Kleine Kritik am Retro-Magazin

Im Folgenden ein paar kritische Gedanken zur Entwicklung des Retro-Magazins. Ich bitte das Ganze als (hoffentlich) konstruktive Gedanken aufzufassen, denn ich halte das Magazin nach wie vor für eine gute und wichtige Zeitschrift. Allerdings konnte ich mit gewissen Entwicklungen „for a modern audience“ über die letzten Jahre oft nur wenig anfangen. Es mag aber an meinem sehr speziellen Weltbild liegen und daher als konstruktive Kritik auch kaum brauchbar sein. Wenn ich ein Heft gestalten müsste, dann würde es vermutlich aus Artikeln bestehen in der Art „Wie man dem 21. Jahrhundert kräftig in den Hintern tritt“ oder „Die 30 besten Spiele für 16-KB-Rechner“ und die Auflage wäre bald im Keller ;-). Aber man kann sich dennoch fragen, was jemand ohne modernen PC, ohne NextGen-Konsole, ohne neuestes Daddel-Handy, ohne iKram und ohne digitalen 21st century lifestyle eigentlich noch mit einer aktuellen Ausgabe des Magazins anfangen kann. Denn eigentlich sollte das Heft vom Namen her doch auch mit für diese Leute sein, oder? Das führt dann zu der weitergehenden Frage, was die Begriffe „Retro“ und „wirklich alternatives Computern“ heutzutage noch bedeuten.

In der Vergangenheit hat leider mancherlei Zeitschrift aus dem Bereich des alternativen Computerns eine eher negative Entwicklung oder gar ein relativ unrühmliches Ende erfahren müssen. Als Präzedenzfall ist hier vermutlich der ASM zu nennen, der vom anarchischen Querbeet-Magazin am Ende zum PC-lastigen „Spaßmagazin“ kommerzialisiert wurde. Außerdem sollte auch das Schicksal des guten alten „64er“-Magazins nicht unerwähnt bleiben, bei dem am Ende die Abokunden einfach auf die PCgo umgebucht wurden, und der Redakteur dies im Vorwort damit begründete, daß es nun auch für 64er-Freaks an der Zeit sei „…attraktive, neue Wege zu gehen“. Die Verärgerung über dieses (als stillos betrachtete) Verhalten hatte damals ja auch mit zur Gründung der GO64 geführt, wenn ich mich nicht irre. Last but not least sei auch noch der Computer-Flohmarkt genannt, der in seiner klassischen Form auch lieblos mit einem „Der Markt ist tot“-Vorwort beendet wurde, nachdem jahrelang Verbesserungsvorschläge der Leser ignoriert wurden.

Was haben diese Fälle nun mit unserem enthusiastischen Retro-Magazin zu tun? Eventuell nichts. Eventuell noch nichts. Und doch durchlief das Magazin über die Jahre eine Entwicklung, die bei mir trotz allem Engagements seiner Macher bisweilen einen eher schalen Beigeschmack hinterlassen hat. Ein Problem dieser Entwicklung ist meiner Meinung nach, daß die Anforderungen für eine aktive Teilnahme immer weiter nach oben geschraubt wurden (und werden). Zu Zeiten der GO64 gab es die 5,25″-Heftdiskette, die jeder Leser sofort in eine 1541 & Co schieben konnte. Spiele, Demos, Anwendungen und Ideen sofort zur Hand auf C64 und C128. Dann kam das Retromagazin mit der Heft-CD. Ein CD-ROM wurde zur Voraussetzung – und um mit der Software etwas anfangen zu können, war häufig ein aktuelles Windows, Linux oder MacOS nötig. Reine C64- und „Uralt“-PC- bzw. DOS-Anwender wie ich blieben außen vor bzw. auf Bruchstücke beschränkt (die d64-Dateien auf der CD konnte man noch mit DOS-VICE starten). Irgendwann gab es keine Heft-CD mehr, und der Retro-Anwender musste nun schon eine schnelle Internet-Flatrate haben, um sich das iso-Image herunterzuladen. Reine Anwender von C64, Homecomputern, DOS-PCs oder „uralten“ Modems waren somit gar nicht mehr berücksichtigt.

Das hat sicher alles gute Gründe, und mitgeholfen, das Magazin attraktiv für einen größeren Markt zu gestalten, um ihm Zukunft zu geben. Andererseits ist es für mich aber auch ein dezenter Widerspruch zum kritischen Geist der frühen GO64-Tage, als gerade das Alternative und der Widerstand gegen Gigabyte, Aufrüsterei, feste (Wintel-)Schemen und Standardisierung den anarchischen Reiz des Heftes ausgemacht haben. Als man noch an der Software und den Ideen im Heft teilhaben konnte, selbst wenn man „nur“ einen Jahrzehnte alten 8-Bit-Rechner auf dem Schreibtisch stehen hatte. Als Retro noch hieß „Think Kilobyte“. Man kann nun sagen, daß es so etwas doch heutzutage gar nicht mehr gibt, und daß jeder Retrofreund heute die Vorzüge der Moderne schätzt. Aber im gleichen Ton kann man auch sagen „Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit“. Meh. Hätten die Macher der GO64 vor 10 Jahren geglaubt, daß sie 2012 ein Heft publizieren, in dem in (zu?) vielen Fällen moderne PCs oder Konsolen die Voraussetzung für die emotionale Retro-Erfahrung darstellen? In der die Maschine oft nur noch das austauschbare Mittel zum Zweck ist, um eine emulierte Retro-Erfahrung über Standardkanäle zu vermitteln, anstatt der individuelle 8-Bit-Kumpel zu sein?

Wenn ich die Ausgabe 10-12/2011 des Retro-Magazins öffne, dann begrüßt mich die Werbung auf der ersten Seite gleich mit der Nachricht, daß ich eine Demo aus dem Playstation-Network oder von XBox Live herunterladen soll (was immer das sein mag), sowie eine Webseite und ein Facebook besuchen soll, was vermutlich aktuellste 32-Bit-Browser voraussetzt. Im Heft selbst finde ich eine hohe Zahl an Spieletests zu High-End-Games wie Duke Nukem Forever, Skyrim, Assasins Creed Revelations und Batman Arkham City, bei denen es mir eher schwer fällt, einen Retro-Zusammenhang zu erkennen. Daneben ein ganzer Haufen bunte casual games für das neueste Daddelhandy und anderen iKram. Tests zu solchen Spielen würde ich doch eher in Hochglanz-Wintel-Heftchen Marke PC Games & Co vermuten. Und nachdem ich mich durch oft grellbunte Hochglanzseiten geblättert habe, stelle ich fest, daß die im Prinzip interessantesten, „klassischen“ Teile wie der Pressespiegel auf den unschön titulierten „Braunen Seiten“ in Kurzform ziemlich am Ende zu finden sind. Im Vergleich zu den knallbunten Rayman- und Sonic3D-Artikeln wirkt das dann ein wenig wie ein eher liebloses Anhängsel von früher.

Natürlich gibt es auch in den neuen Ausgaben viele Artikel, die das Retro-Thema gut und gelungen vertreten. Aber die Tendenz bei den Artikeln geht oft eher in die Richtung eines rein emotionalen Retrogefühls auf abstrakter Ebene und IMO weg von der handfesten Coding-, Bastel- und Alternatividee bzw. dem Widerstand gegen den Zeitgeist, die einst die GO64 für mich ausgemacht haben. Wo sind die Basteleien, wo die vergilbten Gehäuse und schlabbrigen Disketten geblieben? Werden sie nun zu sehr einer knallbunten Hochglanzwelt von XBox-Retro-Live und entstofflichten Emulationswelten weichen, in der der wehmütige „Weisst du noch früher…“-Rückblick den Platz handfesten Retro-tums einnimmt? Wohin das alles führen wird, kann keiner sagen und vielleicht liege ich mit meiner schrägen Kritik oder meinen Befürchtungen auch völlig falsch. Ich möchte halt nur ungern den Tag erleben, an dem das hochglänzende Magazincover den neuen Titel „PC RETRO – Das Spaßmagazin“ verkündet, und uns ein Redakteur im Vorwort erklärt, daß es auch für Retrofreaks nun an der Zeit wäre „…attraktive, neue Wege zu gehen.“ Das wäre dann doch sehr schade.

Chris Pfeiler

Über Chris Pfeiler

on allen Retro-Schreibern bin ich wohl derjenige, der das Thema am Persönlichsten vertritt. Ich habe privat keinen digitalen Lifestyle im modernen Stil, also kein Handy, iKram oder aktuelle Rechner. Viele Leute finden das zum Haareraufen und würden mich gerne „missionieren“, ich finde aber, daß einem ein sog. veraltet-analoger Lebensstil viele Ideen und Perspektiven vermitteln kann.

17 Gedanken zu „Kleine Kritik am Retro-Magazin

  1. Eine sehr schöne Kritik, die mir aus der Seele gesprochen ist. Auch mir ist die Tendenz hin zu „Neu“-Retro aufgefallen. Tatsächlich gibt es noch sehr viel aus der guten alten Zeit zu erzählen. Auch Software-Perlen wie Spelunker, Goonies und die Lucasartstitel Rescue on Fractalus, Koronis Rift, Ballblazer und The Eidolon wären zum Beispiel einmal für einen ausführlichen Artikel lohnenswert.

  2. Ich kann mich meinem Vorgänger nur anschließen.
    Die Retro hat einen äußerst bedenklichen Kurs eingeschlagen,der mit der letzten Ausgabe seinen Höhepunkt erreicht hat.Ich mag das Magazin wegen seiner ausführlichen,akribisch recherchierten Berichte.Die neuorientierung hin zu kürzen Texten und mehr knalligen Hochglanzbildern stößt mir äußerst über auf.Auch ich frage mich,wer ein gefühltes Jahr nach dessen erscheinen noch eine weitere Kritik zu Duke Nukem Forever braucht,die so in Magazinen,die das aktuelle Spielegeschehen abdecken erheblich detaillierter zu finden war.Die Verantwortlichen sollten sich wirklich Fragen ob der Modernisierungskurs,der hier eingeschlagen wird, nicht vollkommen am Publikum eines Heftes, das sich nun mal „Retro“ nennt vorbei geht.
    Außerdem weiß ich aus meiner Forenaktivität, daß ich nur einer von vielen bin, die so oder ähnlich denken. Ich kann daher jeden,der der selben Meinung ist nur bitten diese hier kund zu tun, um den Zuständigen beim Verlag einen Denkanstoß zu geben,ob man nicht doch lieber das Ruder noch einmer herumreißen sollte.Wenn Retro nicht mehr lesenswert ist, dann wäre das sicher eine äußerst traurige Lücke, nicht nur in meinem Zeitschriftenregal.

  3. Diese Kritik ist teilweise korrekt, in vielen Dingen aber viel zu weich gezeichnet, zumindest nach meinem Geschmack. Fakt ist, dass die letzte Ausgabe in großen Teil eine vollkommen unverhohlene, lächerlich getarnte Werbung für das neue Rayman-Spiel ist. Auf ganzen 17 (!) Seiten geht es um dieses Jump´n´Run, incl. 3 der 4 Umschlagseiten! Darüber hinaus werden unfassbare 17 NEU-SPIELE behandelt. Wenn ich eine Zeitschrift möchte, die aktuelle Spiele zum Inhalt hat, kaufe ich sicher keine RETRO-Zeitschrift. Darüber hinaus leidet die Ausgabe an Logikfehlern. So ist auf dem Deckblatt von allem möglichen die Rede, nur nicht von dem Überthema „Spielen ohne Grenzen“, das im Heft immer wieder als Kopfleiste bemüht wird. Selbst auf dem Heftrücken steht von diesem Thema nichts. Darüber hinaus macht das Thema keinerlei Sinn, es ist eine Worthülse ohne Substanz, die mehr irritiert als orientiert. Dann wäre da noch das Recycling des SpaceRat-Comic, das exakt das Selbe ist, wie einige Ausgaben vorher. Das zwischen all diesen Unzulänglichkeiten tatsächlich auch mal der eigentliche Retrocharme durchblitzt, verdankt man tollen Artikeln wie z.B. über Jeff Minter oder den DDR-Selbstbaurechner.

    Ich persönlich, sehe nicht mehr ein, dass ich für sowas knapp 7 Euro auf den Tisch lege. Macht das Magazin z.B. einen Euro teurer, aber konzentriert Euch auf das, was Ihr Euch eigentlich anfangs auf die Fahnen geschrieben habt! Lasst Ihr Euch weiter kaufen, werde sicher nicht nur ich abspringen.

    Bitte sachlich und angemessen argumentieren und einkalkulieren, dass auch besonnenere Kritik bei den Adressaten ankommen dürfte. Vielen Dank! Redax/SH

  4. Ein kurzer Nachtrag noch zum Artikel. Wie ich gehört habe, waren einige Leute aus dem Retro-Team eher verärgert über meine Ausführungen. Das war nicht meine Absicht und sollte ich jemanden verärgert haben, dann entschuldige ich mich dafür. Ich hatte in letzter Zeit wieder recht viele GO64 aus den Anfangstagen gelesen (habe ja ein Abo seit 1998) und gerade dort sprechen die idealistischen Vorworte oft von einer anderen Mentalität, als jener, die man manchmal bei aktuellen Retros empfindet. Und kritische Leserbriefe waren in der GO durchaus auch die Regel und dann in den Heften gedruckt und kommentiert.

    Ein Artikel, der den klassischen Geist der Zeitschrift gut rübergebracht hat, war jener über den selbstgebauten Computer in der DDR. Das war für mich ein schönes Beispiel dafür, wie spannend handgemachtes Computern ist und wie man aus wenig etwas bzw. viel machen konnte (was ja auch die Philosophie des C64 ist). Aber warum nur so kurz? Warum nicht mal ein längerer und illustrierter Beitrag über die Computerszene in der DDR? Das wäre für mich Retro und deutsch-digitale Zeitgeschichte.

    Wenn ich aber z.B. die letzten Seiten der aktuellen Retro durchblättere, dann stehen dort seitenweise Kurztests zu fast ausschließlich neuen Spielen für Windows-PC, XBox360, PS3 und Wii. Wie man das auffassen und einsortieren soll, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Mir bringt und sagt es nichts. Ich war eher der Meinung, daß liegt nun hauptsächlich an mir und hatte nicht mit Wirbel oder Verärgerung gerechnet.

  5. Eine Bitte an alle Diskutanten: wir hatten diese Diskussion bereits auf der RETRO-Magazin-Facebook-Seite (https://www.facebook.com/Retromagazin) und können euch deshalb – egal, wie lange diskutiert wird und wieviele Menschen ihre ehrliche Meinung zur RETRO abgeben – auch an dieser Stelle in letzter Konsequenz immer nur versichern, daß die Kritik selbstverständlich wahrgenommen wird.

    Es steht ja niemand von uns morgens auf und überlegt sich, wie er ein eigenes Projekt mit richtig viel Energie so tief wie möglich ins Verderben ziehen kann. Änderungen hatten also ihre (teilweise sogar guten) Gründe, aber dies alles hier aufzuführen ist vielleicht ein wenig zuviel des Guten und auch nicht von jedermann gewollt. Das bitte ich zu respektieren.

    Wenn fünf Jahre lang alles immer besser wurde (und das wurde dieses Projekt insgesamt zweifellos), kann ja nicht von heute auf morgen alles schlecht sein. Habt also bitte ein wenig Geduld und Vertrauen, auch wenn es schwerfallen mag. Die RETRO ist und bleibt in Bewegung, soviel ist sicher.

  6. Ich melde mich noch einmal zu Wort. Es geht nicht darum, dass ich glaube, das die Macher sich Tag für Tag überlegen, wie sie die neue Ausgabe in den Graben reiten können. Es geht jedoch darum, dass ich der festen Überzeugung bin, das wir alle permanent Gefahr laufen, käuflich zu sein und das man solchen Versuchungen widerstehen muss, zumindest was grundlegende Werte angeht. Was in der aktuellen Ausgabe passiert ist, manifestiert eindeutig, was passiert, wenn man dieser Versuchung nachgibt. Der vorliegende Jubel-Supergau, ist der beste Beweis.

    Die Frage ist und bleibt: Wieso macht man überhaupt eine Zeitschrift? Die RETRO stand für mich immer für ein kleines aber edel aufgemachtes Magazin, dass manchmal genial, manchmal sympathisch und persönlich berichtete. Absoluter Kernpunkt war dabei bisher immer der Blick zurück.

    Wenn dieser Kernpunkt jedoch nach und nach zerbröselt und immer öfter aktuell ausgerichtete Themen wie z.B. Minecraft (gefühlte 2 Millionen Mal) im Heft auftauchen, frage ich mich als Leser, wieso ich mir dann eine Zeitschrift kaufen soll, die dick und breit RETRO auf dem Deckblatt zu stehen hat.

    Das wir uns recht verstehen: Ich mag Minecraft! Ich spiele es seit längerer Zeit gerne. Aber ich mag darüber nicht in einer Zeitschrift lesen, die sich eigentlich der digitalen Vergangenheit widmet!

    Ich habe mehr und mehr das Gefühl, dass die Macher das Heft kaum noch mit passenden Inhalten füllen können oder wie sonst sind beispielsweise 17 Neuspiel-Vorstellungen oder ein erneuter Minecraft-Beitrag zu erklären?

    Es soll nicht wie Hohn klingen, wenn ich mich mich anbiete, ehrenamtlich für das Magazin tätig zu sein. Vielleicht kann ich etwas dazu beitragen, die RETRO in der Form zu erhalten, in ich sie kennen und schätzen gelernt habe. Welcher Art diese Tätigkeit sein kann, müsste man natürlich klären.

  7. Facebook ? Ist mir viel zu untretro ; )

    Ich glaube natürlich auch nicht,daß ihr das Heft zugrunde richten wollt.
    Aber es ist doch nur richtig und gut gemeint,wenn sich die Zielgruppe meltdet und sagt,daß sie sich nicht mehr so richtig angsprochen fühlt.
    Schließlich hatten wir über die Jahre viel Freude an der Retro und hoffen,daß das auch so bleiben wird.

  8. @Alexander: Es gab nicht ausschließlich negatives Feedback zur neuen Ausgabe.

    Inhalt steht grundsätzlich mehr als genug zur Verfügung, doch wie gesagt: es gibt manchmal äußere Einflüsse, die einen zu bestimmten Entscheidungen führen.

    Das Angebot der Mitarbeit klingt natürlich so oder so klasse – schick mir einfach eine Mail, dann können wir Details besprechen! (Das gilt natürlich auch für alle anderen, die selbst etwas beisteuern möchten. Und für Website-Interessierte.)

    @Frank: Das mit FB war ja klar ;-)

    Natürlich hören wir zu, das habe ich oben ja auch geschrieben, aber mehr als uns diesbezüglich vertrauen geht leider nicht. Was ich nur ungern sehen würde, wäre ein Hochkochen der Thematik, wenn wir schon frühzeitig mitgeteilt haben, daß die Kritik gehört wird. Das sorgt früher oder später nur für Unmut.

    Langfristig soll alles beim Alten bleiben, das ist doch auch unser Wunsch. (Ich spreche hier jetzt so dreist von „uns“, aber ich denke einfach, daß damit alle Mitstreiter konform gehen.)

  9. Ich bin treuer Leser der Retro seit Ausgabe 7.
    Da ich mich bei Facebook nie anmelden werde, äußere ich mich mal hier.

    Ich würde auch gerne mehr erfahren über die Computerszene in der DDR. Das wäre ein Thema, dass mir bisher noch nicht richtig aufgefallen ist im Magazin.

    Mein größter Kritikpunkt am Magazin selber ist dessen Veröffentlichungsstrategie. Man erfährt nie, wann eine neue Ausgabe erhältlich ist. Hier auf der Homepage des Magazins ist noch immer das Cover der Ausgabe 21 zu sehen und dass, obwohl Nummer 22 schon seit Januar erhältlich ist.
    Hätte ich nicht zufällig mal in der Bahnhofsbuchhandlung vorbeigeschaut, wüsste ich bis heute noch nichts davon.
    Es dürfte doch nicht zuviel verlangt sein, dass Ihr für Euer eigenes Magazin auf eurer Homepage etwas Werbung macht.

    Ansonsten hoffe ich trotzdem, dass das Retro-Magazin noch lange erhalten bleibt!

    Rainer

  10. Ich habe das Retro Magazin schon aboniert als es noch ein kleines 16 seitiges oder auch ein wenig mehr Heftchen war.
    Ich habe übrigens alle meine Retro Magazine für viel Geld bei Ebay verkauft.
    Das heißt der Markt für wirkliches Retro ist da.
    Momentan ist ja in der M! (oder auch Maniac) mehr Retro als im Retro Magazin. Und das will was heißen !!
    Ich werde mir die Sache noch eine Weile ansehen und wenn es so bleibt wie es momentan ist mein Abo kündigen (was mir wirklich sehr leid tun würde !!)

    Aber Ersatz habe ich schon gefunden, das Return Magazin, ist wirklich noch absolut RETRO.

    So wie das Retro Magazin einmal war.

    Vielen Dank für alles bisher, in der Hoffnung das es wieder ein bischen mehr Retro wird und keine GamePro light (würg)

    Gruß
    Wolfgang

  11. Kann mich Rainer nur anschließen! Lese die Retro seit Ausgabe 4 (noch ältere als PDF gekauft) und würde mich nie bei Facebook sehen lassen.
    Nur weiter so mit Artikeln aus der guten alten Zeit und bitte etwas mehr über Atari.
    Werbung für Eure Zeitschrift, ob Email oder über die Website, wäre doch in Eurem Sinne?
    Grüße,
    -steffen

  12. @Rainer: Also bei allem Verständnis, aber daß kein aktuelles Cover der RETRO auf der Website zu sehen ist, ist diesmal das erste Mal in über fünf Jahren. Wir hauen auf sovielen Kanälen die Neuerscheinungsinfos raus, das kann also nicht stimmen mit der Kritik an der Veröffentlichungsstrategie.

    Daß man FB derzeit aus Marketingaspekten nicht vernachlässigen kann, dürfte bei allen Antipathien auch klar sein. Wäre uns das völlig wurscht, wer sich dort herumtreibt und wer nicht, würden wir keine Website haben. Die steht jedem offen, ganz ohne Anmeldung.

    Wie „retro“ die RETRO ist, ist wie so vieles im Leben Geschmackssache. Mal ist sie etlichen Lesern zu retro (allzu kryptische Texte allzu alter Systeme sind dann nicht gut), mal ist sie zu wenig retro. Nun gut, sie war auch schon zu akademisch und zu platt, zu dick und zu dünn, zu teuer und zu überladen … „Eine für alle“ wird sie nie und Experimente gehören dazu. Erwartet kein rundgelutschtes Magazin für jedermann, sondern denkt einfach daran, daß im Hintergrund echte Fans mit Ecken und Kanten arbeiten und keine 08/15-Blattmacher. Dann wird klar, warum manchmal nicht alles rundläuft ;-)

  13. @Stephan Hummer
    Leider kenne ich die ganzen Kanäle auf denen Ihr die Neuerscheinungsinfos preis gebt nicht.
    Wenn ich Informationen über Produkt haben will, gehe ich nunmal auf die Homepage des jeweiligen Produktes.
    Im Fall des Retro-Magazines ist es nunmal die Seite http://www.retromagazine.eu, wo ich davon ausgehe, dass ich hier die Informationen über das Magazin ansich aus erster Hand erfahre.

    Vielleicht bin bin ich mit meiner Sichtweise auch zu altmodisch.

    Aber wie ich bereits geschrieben habe, ich finde euer Magazin trotzdem toll und hoffe, dass es noch lange erhalten bleibt.

  14. Dass man auf Facebook, Twitter und anderen Medien präsent ist, ist wohl zweifellos nötig, für PR-Zwecke. Aber der Hauptfokus sollte meines erachtens nach auf der eigenen Homepage liegen. Facebook scheint ja gerade seinen Würgegriff zu schließen – auf eurer Retropräsenz dort wird mir zumindest ein Layer eingeblendet, der mich penetrant zum einloggen auffordert. Sorry, aber barriere- und diskriminierungsfrei sieht anders aus. Und wer weiß schon, ob diese social network sites auch morgen noch beliebt sind (man erinnere sich an myspace, studivz, second life,…).

  15. Tja, Retro war (auch) die Flucht vor der Industrie, und nun hat die Industrie die Retro-Szene als Marktnische entdeckt.
    Ich bin aber trotzdem zuversichtlich, dass sich die Szene wieder auf die Flucht begibt, wenns zu heftig wird. Ende Februar soll ja die zweite Retro Gamer erscheinen und da bin ich dann mal gespannt, ob das Ganze verflacht oder eben nicht.
    http://feydbraybrook.wordpress.com/2012/12/29/bruce-lee-das-wahre-drachenblut-8-bit-pixelhaufen-hangen-skyrim-ab/

Kommentare sind geschlossen.