Vom 11.-13. April findet im Bereich Medienwissenschaft der HU Berlin ein durch den Lehrstuhl für Medientheorien veranstalteter Workshop über Analog-Computer statt. Unter dem Titel „Think Analogue! Archäologie, Präsenz und Künftigkeiten des Analogcomputers“ stehen dort Kunstbeiträge von Musikern und Analog-Computer-Grafikern (u.a. stellt der SF-Autor Herbert W. Franke bislang unpubliziertes Bildmaterial aus den 1960er-Jahren vor!), Vorträge von Medienwissenschaftlern, Informatikern und Elektronikern sowie wie ein „Hands on“-Workshop, auf dem die Programmierung eines Analog-Computer praktisch erklärt wird, auf der Tagesordnung.
Ich selbst steuere einen Vortrag über analoge Eingabegeräte für digitale Computerspiele bei, in welchem ich mich auf meinen Forschungsgegenstand, die „Retro-Computer“ (namentlich Commodore C64 und Atari XL) stütze und an praktischen Beispielen demonstriere, wie Cheating von alten Computerspielen durch missbräuchliche Eingabetechniken möglich war und ist. Darüber hinaus plane ich, zusammen mit Studenten auf einem der institutseigenen Analogcomputer das 1958 „gesteckte“ Spiel „Tennis for Two“ zu rekonstruieren und dort vorzustellen.
Gäste sind natürlich sehr herzlich willkommen!
Weitere Informationen: Workshop-Seite
Auch eine hübsche Idee: Die „Battlefield 3″ -Titelmelodie inklusive Intro als 8-Bit-Version. Gefunden auf N4G.
Nun ist der Dezember auch schon wieder vorbeigerauscht, höchste Zeit also für den Blick zurück…
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gAtari – Atari 2600 chipmusic project by cTrix
@ Blip Festival Tokyo 2011
Hey, schaut uns nicht so an. „Gamer stinken“ ist nicht die Haltung der RETRO-Crew zum Thema Körperpflege bei Hardcorezockern, sondern Titel des nächsten Berliner Games Culture Circles am 2. Februar. Und darum gehts den GCC-Machern:
Gamer sind empfindlich. Aber wundert Sie das? Ständig gibt’s Keile von Eltern, Lehrern und Medien. Und von Politikern sowieso. Als RTL im Sommer 2011 einen diffamierenden Beitrag über die Messebesucher der Gamescom sendete, dessen Niveau selbst für die Verhältnisse des Boulevards überschaubar war, keilten die Gamer zurück.
Foren wurden belagert, Hate-Groups auf Facebook gegründet, Youtube-Videos in den roten Bereich gevotet. Und die angesäuerte Fachpresse warf sich mit Rache-Video-Beiträgen und Kommentaren schützend vor ihre Klientel. Shitstorm, so nennt man das heute. Und was dem Privatsender aus dem Netz entgegen wehte, war ein regerechter Shit-Hurrican.
Doch die schiere Wucht und Bandbreite der Gegenmaßnahmen schien auch ein wenig übertrieben. Da hätte dem Gamer ein wenig mehr Gelassenheit gut zu Gesicht gestanden. Oder gilt hier das Sprichwort „Getroffene Hunde bellen?“
Wir bellen nicht, wir reden. Darüber, wer und was der Gamer an sich ist: das Opfer einer verallgemeinernden und Vorurteile schürenden Berichterstattung, oder ein wandelndes Klischee. In diesem Games Culture Circle.
Die Gäste an diesem Abend sind …
- Jan Hegenberg, der „Barde der Gamer“
- René Walter, der „Blogger unserer Zeit“
- Mathias Mertens, der Experte für Medien und Luftgitarren
Der Host des Abends ist Uke Bosse
Stattfinden wird das Ganze hier:
.HBC, Karl-Liebknecht-Str.9, 10178 Berlin
Donnerstag, 2. Februar 2012
Türen offen ab 18:00 Uhr
Start der Veranstaltung: 19:30 Uhr
Eintritt: 5 Euro
18:00 Uhr: Physical Gaming Experience created by Gamestorm