchbach Serenade

Bruchbach Serenade

Ich entschuldige mich dafür, nach gerade 2 bzw. 3 Beiträgen schon die Keule mit der frechen Eigenwerbung rauszuholen, aber es geht um eine Sache, die mir wirklich wichtig ist. Ich verspreche dafür als Nächstes wieder einen extra verschrobenen Retro-Artikel ;-).

Ein für Retro-Fans interessantes Projekt könnte „Bruchbach Serenade“ sein – und das sage ich jetzt nicht nur, weil ich der Autor der ganzen Sache bin ;-).

Es geht darin um eine fiktive Animationsserie komplett mit Drehbuchskripten, umfangreichem Folgenguide mit momentan 166 miteinander verschachtelten Folgen in 9 Staffeln, Artwork, Serienkonzept, Ideensammlungen und mittlerweile auch drei realen Printcomics auf dem Markt. In Kurzfassung gesagt geht es um drei Freunde und ihr Leben in der Stadt Bruchbach, unterstützt von zahlreichen Nebencharakteren, das Ganze ein klein bißchen in der Tradition der klassischen Simpsons.

Wer sich mit Aussagen aus meinen bisherigen Beiträgen auf der Retro-Webseite identifizieren konnte, dürfte eventuell auch an diesem Projekt eine gewisse Freude haben, denn neben vielen anderen Fragen zu Leben, Zeitgeist, the universe and everything tauchen auch öfter Themen wie Retro, pro & contra Digitalisierung, Verdatung, analoges Leben und ähnliches auf.

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Giana Sisters für iPhone und iPod touch

Die kommende Ausgabe der Retro beschäftigt sich ausführlich mit dem Genre Jump’n’Run. Dazu passt auch die aktuelle Veröffentlichung der offiziellen „Giana Sisters“-Fortsetzung für iPhone und iPod touch, die bereits im April des letzten Jahres für Nintendos DS erschien und an die Eigenschaften des iPhones angepasst wurde. Das Spiel kostet 3,99 Euro. Zusätzlich gibt es das „Giana Sisters Soundboard“ als Gratis-App.

"Giana Sisters" iPhone

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Vergessene C64-Klassiker (13): „Law of the West“

LawOfTheWest Accolade ist den meisten C64-Gamern durch tolle Sportspiele wie „Jack Nicklaus‘ Golf“ oder Rennspiele wie „Test Drive“ bekannt. Doch einige Jahre zuvor experimentieren sie in ausgefallerenen Genres. So bringt Accolade 1985 mit „Law of the West“ ein spannendes Adventure im Western-Stil heraus. Als Sheriff einer Kleinstadt muss man die Mitbürger vor üblem Gesindel schützen. In elf verschiedenen Situationen muss man seinen Mann im Duell stehen. Doch kann man die Bösewichte nicht nur mit dem Revolver vertreiben. Denn Dreh-und Angelpunkt des Games sind die Multiple-Choice-Antworten, mit denen man die Duellsituationen entweder entspannen oder verschärfen kann. Am Ende vergibt das Spiel dann Punkte, je nachdem, wie elegant man sich geschlagen hat. Die Grafik ist hübsch gezeichnet, bietet aber nur 4 verschiedene Hintergründe. Auf lange Zeit kann „Law of the West“ nicht fesseln, dafür hat man zu schnell die richtigen Antworten herausgefunden. Doch für ein kurzes Spiel zwischendurch ist es immer noch gut!

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PC-Technik und Diversifikation

Ich hatte diesen Monat ja mal für einige Tage ein aktuelles Notebook aus der Firma zum allgemeinen Rumprobieren daheim. Prozessor mit 2,1 Gigahertz. Arbeitsspeicher mit 4 Gigabyte RAM. Spiegelndes Display mit 1600×900er Auflösung. ATI-Radeon-Karte. Ein mit Tippfehlern übersähtes Faltblättchen namens „Handbuch“. Und last but not least ein 64-bittiges Windows 7 Home Premium. Was es mir wieder sehr deutlich gezeigt hat, ist meine persönliche Imkompatibilität mit so manchen Dingen des modernen Zeitgeistes.

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Neue alte Joysticks: Transparent ist das neue Schwarz

Zwei Joystickklassiker sind wieder erhältlich: Zum einen legte Speedlink den beliebten Competition Pro in der USB-Version neu auf. Ihn gibt es jetzt in transparentem Gehäuse mit rotem Stick mit roten Feuerknöpfen im Bundle mit einem C64-Emulator und 99 Spielen für 17,99 Euro an. Bestellen kann man das gute Stück unter anderem hier.

Zum Zweiten gibt es nun auch den klassischen Atari-VCS-Joystick in einer transparenten USB-Version. Auf Wunsch leuchtet der ganze Stick blau und die verbaute Platine kann auch für MAME-Arcade-Eigenkreationen genutzt werden. Der Atari-Stick ist für 29,99 US-Dollar zu haben.

Atari-VCS- und Competition-Pro-Joystick

Übrigens ist der Competition Pro auch in der Retro-Version mit 9-Pin-Stecker wieder verfügbar.

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Der Spielemacher – das Machinima

Die Computer- und Games-begeisterte Filmemacherin Christina Kinne ließ sich vom Roman „Der Spielemacher“ inspirieren und hat ein Machinima erstellt, das auf illustre Weise die Handlung des Romans mit der Entwicklung der Gamesbranche verbindet.

YouTube Preview Image

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