Monatsarchiv — Februar 2011

Pressespiegel (18/2)

Bei Deutschlandradio Kultur wird das Richtige gesagt: „Lernt Programmieren, sonst werdet ihr programmiert!“ [LINK>562] Zwar bezieht sich das lediglich auf die Empfehlung, Skriptsprachen zu erlernen und zu beherrschen, jedoch geht es freilich in die völlig richtige Richtung – und steht damit im krassen Gegensatz zu der oben bereits erwähnten Gängelungsmaschinerie von Apple. Und was hat den Autor zu seiner Idee verleitet? Richtig, der Basic-Prompt des C64. Der zwang ihn zur Codeeingabe. In diesem Falle eine positive Zwangsbeglückung, ohne jeden Zweifel.

Übrigens wurde auf dem C64 auch Cloud Computing erfunden. Ja, Sie lesen richtig: Wenn der eigene Computer zu schlapp ist, nutzt man halt die Rechenleistung anderer Geräte. Das ist Cloud Computing, eben intelligentes Outsourcing. Beispielsweise zur Berechnung von Mandelbrot-Mengen: „Bewundernd darf man sich an die Fraktion der C64er erinnern, die in einer Multiprozessorkonfiguration die CPUs der 1541-Floppies rechnen ließen und den C64 nur zur Anzeige nutzten. Sie nannten es nur nicht Cloud Computing (…).“ [LINK>563] Aber sie dürften zu den Ersten gehören, die es eingesetzt haben.

Aber eigentlich fing doch alles mit dem Binärcode an. Also mit der Zehn. Zehn, weil 1 und 0. Deshalb „10“, sprich: Zehn. Alles klar? Eben. Ist doch ganz einfach, dachte sich auch DiePresse.com und widmete der Zehn einen eigenen, vergleichsweise umfangreichen Artikel. Wegen der Zahlenmystik. Und der grundsätzlichen Bedeutung. Logisch, oder? So logisch wie 1 und 0. Alles klar! [LINK>564]

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KC-Club-Treffen 2011

Das KC-Club-Treffen 2011 findet vom 1. bis 3. April 2011 in Garitz nördlich von Dessau statt.

KC-Club-Treffen 2007

Zum 17. Mal, ein Wochenende lang – von Freitag Nachmittag bis Sonntag Mittag– dreht sich wieder alles rund um die KC85 (/2, /3, /4, /5) und andere historische Computertechnik. Neben Vorträgen, Vorführungen und Workshops wird es wieder ausreichend Gelegenheit geben, sich mit Hard- und Softwareproblemen an die KC-Experten zu wenden und auch schon mal einen Blick auf das eine oder andere aktuelle Projekt zu werfen. Auf dem Flohmarkt werden wieder zahlreiche Hardware-Komponenten ihre Besitzer wechseln.

Weitere Infos:

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Pressespiegel (18/1)

Die Welt ist bunt. Und der C64 gefühltes Vorbild für alles und jeden. Was wir naturgemäß gut finden.

Die mir bis dato unbekannte Site crn.de sorgt sich um die Erfahrungswelten heutiger Jugendlicher: „Die Kids heutzutage haben nicht nur keine Ahnung davon, wie viel einst ein Kilobyte war, sondern halten auch Vinylplatten für überdimensionierte Frisbee-Scheiben.“ [LINK>559] Ihr Ansatz: Erklären, was es mit der Computermusik so auf sich hat, vor allem mit der auf Vinyl. Wo das hinführt? Zu einer in der Welt des Onlinejournalismus beliebt gewordenen Klickstrecke.

Ich halte grundsätzlich nichts von „Walled Garden“-Strategien, so wie sie Apple bei iPhone und iPad umsetzt. Deshalb ärgert es mich, wenn ich entsprechendes über ein aus dem AppStore entferntes Programm lese: „Via Twitter hat FAST Intelligence aber inzwischen mitgeteilt, dass das wohl nicht der Fall ist. Vielmehr dürfte sich Apple daran gestoßen haben, dass beliebige Programme installiert und ausgeführt werden können.“ [LINK>560] In diesem Falle war es ein Emulator, den Apple rauskickte. Es ist aber die Grundidee eines Emulators, möglichst viel Software (wieder) zum Laufen zu bringen, deshalb ist auch pressetext austria überrascht: „Wie das bei der ursprünglichen Prüfung unbemerkt bleiben konnte, hat Apple bis Redaktionsschluss nicht kommentiert.“

Wir lesen ja immer mal wieder etwas über Spieleprogrammierer, die sich an ihre schönen Zeiten mit dem C64 zurückerinnern, über Grafiker und Designer mit C64-Background, selbst von Geschäftsführern und Vorständen von IT-Firmen hören wir desöfteren, wie das damals genau war mit dem Brotkasten. Nun, es gibt noch weitere Berufe, die von Commodores Erfolgsmaschine profitieren. Raten Sie mal, welcher Profession dieser Herr angehört: „Mit der Erinnerung an den legendä̈ren C64, dem informationstechnischen Medium der 80-er, sind bei vielen in meiner Generation phantastische Erinnerungen verbunden. Die erste Generation, die mit einem Personalcomputer aufwuchs, sammelte frü̈h Erfahrungen mit einem damals neuen digitalen Medium, was sich spä̈ter als profunde und ausbaufä̈hige Basis herausstellte fü̈r den Umgang mit CNC-gesteuerten Maschinen oder dem Programmieren von parametrischen Systemen.“ [LINK>561] Richtig: er ist Architekt. Da sind wir doch mal gespannt, wie weit die C64-Auswirkungen noch gehen werden. Ich freue mich auf den ersten Landwirt, der die Basis seines bäuerlichen Erfolges dem C64 zuschreibt – und auf seine genaue Begründung.

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Retrokalender-Rückblick (III): Januar/Februar

The Great Giana Sisters

Wir blicken zurück auf die Wintermonate Januar und Februar der Jahre 1987 bis 1991.

Am 1. Februar 1991 wird id Software gegründet. Das von John Carmack und John Romero mitgegründete Studio läutet bereits zwei Jahre später mit „Doom“ eine neue Ära auf dem PC ein.

Im Februar 1988 testet die Powerplay das Jump’n’Run „The Great Giana Sisters“. Was „Super Mario“-Fans bisher nur am NES spielen konnten, ist nun auch auf dem Amiga, Atari ST und dem C64 möglich. Die Ähnlichkeit zum berühmten Klempner ist Nintendo aber eine Nummer zu groß: es verklagt Hersteller Rainbow Arts und das Spiel muss schon bald aus den Händlerregalen verschwinden. Bis heute erzielt das Spiel auf Internet-Auktionen oft Preise jenseits der 150-Euro-Marke, obwohl es nicht so selten ist, wie man vermuten könnte.

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Ludic Salon. Shaping Playspaces within Media Cultures

For some time now, an increasing conjecture of play and playfulness has been unfolding in media art and digital culture. It is high time to take this diagnosis seriously and have a closer look at current aesthetic positions, strategies and artworks with the terminological instruments of ludology – the transdisciplinary science of play and games. Even the title of the transmediale.11 – „Response-Ability“ – speaks of a fundamental polarity of play, which always encompasses passive enthrallment and active displays of skill. Thus Ludic Interfaces invites the public to partake in a playful salon, in which the meta-reflective potential of ludology for contemporary media art will be tested in an interactive dialogue.

In the first hour, ludological theses will be put forward and explained using examples from the transmediale.11. In the second hour, prototypes and process from the CODED CULTURES workshop, which is centred on playing with invisible urban networks, will be presented and collectively discussed. In the last hour, the results of the A MAZE. workshop, which focuses on the forms of embodiment in contemporary gaming culture and their ethical implications, will be introduced and debated.

The conceptual thread of the salon is the ludic. But, what is being played in each specific case? What is being risked? Who or what is being played with? And who is playing?

Participants:

- Mark Butler (Ludic Interfaces/DIGAREC/Potsdam University, Europäische Medienwissenschaft)
- Georg Rusegger (Ludic Interfaces/CODED CULTURES/Kunstuniversität Linz, Interface Cultures)
- Mathias Fuchs (Ludic Interfaces/Creative Technology/Creative Games/Salford University, Art & Design)
- Moisés Mañas (Ludic Interfaces/Laboratoria de Luz/Universidad Polytecnica de Valencia, Artes visuales y Multimedia)
- Michael Liebe (Medienboard Berlin-Brandenburg)
- Matthias Tarasiewicz (5uper.net/CODED CULTURES)
- Brendan Howell (5uper.net/CODED CULTURES)
- Thorsten S. Wiedemann (A MAZE.)
- Heather Kelley (Kokoromi)

& special guests

Ludic Salon. Shaping Playspaces within Media Cultures
Date/Time: Sunday, Feb. 6th – 11.00-14.00 h
K1 – Haus der Kulturen der Welt
John-Foster-Dulles-Allee 10
10557 Berlin

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A MAZE. United – official satellite exhibition of transmediale 11

With Born Digital, Bleepstreet, Ciant Prague, Ludic Interfaces, Prokop Bartonicek, Spaces of Play @ www.systm-berlin.com, Torstraße 68, Berlin

Vernissage: February, 2 – 18:00
Finissage: February, 5 – 18:00

Opening times:

Exhibition 18:00 – 22:00
Bar 18:00 – 02:00

By combining courage for experimentation and joy in gaming, A MAZE. celebrates the convergence of computer games and art. A MAZE. plans to unite people via interaction, light and movement. The four day event A MAZE. United at systM gallery shows an intimate selection of works, which are part of the future playground. In cooperation with Born Digital, an electronic art collective from Utrecht, CIANT the International Centre for Art and New Technologies in Prague, and Ludic Interfaces, a future European Masters programme, it will bring you closer to the magic of video mapping, audio visualisation and playful interaction between knowledge and passion. systM gallery, a well-know venue with a regular changing and interdisciplinary arts programme, will host the event. Via CIANT, A MAZE. United is organized within X-OP project co-financed by the EU.

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Und der Gewinner der 500-Facebook-Freunde-RETRO ist …

… eine Frau: Johanna aus Schwarzenbek! Herzlichen Glückwunsch! Und viel Spaß mit der RETRO. Facebook-Fan Nummer 1000 wird wieder eine Gratisausgabe der dann aktuellen RETRO erhalten.

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Das „Pac-Man“-Dossier

The Pac-Man Dossier

Einen hochinteressanten Artikel zum Thema Pac-Man bietet Jamey Pittman auf seiner Homepage. Wo andere Seiten nur die bekannten grundlegenden Funktionen und Tipps zum Spiel bieten, geht er in seinem „Pac-Man“-Dossier richtig in die Tiefe. Das Dossier beschäftigt sich u.a. intensiv mit dem Verhalten der Geister-K.I. sowie der Wegfindungsroutinen, die dahinter stecken. So bietet Pittman seinen Lesern eben nicht die üblichen Kniffe zum Auswendiglernen, sondern echte Strategien, um das Spiel richtig zu meistern.

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Global Game Jam 2011 – Finale

48 Stunden sind vorbei … in den Gesichtern der Teilnehmer, besonders unter den Augen, machen sich nun doch die letzten Tage bemerkbar. Die Endpräsentation im Berliner Computerspielemuseum wurden von Beifall begleitet und war Balsam für die Gemüter der Gamedesigner, denn darum geht es schließlich bei dieser Veranstaltung, seine Kreativität und die Leidenschaft für Spiele mit anderen zu teilen. Sieben Kleinode machen sich nun auf die Herzen der Global-Game-Jammer auf der ganzen Welt zu erobern. Diese gleichen vielleicht noch ungeschliffenen Rohdiamenten doch für die Teams endet die Arbeit nicht mit diesem Jam und das eine oder andere Projekt wird sicher noch länger am Leben gehalten. Ein Spiel sagt mehr als tausend Worte. Auf http://www.globalgamejam.org/games/2011 – unter dem Eintrag „Germany – Berlin – Amaze“ – könnt ihr euch alle von der Qualität und Originalität der Berliner Entwickler überzeugen.

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