Archiv für den Monat: Mai 2011

Gamesaction im Computerspielemuseum Berlin

Im Rahmen des Gamesfestival You Are GO! können vom 17. bis 19. Juni im Computerspielemuseum Berlin eine ganze Reihe Spiele ausprobiert werden, die die Grenzen des Bildschirms überschreiten und den realen Stadtraum zum Spielfeld umfunktionieren. Gespielt wird mit Smartphones und Walkie-Talkies ebenso wie mit Kreide und Luftballons, abstrusen Fiktionen und Körpern in der Stadt. You Are GO! stellt die wichtigsten Akteure und die besten Spiele der internationalen Szene erstmalig in Deutschland vor und eröffnet den Dialog mit den heimischen Spielern und Designern. Zentrale Anlaufstelle der von Invisible Playground kuratieren Aktion ist das Hebbel Theater am Ufer. Weitere Infos gibt es hier.

Dass man nicht immer nach Berlin kommen muss, um Computerspielekultur und -geschichte zu erleben, zeigt die traditionsreiche Computer- und Videospiel-Ausstellung Retro-Spektive, die vom 5. bis 19. Juni im Nordseeheilbad Esens-Bensersiel gastiert. Auf über 300 qm können die Besucher im Strandportal des beliebten Urlaubsortes spielender Weise einen Spaziergang durch 40 Jahre Computerspielgeschichte machen. Die Ausstellung ist tägl. von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Weitere Infos dazu sind hier zu finden.

DER GAMES CULTURE CIRCLE: It’s not a game, it’s a talk show!

Am 16. Juni 2011 findet im HBC der nächste Games Culture Circle von A MAZE. zum Thema REALITY statt. Moderiert von Uke Bosse treffen sich alle drei Monate Künstler, Game Designer, Musiker, Regisseure – Charakterköpfe aus der Medien- und Kulturlandschaft zu Themen aus der digitalen Spielkultur zum interdisziplinären Austausch vor interessiertem Publikum. Ziel ist nicht akademisches Fachsimpeln, sondern authentischer Austausch von Erlebtem, Meinungen und Visionen.

Die Wechselwirkung von Computerspielen und Gesellschaft ist größer als weithin angenommen. Spiele prägen seit langem Arbeiten der Bildenden Kunst, des Kinos und der Musik. Und darüber hinaus auch das Verhalten vieler Menschen im Alltag. Beim GCC werden Geschichten erzählt, die jeder auf seine Art erlebt oder konzipiert hat. Spielen wir wirklich alle, ob analog oder digital? Das möchte der Games Culture Circle herausfinden.

Digitale Rätselhommage 10 – Finale!

Ist das möglich? Sind wir jetzt tatsächlich schon 10 Wochen hier zusammen? Offensichtlich, die große ZEHN zeigt es an – diese Woche geht es in die letzte Runde mit der Digitalen Rätselhommage für das Sega Master System. Ob ich mit der Serie weitermache, hängt nun auch ein wenig von Euch ab – schreibt doch ganz zahlreich Euer Feedback, Eure (konstruktive) Kritik, Eure (höchst polemische) Meinung in die Kommentare oder auf Facebook.

Letzte Woche war die Teilnehmerzahl zwar sehr überschaubar, aber dafür erfolgte die Lösung recht schnell: Forumsuser franky wußte, welcher Titel gesucht war: Alex Kidd in Shinobi World. Den entsprechenden Spielausschnitt gibt für Euch hier.

Doch nun wollen wir uns der letzte Rätselrunde widmen. Zum letzten Mal die Hirnrinde kratzen und aufgepasst:

„Mein Gott wurde ich für viele Systeme aufgesetzt. Egal, ob Spielhalle oder in deutschen Heimen – ich war überall zu Hause, auch zahlreiche Classic Collections mache ich unsicher. Wer ich bin? Ich bin ein mutiger blonder Mann, der aufgrund einer riesigen Kanone schon längst Haltungsschäden haben sollte. Ich fliege also munter los – der sehr eingängige Soundtrack begleitet mich dabei. Zahlreiche House-DJs haben den Sound schon in YouTube-Clips benutzt, glaube ich. Aber ich muss mich konzentrieren! Der Boden wirkt wie ein Schachbrett, und Ihr glaubt nicht, was mir da alles entgegenkommt! Steine! Bäume! Säulen! Ah, aber auch Gegner – ihre Munition gleicht riesigen Eiern. Das erste Level endet dann gleich mal recht spektakulär: Ein flammenspeiender Drache stellt sich mir in den Weg – nach heftigem Beschuss meinerseits wechselt er zunächst die Farbe, ehe er entnervt ausgibt und explodiert.“

 

Spiel die Sieger im Berliner Computerspielemuseum

Eine interaktive Sonderausstellung des Computerspielemuseums Berlin mit den diesjährigen Gewinnern des Deutschen Computerspielpreises und „LARA – Der Deutsche Games Award“ öffnet heute im Computerspielemuseum. Die Besucher haben in der Sonderausstellung die Gelegenheit, sich spielend selbst ein Bild über die besten Games aus dem Jahr 2010 zu machen. Dabei werden nicht nur die Gewinner aus den sechs Kategorien des Deutschen Computerspielpreises präsentiert, sondern zusätzlich auch die Gewinner von „LARA – Der Deutsche Games Award“, mit dem in vier Kategorien die besten internationalen Spiele in einer gemeinsamen Preisverleihung mit dem Deutschen Computerspielpreis ausgezeichnet werden. Die Ausstellung ist ab sofort für sechs Wochen zu den normalen Öffnungszeiten ohne zusätzlichen Eintritt zu erleben.

Digitale Rätselhommage 09

Letzte Woche ging offensichtlich der Verbrecher mit mir durch. Das gesuchte Spiel heißt „Gangster Town“ – und hier kann man sich beschriebenen Szenen näher ansehen. Quizkönig H. Wittmaack sprengte mir seiner richtigen Antwort den Ganovenring souverän! Applaus!

Und nun zu unsere vorletzten Sega Master System-Runde. Bereit? Los geht’s!

„Man hört es gleich! Hier haben sich meine Macher inspirieren lassen! Nicht nur im Titel schlummert ein Hinweis, auch die Musik habe ich doch so schon einmal gehört? Ja, ganz sicher! Aber ich kann mich darauf jetzt nicht konzentrieren. Schließlich wurde gerade meine kleine, süße Freundin entführt – zack, von einem großen Kerl mit langem Mantel. Gut, dass sofort danach eine Leuchtkugel in mich fuhr. Kurz zuvor wurde mir noch die ganze, schreckliche Wahrheit enthüllt: Ich muß mich der Gefahr in den Weg stellen, der finstere Entführer will mithilfe meines Digimäuschens die Macht an sich reissen! Zunächst stellen sich mir Schurken in den Weg, die wie Spider Man aussehen, blindlings laufen sie in mein Schwert, das ich so schnell ziehen kann, dass es eine Spur in der Luft hinterlässt. Aber das ist nicht mein bester Trick! Ich klettere an einer Laterne nach oben, beginne dann geschickt und immer schneller werdend horizontal zu kreisen und verwandle mich schließlich in eine Art roten Blitz! Am Ende, d. h. nach etwa zehn Minuten Spielzeit,  bin ich dann doch recht froh, dass ich wieder auf einer Wiese mit meiner besseren Hälfte abhängen kann. War ein harter Tag.“

1000-Freunde-RETRO-Abo

Nicht vergessen: nach der 500-Freunde-RETRO wird es für den 1000. RETRO-Facebook-Freund ein Gratis-RETRO-Jahresabo geben. Wir sind gespannt, wer der oder die Glückliche sein wird.

Neues Buch vom Retro-Kolumnisten

Ein wenig Eigenwerbung: nach drei Comics ist nun mein erstes Buch über mein fiktives Serienuniversum rund um das Städtchen Bruchbach und seine Charaktere erschienen. Auf ca. 130 Seiten A4 mit Hardcover und Lesebändchen findet man neben allerlei illustrierten Hintergrundinformationen auch den kompletten Episodenguide Staffel 1 – 9 mit insgesamt 170 Folgenideen (plus Bonusepisode). Dieses Buch enthält die über 8-jährige Entwicklung der Idee, eine satirische, deutsche Animationsserie zu schaffen, die Humor, Respekt für die Charaktere und Denkanregung zur Weltkritik verbindet. Selbstverständlich waren deutsche TV-Sender und Produktionsfirmen not amused ;-).

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Digitale Rätselhommage 08

Beim Thema Racing Action lassen sich die Damen und Herren offensichtlich hier auf RETRO nichts vormachen. Relativ schnell wußte murphy, dass es sich bei dem gesuchten Spiel nur um „Taito Chase H.Q.“ handeln kann. Die beschriebene High Speed-Verfolgungsjagd könnt Ihr hier ansehen.

Mal schauen, ob Ihr in der aktuell 8. Runde – ja, wir nähern uns mit großen Schritten dem Sega Master System-Finale – auch derart fix seid. Lasst uns loslegen!

„Na, das ist ja mal eine ‚verbrecherische‘ Namensgebung – hier gilt wohl nomen est omen? Zunächst einmal fällt auf: Ich kann mich nicht sehen. Wer bin ich? Keine Ahnung. Ich scheine mich wohl in erster Linie über meine Tätigkeit zu definieren. Und die lautet erstmal: „Improve your skill!“ Ich beuge mich und nehme schwarze Pappkameraden vor blauem Hintergrund ins weiße Visier und drücke ab. Nach einem satten Lob vor Vorgesetzten geht es weiter. Ich feuere aus meinem Auto, vor mir befindet sich auf hellbrauner Straße der Wagen der Gangster. Immer wieder tauchen abwechselnd aus den Seitenfenstern böse Buben auf, die ich zielsicher ausschalte. Als kleine Engel schweben sie gen Himmel. Jetzt taucht auch noch ein roter Doppeldecker auf! Doch dann scheint die Unholdenbande zu entkommen, aus dem Horizont schält sich langsam eine Stadt. Dort startet meine zweite Mission: „Shoot at the gang!“ Na, es sollte sowieso noch ein harter Tag werden. Später schieße ich in Bars umher, nehme die Big Band ins Visier, räume vor Häuserfronten mit dem Gesindel auf und zeige am Hafen, welch´guter Schütze in mir steckt.“

Neues Gameplan-Buch zu Aufstieg und Fall von Commodore

„Volkscomputer“ lässt die Chip- und System-Erfinder des Heimcomputer-Pioniers Commodore zu Wort kommen. Chuck Peddle (dessen 6502-CPU nicht nur in PET, VC-20 und C64 steckt, sondern auch in Atari VCS und Apple II), SID-Chip-Erfinder Bob Yannes und andere Ingenieure berichten in „Volkscomputer“ von den Irrungen und Wirrungen der frühen PC-Jahre und vom Ringen um den Massenmarkt.

Auf 368 Seiten schildert das neue Gameplan-Buch einen brutalen Verdrängungs-Wettkampf. Zentrale Gestalt der frühen Jahre ist der Holocaust-Überlebende Jack Tramiel, der seine  Schreibmaschinen-Firma zum Computer-Marktführer aufbaut und es Ende der 70er-Jahre mit einer neuen Generation von Informatik-Cracks zu tun bekommt, mit dem Studien-Abbrecher Bill Gates, der gegen eine Pauschale das Betriebssystem für die Commodore-Rechner verscherbelt, mit den System-Ingenieuren von Atari, mit Apple-Visionär Steve Jobs und mit den Japanern, die Tramiel wegen ihrer Aggressivität und Kampflust bewundert.