Archiv für den Monat: November 2011

Super Gamedev Weekend in Wien: 9. bis 11. Dezember

Vom 9ten bis 11ten Dezember 2011 findet im Metalab in Wien das
Super Gamedev Weekend statt. Das Ziel: an nur einem Wochenende
ein Spiel erstellen. Ob allein oder im Team, ob Jump’n’Run
oder ein Puzzle, ob HTML5, Flash oder C++, ob als Programmierer,
Musiker oder Grafiker, das spielt alles laut den Veranstaltern keine Rolle. Hauptsache, es wird programmiert und gespielt.

Das Ganze beginnt am Freitag. Dann wird auch das Leitthema des Wochenendes festgelegt. Am Sonntag werden die Teilnehmer über die
Spiele in vier Kategorien abstimmen. Sehr schöne Idee: erstmals wird der *Florian „oneup“ Hufsky Preis* an die Gewinner vergeben. Die Ergebnisse kann man sich dann auch am 22. Dezember ab 19:00 Uhr im
Rahmen der Reihe SUBOTRON pro games zu Gemüte führen.

Retro Computer Museum Gaming Event

PRESS PLAY ON TAPE…

Would you like to relive those child/adulthood memories of retro micro computer gaming for real, and on original systems? Jet Set Willy? Elite? Head Over Heels? Bruce Forsyth’s Quick Step Challenge?*

When games were real games and you could prepare a small salad while loading? “ beeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee… burrrrrrrr… ppppppp…“

STOP THE TAPE…

It’s the Retro Computer Museum Gaming Event this weekend 26-27th November 2011, at Snibston, Leicestershire, UK.

“ A unique hands-on opportunity to discover and play on computers and consoles from the last 35 years including Acorn, Amstrad, Atari, Commodore, Nintendo, Sega and Sinclair. And take a fantastic opportunity to explore Snibston – the region’s largest science and technology museum – as part of a great value ticket price!  “

Tickets can be purchased at retrocomputermuseum.co.uk (or on the door) and there is a Facebook Group where you can view the preparations. The Retro Computer Museum is also twinned with the Oldenburger Computer Museum in Germany.

(* limited release in Chelmsford)

 

Bock auf eine Firmengründung? Steve Jobs hilft!

Steve Jobs pur: „Biography of the creation of NeXT, the Apple we know today.“

Heute abend: Jazz im Computerspielemuseum Berlin

Noch nix vor? Dann wäre das doch vielleicht etwas:

Die Präsentation der ersten Folge der CSM-Klassikeredition verbinden die Initiatoren dieses Projekts heute Abend um 19.30 Uhr mit einem ganz besonderen Event-Highlight: dem Live-Konzert mit D‘Artagnan. Die fünf Musiker von D’Artagnan fügen traditionellen Jazz und klassische Computerspielmusik zu einer einmaligen und höchst tanzbaren Mischung zusammen. Das Erbe Django Reinhardts fortführend hat sich die Boygroup nach ihrem Debutalbum (2009) mit Standards und eigenen Kompositionen für 2011 ein neues Projekt vorgenommen: Melodien aus bekannten Computerspielen von den 1980er Jahren bis heute, arrangiert im typischen Retro-D’Artagnan- Sound! Auftritte führten D’Artagnan bislang nach Deutschland und die Niederlande sowie regelmäßig zum Gypsy Jazz Festival nach Polen (Hörproben von D’Artagnan gibt es hier).

Mit der Edition, die das CSM im Rahmen des Konzertes vorstellen möchte, soll das traditionelle Format der Quellenedition auf den Bereich der Computerspiele angepaßt werden. Die erste Folge ist dem Zeitraum 1951 – 1972 gewidmet und beschreibt die Entwicklung von den ersten digitalen Spielen bis zu ihrer Kommerzialisierung. Neben Texten, Fotos und Videos sind auch historische Spielprogramme auf der digitalen Edition enthalten, so dass sich der User laut CSM ein authentisches Bild der Geschichte selbst erspielen kann. Die Konzeptentwicklung und Produktion der ersten Folge wurde vom Medienboard Berlin Brandenburg gefördert.

Eintritt:
Pay what you want (gilt bereits ab 19:00 Uhr auch für die Ausstellung)

Ort:
Computerspielemuseum, Karl-Marx-Allee 93a, 10243 Berlin

Supremacy/Overlord auf dem Chipophone: da freut sich der Komponist!

Das begeistert nicht nur Jeroen, der via Facebook davon schwärmte:

Computer und Medien als Wegwerfartikel

Ein kurzer Beitrag aus meinem Blog. Irgendwie empfinde ich momentan wieder eine besonders deutliche Abneigung dem 21. Jahrhundert und seinen zeitgemäßen Mentalitäten gegenüber. Dadurch kam auch folgende Aussage zustande, die ich gerne den Retro-Lesern zur Diskussion stellen möchte:

Ich war (glaube ich) privat seit 3 Wochen nicht mehr online und vermisse auch nichts. Ich verwende eigentlich nur noch den 386SX25, weil ich keinerlei Anforderungen mehr habe, die er nicht locker und ohne Probleme erfüllen kann.

Wir haben mittlerweile von der Mentalität her irgendwie einen Stand erreicht, an dem z.B. Computer nicht mehr als Inspirations- und Kreativitätsquellen (und nette kleine Wunderwerke) betrachtet werden, sondern nur noch banal mit Gebrauchs- und Wegwerfartikeln wie einer Rolle Toilettenpapier gleichgesetzt werden. Das selbe gilt zunehmend für Filme, Musik, persönliche und greifbare Medien aller Art. Nur noch Vereinheitlichung und Leistung und Bequemlichkeit. Und wenn man sich kritisch dazu äußert, dann gibt es nur stets die gleichen Standardantworten und Denkmuster: „Ist halt so, ist doch super“. Sollte man es wagen, dezent von Indoktrination zu sprechen, fühlt sich aber auch gleich wieder jeder auf den Schlips getreten. Meh.

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Pressespiegel (20/2)

Die Berliner Zeitung (bz) „verrät“ in ihrem eher mäßigen Beitrag, was der „neue alte Computer“ alles kann – und macht damit einen entscheidenden Fehler schon direkt am Anfang. [LINK>600] Naja, einen Versuch war es wert.

Die Verballhornung des C64-Spitznamens kennt keine Grenzen: so spricht macwelt.de von der „Brotdose“. Kreativ zwar – aber falsch. [LINK>601] Die Nachricht entstand, so der Hinweis, unter aktiver Mitwirkung von Golem.de [LINK>602], wobei man mit dem Original doch besser bedient wird als dem Ergebnis bei macwelt.de. Insgesamt jedoch so oder so kein Reißer.

Als einer der wenigen Nachrichtenservices weist ZDnet darauf hin, daß es sich beim „C64x“ schon um die zweite Ankündigung von „Commodore USA“ handelt und erinnert an den im letzten Jahr präsentierten PC64. Wie schnell manche Dinge doch vergessen werden … [LINK>603] Nicht unterschätzt werden sollte deshalb die Frage, ob es einen „C64x“ überhaupt beizeiten zu sehen geben wird. Nach Informationen von ZDnet sind wohl alle rechtlichen Fragen geklärt, die einen Verkauf erschwert hätten. Deshalb kann der „C64x“ nun auf den Markt. Wir sind weiterhin gespannt.

Richtig ins Zeug gelegt hat sich schließlich (wieder mal) SPIEGEL ONLINE. [LINK>604] Der Artikel geht tiefer als die meisten anderen und bietet auch ganz zum Schluß eine günstige (und die wahrscheinlich beste) Alternative zur C64x-Idee: den C64. Man kann die Ablehnung von Leichenfledderei also auch professionell verpacken – wenn man in der Meldung über einen C64-Nachfolger mehr sieht als nur eine x-beliebige Meldung aus dem Ressort Computer.

Pressespiegel (20/1)

Besser spät als nie: hier der Pressespiegel (Teil 1) aus Ausgabe 20:

Es gab in den letzten Wochen ein Thema, das alles überlagerte und einem fast überall begegnete: das „Comeback“ des C64 – oder genauer: die Präsentation des „C64x“. Dabei erstaunt mich, wie hartnäckig diese Comebackidee von den Kolleginnen und Kollegen transportiert wurde, wo doch jeder halbwegs informierte Computerfan wissen dürfte, daß ein neues System – wie auch immer es im Detail aussehen mag – letztlich keine Gemeinsamkeiten mit dem Klassiker haben wird – vom Namen, dem portabelsten Teil eines Produkts, einmal abgesehen. Trotzdem scheint die von „Commodore USA“ präsentierte Idee die Menschen in ihren Bann zu ziehen, was zumindest die Wirkmächtigkeit unseres Brotkastens beschreibt. Gut, das ist nun nicht besonders neu, aber jedes Mal aufs Neue faszinierend, vor allem, wenn es so deutlich gemacht wird wie im Falle dieser Berichterstattungen. Aus diesem Grunde gibt es hier und jetzt einen reinen „C64-Comeback“-Pressespiegel, der ein klein wenig aufzeigt, wie mannigfaltig die Berichterstattung über das Brotkastenrevival aussieht und was die Menschen ganz besonders bewegt, wenn sie das Kürzel „C64“ lesen.

Daß nicht alles rosig ist bei der Wiederauferstehung, stellt die „Kleine Zeitung“ fest [LINK>595]. Auch die wenigen Kommentare sprechen eine recht eindeutige Sprache, wobei die Begeisterung über das Original fast noch größer ist als das Unbehagen über die Neuauflage.

Etwas distanzierter und nicht besonders detailgenau widmet sich WELT ONLINE der Comebackstory. [LINK>596] Einige Buzzwords aus der Brotkastenwelt tauchen zwar im Artikel auf, doch so wirklich springt der Funken nicht über. Vielleicht war der C64 nicht gerade die „erste Liebe“ des Autors.

Kurz und knapp berichtet „Der Standard“ über den „C64x“ und beschreibt nur die wesentlichen technischen Fakten [LINK>597] Nostalgie oder Beschwerden über das Ausweiden eines historischen Systems und Namens findet man bei den Österreichern nicht – doch auch das ist schließlich eine Aussage.

Noch knapper als beim „Standard“ wird bei der BILD über das Revival des C64 berichtet. Ganze sechs Sätze sind den Berlinern die technischen Details wert. [LINK>598] Darin wird so wenig gesagt, daß man sich den Klick auf die BILD-Meldung eigentlich auch sparen kann.

Heise geht nicht nur auf die technischen Spezifikationen, sondern auch auf die wechselvolle Geschichte der Firma Commodore ein und schafft es so, eine vergleichsweise gehaltvolle Meldung zu präsentieren. [LINK>599] Die Hintergründe sind zwar knapp gehalten, aber immerhin wird zu früheren Heise-Meldungen über das Auf und Ab des ehemaligen Megastars Commodore verlinkt. Das dürfte sicherlich interessanter sein als die Auflistung der technischen Merkmale, die aus dem „C64x“ schließlich keine besonders ungewöhnliche Maschine machen. Das ergibt sich lediglich aus der Historie und seinem „Vorgänger“.

Neues Album von Welle: Erball erschienen

Eine der bemerkenswertesten Bands in Bezug auf Retro, 8-Bit-Musik und den C64 ist Welle: Erdball. Die seit 1993 (unter diesem Namen) aktive Band verbindet u.a. 8-Bit-Musik und analog erzeugte elektronische Musik mit Elementen von New Wave und Neuer Deutscher Welle. Seit jeher ist dabei der Commodore 64 nicht einfach nur ein Instrument, sondern ist als vollwertiges Mitglied in die Band eingebunden.

Neben anderen Projekten wie Hörspielen oder Filmen komponierte die Band außerdem für das C64-Spiel „Metal Dust“ von Protovison die Musik. Das mittlerweile 9. Studioalbum der Band, „Der Kalte Krieg“, erschien am 28. Oktober 2011.