Archiv für den Monat: Februar 2012

Zweifelhaftes Spielvergnügen: Roll or Die für Amiga

Roll or Die von den Animators für den klassischen Amiga 500 ist ein Freeware Titel der spaltet. Für die einen absolut respektlos und unakzeptabel, für andere wiederum überspitzter schwarzer Humor in Hochform.

Der Spieler steuert eine querschnittsgelähmte Person im Rollstuhl wobei es verschiedene Herausforderungen zu meistern gilt. Diese Aufgaben beinhalten unter anderem „weit springen“, wobei der Protagonist so schnell wie möglich mit seinem Rollstuhl beschleunigen muss und letztendlich gegen ein Hindernis prallt. Basierend auf der Schnelligkeit zuvor, fliegt der Körper entsprechend weit. Insgesamt gibt es vier spielbare Szenen.

Kleine Kritik am Retro-Magazin

Im Folgenden ein paar kritische Gedanken zur Entwicklung des Retro-Magazins. Ich bitte das Ganze als (hoffentlich) konstruktive Gedanken aufzufassen, denn ich halte das Magazin nach wie vor für eine gute und wichtige Zeitschrift. Allerdings konnte ich mit gewissen Entwicklungen „for a modern audience“ über die letzten Jahre oft nur wenig anfangen. Es mag aber an meinem sehr speziellen Weltbild liegen und daher als konstruktive Kritik auch kaum brauchbar sein. Wenn ich ein Heft gestalten müsste, dann würde es vermutlich aus Artikeln bestehen in der Art „Wie man dem 21. Jahrhundert kräftig in den Hintern tritt“ oder „Die 30 besten Spiele für 16-KB-Rechner“ und die Auflage wäre bald im Keller ;-). Aber man kann sich dennoch fragen, was jemand ohne modernen PC, ohne NextGen-Konsole, ohne neuestes Daddel-Handy, ohne iKram und ohne digitalen 21st century lifestyle eigentlich noch mit einer aktuellen Ausgabe des Magazins anfangen kann. Denn eigentlich sollte das Heft vom Namen her doch auch mit für diese Leute sein, oder? Das führt dann zu der weitergehenden Frage, was die Begriffe „Retro“ und „wirklich alternatives Computern“ heutzutage noch bedeuten.

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Kopieren früher: Tetra Copy für Amiga

Die Namen H. Hahn und P. Eberlein sagen Ihnen nichts? Aber vielleicht deren Kopier-Programm Tetra Copy! Ermöglichte es doch kopieren von Disketten während gemütlich eine Runde Tetris eines sehr bekannten russischen Blockspiels gezockt werden konnte. Netterweise pausierte das Spiel automatisch, sobald eine Diskette gewechselt werden musste – was für ein Service!

C64 Spiel – Evil Wizard 2

Evil Wizard 2 ist ein brandneues Spiel welches unter Verwendung des Shoot Em Up Construction Kit (SEUCK) erschaffen wurde. Programmierung und Grafik von Pingo, für die musikalische Untermalung sorgt Goto80. Evil Wizard 2 ist nun weder besonders kreativ noch besonders herausragend, aber unsere Informationspflicht über dieses neue Commodore 64 Spiel ist hiermit erfüllt :)

Gamboy Advance Music Disk – Mind Departure

Up Rough & La Paz präsentierten kürzlich im Rahmen der Datastorm 2012 die Music Disk Mind Departure. Gameboy Advance Besitzer mit entsprechender Zusatzhardware können sich der portablen musikalischen Unterhaltung hingeben. Für alle anderen bleibt wie immer die Möglichkeit der Emulation oder ein Blick auf das unten angefügte YouTube Video.

NES Spiel: Driar

Driar von Stefan Adolfsson und David Eriksson ist ein brandneues homebrew Spiel für den über 25 Jahre alten NES. Das ROM gibt es zum kostenlosen Download auf der offiziellen Seite. In 38 One-Screen Levels gilt es sämtliche Sterne einzusammeln.

(via)

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Pressespiegel (21/2)

Beispiel 3: Etikettenschwindel. Frage: Ein Journalist erhält ein kostenloses Rezensionsexemplar – was ist das Schlimmste, was er nun tun kann? Richtig: es nicht lesen und dann noch geschickt so tun, als ob er es gelesen hätte und es sich bei dem Artikel, den er geschrieben hat, deshalb um eine echte, faire Rezension handelt. Diesen Eindruck gewann ich bei der Lektüre eines Computer-Bild-Beitrages zum Buch „Volkscomputer“. [LINK>607] Wie ich darauf komme? Punkt 1: Das einleitende Zitat stammt aus dem Einband und ist, nun ja, beliebig. Punkt 2: Wichtige Zeitpunkte und Meilensteine stellen Allgemeinwissen für die Zielgruppe des Buchs dar oder bleiben unpräzise bzw. gewagt („Dieser Prozessor [6502, Anm.], beziehungsweise dessen spätere Inkarnationen, trieben den VC-20, den C64 oder auch das Nintendo Entertainment System (NES) an.“). Punkt 3: Die darauf folgenden Buchinfos klingen wie der Pressetext zum Buch („In seinem Buch „Volkscomputer – Aufstieg und Fall des Computer-Pioniers Commodore und die Geburt der PC-Industrie“ beleuchtet Autor Brian Bagnall die Geschichte des Computer-Pioniers Commodore“) Punkt 4: Damit es nicht ganz so stark nach einfacher Kopie der Pressemitteilung klingt, wird durch das Einflechten von Lokalkolorit für vermeintliche Individualität gesorgt – etwas oberflächlich, aber ausreichend, weil beim Überfliegen in der Kaffeepause nicht weiter auffällig („Für die deutsche Ausgabe des gelungenen Nachschlagewerks steuerten Commodore-Experte Boris Kretzinger und Videospiel-Urgestein Winnie Forster technische Details, Fotos sowie Personen-, Firmen- und Spiele-Indizes bei“). Punkt 5: Individuelle Auseinandersetzungen mit dem Werk, so wie in tonangebenden Magazinen großer Häuser beispielsweise, sucht man vergeblich, obwohl gerade dieses Buch viele Besonderheiten aufweist und es dem Leser vergleichsweise leicht macht (siehe eigene Rezension in dieser RETRO). Aber vielleicht ist ja auch die mitten in den Text geflanschte Klickstrecke mit den 17 Bildern wieder mal viel wichtiger? Auch wenn die Bilderserie mit dem Buch so gar nix zu tun hat, denn sie heißt „Die Anfänge von Nintendo, PC & Co.“ und zeigt nicht wirklich zum Buch gehörende Systeme, garniert mit sagenhaft banalen Bildunterschriften wie „Das Mega Drive war Segas erfolgreichste Spielekonsole“. Macht ja nix, denn solange sich die Userkommentare auf ein freudiges „So ein X [hier bitte das X gegen das eigene Lieblingssystem austauschen, Anm.] hatte ich auch“ beschränken, muß man ja keine bösen Worte fürchten. Außer von Hardcore-C64-Fans berüchtigter Special-Interest-Magazine, die sich in ihrer Kolumne grinsend über die Stumpfsinnigkeiten ahnungsloser Kollegen hermachen. Und wen stören die schon?
So, war das jetzt schlimm genug? Gut. Schlimmer als die Texte an sich finde ich nur, daß die Recherche für diese drei Beispiele ungefähr schlappe fünf Minuten Zeit in Anspruch nahm und jeden Monat erfolgreich wiederholt werden kann. Der C64 muß viel erdulden, wenn er von großen Redaktionen ins Visier genommen wird. Da wird gezerrt, geschüttelt und gerührt, bis zum Schluß nichts Gutes rauskommt. Verdient hat er das nicht. Beenden wir das Ganze deshalb ausnahmsweise einmal mit einer ordentlichen Portion Eigenlob: Wie schön, daß es deshalb die RETRO gibt. Und wenn es zur Ehrenrettung des erfolgreichen Computersystems der Welt ist.

Neue Windows-3.11-Screenshots

Nach mehreren Monaten Arbeiten mit dem 386er habe ich mich mal wieder an den Pentium 166 gesetzt und ihm ein nettes DOS 6.20 samt Windows for Workgroups 3.11 plus Calmira XP spendiert. Das Resultat sehen wir oben. Für eine fast 20 Jahre alte GUI gar nicht so übel.

Mehr 16-bittige Screenshots gibt es noch hier.