Roll or Die von den Animators für den klassischen Amiga 500 ist ein Freeware Titel der spaltet. Für die einen absolut respektlos und unakzeptabel, für andere wiederum überspitzter schwarzer Humor in Hochform.
Der Spieler steuert eine querschnittsgelähmte Person im Rollstuhl wobei es verschiedene Herausforderungen zu meistern gilt. Diese Aufgaben beinhalten unter anderem „weit springen“, wobei der Protagonist so schnell wie möglich mit seinem Rollstuhl beschleunigen muss und letztendlich gegen ein Hindernis prallt. Basierend auf der Schnelligkeit zuvor, fliegt der Körper entsprechend weit. Insgesamt gibt es vier spielbare Szenen.
Roll or Die von den Animators für den klassischen Amiga 500 ist ein Freeware Titel der spaltet. Für die einen absolut respektlos und unakzeptabel, für andere wiederum überspitzter schwarzer Humor...
Im Folgenden ein paar kritische Gedanken zur Entwicklung des Retro-Magazins. Ich bitte das Ganze als (hoffentlich) konstruktive Gedanken aufzufassen, denn ich halte das Magazin nach wie vor für eine gute und wichtige Zeitschrift. Allerdings konnte ich mit gewissen Entwicklungen „for a modern audience“ über die letzten Jahre oft nur wenig anfangen. Es mag aber an meinem sehr speziellen Weltbild liegen und daher als konstruktive Kritik auch kaum brauchbar sein. Wenn ich ein Heft gestalten müsste, dann würde es vermutlich aus Artikeln bestehen in der Art „Wie man dem 21. Jahrhundert kräftig in den Hintern tritt“ oder „Die 30 besten Spiele für 16-KB-Rechner“ und die Auflage wäre bald im Keller ;-). Aber man kann sich dennoch fragen, was jemand ohne modernen PC, ohne NextGen-Konsole, ohne neuestes Daddel-Handy, ohne iKram und ohne digitalen 21st century lifestyle eigentlich noch mit einer aktuellen Ausgabe des Magazins anfangen kann. Denn eigentlich sollte das Heft vom Namen her doch auch mit für diese Leute sein, oder? Das führt dann zu der weitergehenden Frage, was die Begriffe „Retro“ und „wirklich alternatives Computern“ heutzutage noch bedeuten.
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Im Folgenden ein paar kritische Gedanken zur Entwicklung des Retro-Magazins. Ich bitte das Ganze als (hoffentlich) konstruktive Gedanken aufzufassen, denn ich halte das Magazin nach wie vor für eine gute...
Die Namen H. Hahn und P. Eberlein sagen Ihnen nichts? Aber vielleicht deren Kopier-Programm Tetra Copy! Ermöglichte es doch kopieren von Disketten während gemütlich eine Runde Tetris eines sehr bekannten russischen Blockspiels gezockt werden konnte. Netterweise pausierte das Spiel automatisch, sobald eine Diskette gewechselt werden musste – was für ein Service!

Die Namen H. Hahn und P. Eberlein sagen Ihnen nichts? Aber vielleicht deren Kopier-Programm Tetra Copy! Ermöglichte es doch kopieren von Disketten während gemütlich eine Runde Tetris eines sehr bekannten...
Evil Wizard 2 ist ein brandneues Spiel welches unter Verwendung des Shoot Em Up Construction Kit (SEUCK) erschaffen wurde. Programmierung und Grafik von Pingo, für die musikalische Untermalung sorgt Goto80. Evil Wizard 2 ist nun weder besonders kreativ noch besonders herausragend, aber unsere Informationspflicht über dieses neue Commodore 64 Spiel ist hiermit erfüllt :)
Evil Wizard 2 ist ein brandneues Spiel welches unter Verwendung des Shoot Em Up Construction Kit (SEUCK) erschaffen wurde. Programmierung und Grafik von Pingo, für die musikalische Untermalung sorgt Goto80....
Up Rough & La Paz präsentierten kürzlich im Rahmen der Datastorm 2012 die Music Disk Mind Departure. Gameboy Advance Besitzer mit entsprechender Zusatzhardware können sich der portablen musikalischen Unterhaltung hingeben. Für alle anderen bleibt wie immer die Möglichkeit der Emulation oder ein Blick auf das unten angefügte YouTube Video.
Up Rough & La Paz präsentierten kürzlich im Rahmen der Datastorm 2012 die Music Disk Mind Departure. Gameboy Advance Besitzer mit entsprechender Zusatzhardware können sich der portablen musikalischen Unterhaltung hingeben....
Driar von Stefan Adolfsson und David Eriksson ist ein brandneues homebrew Spiel für den über 25 Jahre alten NES. Das ROM gibt es zum kostenlosen Download auf der offiziellen Seite. In 38 One-Screen Levels gilt es sämtliche Sterne einzusammeln.
(via)
Driar von Stefan Adolfsson und David Eriksson ist ein brandneues homebrew Spiel für den über 25 Jahre alten NES. Das ROM gibt es zum kostenlosen Download auf der offiziellen Seite....
Beispiel 3: Etikettenschwindel. Frage: Ein Journalist erhält ein kostenloses Rezensionsexemplar – was ist das Schlimmste, was er nun tun kann? Richtig: es nicht lesen und dann noch geschickt so tun, als ob er es gelesen hätte und es sich bei dem Artikel, den er geschrieben hat, deshalb um eine echte, faire Rezension handelt. Diesen Eindruck gewann ich bei der Lektüre eines Computer-Bild-Beitrages zum Buch „Volkscomputer“. [LINK>607] Wie ich darauf komme? Punkt 1: Das einleitende Zitat stammt aus dem Einband und ist, nun ja, beliebig. Punkt 2: Wichtige Zeitpunkte und Meilensteine stellen Allgemeinwissen für die Zielgruppe des Buchs dar oder bleiben unpräzise bzw. gewagt („Dieser Prozessor [6502, Anm.], beziehungsweise dessen spätere Inkarnationen, trieben den VC-20, den C64 oder auch das Nintendo Entertainment System (NES) an.“). Punkt 3: Die darauf folgenden Buchinfos klingen wie der Pressetext zum Buch („In seinem Buch „Volkscomputer – Aufstieg und Fall des Computer-Pioniers Commodore und die Geburt der PC-Industrie“ beleuchtet Autor Brian Bagnall die Geschichte des Computer-Pioniers Commodore“) Punkt 4: Damit es nicht ganz so stark nach einfacher Kopie der Pressemitteilung klingt, wird durch das Einflechten von Lokalkolorit für vermeintliche Individualität gesorgt – etwas oberflächlich, aber ausreichend, weil beim Überfliegen in der Kaffeepause nicht weiter auffällig („Für die deutsche Ausgabe des gelungenen Nachschlagewerks steuerten Commodore-Experte Boris Kretzinger und Videospiel-Urgestein Winnie Forster technische Details, Fotos sowie Personen-, Firmen- und Spiele-Indizes bei“). Punkt 5: Individuelle Auseinandersetzungen mit dem Werk, so wie in tonangebenden Magazinen großer Häuser beispielsweise, sucht man vergeblich, obwohl gerade dieses Buch viele Besonderheiten aufweist und es dem Leser vergleichsweise leicht macht (siehe eigene Rezension in dieser RETRO). Aber vielleicht ist ja auch die mitten in den Text geflanschte Klickstrecke mit den 17 Bildern wieder mal viel wichtiger? Auch wenn die Bilderserie mit dem Buch so gar nix zu tun hat, denn sie heißt „Die Anfänge von Nintendo, PC & Co.“ und zeigt nicht wirklich zum Buch gehörende Systeme, garniert mit sagenhaft banalen Bildunterschriften wie „Das Mega Drive war Segas erfolgreichste Spielekonsole“. Macht ja nix, denn solange sich die Userkommentare auf ein freudiges „So ein X [hier bitte das X gegen das eigene Lieblingssystem austauschen, Anm.] hatte ich auch“ beschränken, muß man ja keine bösen Worte fürchten. Außer von Hardcore-C64-Fans berüchtigter Special-Interest-Magazine, die sich in ihrer Kolumne grinsend über die Stumpfsinnigkeiten ahnungsloser Kollegen hermachen. Und wen stören die schon?
So, war das jetzt schlimm genug? Gut. Schlimmer als die Texte an sich finde ich nur, daß die Recherche für diese drei Beispiele ungefähr schlappe fünf Minuten Zeit in Anspruch nahm und jeden Monat erfolgreich wiederholt werden kann. Der C64 muß viel erdulden, wenn er von großen Redaktionen ins Visier genommen wird. Da wird gezerrt, geschüttelt und gerührt, bis zum Schluß nichts Gutes rauskommt. Verdient hat er das nicht. Beenden wir das Ganze deshalb ausnahmsweise einmal mit einer ordentlichen Portion Eigenlob: Wie schön, daß es deshalb die RETRO gibt. Und wenn es zur Ehrenrettung des erfolgreichen Computersystems der Welt ist.
Beispiel 3: Etikettenschwindel. Frage: Ein Journalist erhält ein kostenloses Rezensionsexemplar – was ist das Schlimmste, was er nun tun kann? Richtig: es nicht lesen und dann noch geschickt so tun,...

Nach mehreren Monaten Arbeiten mit dem 386er habe ich mich mal wieder an den Pentium 166 gesetzt und ihm ein nettes DOS 6.20 samt Windows for Workgroups 3.11 plus Calmira XP spendiert. Das Resultat sehen wir oben. Für eine fast 20 Jahre alte GUI gar nicht so übel.
Mehr 16-bittige Screenshots gibt es noch hier.
Nach mehreren Monaten Arbeiten mit dem 386er habe ich mich mal wieder an den Pentium 166 gesetzt und ihm ein nettes DOS 6.20 samt Windows for Workgroups 3.11 plus Calmira...
Der C64 hat es nicht leicht in den deutschsprachigen Medien – außer bei uns natürlich. Und in einigen anderen befreundeten Magazinen und Produktionen. Aber in der großen, weiten Mainstreammedienwelt muß er viel aushalten, viel mitmachen und viel verzeihen können. Es scheint für einige Kolleginnen und Kollegen sehr schwer zu sein, dem System auch nur ansatzweise gerecht zu werden. Nun mache ich diesen Pressespiegel (und damit diese Medienbeobachtungen) bereits seit über fünf Jahren und denke daher einen gewissen Erfahrungsschatz angehäuft zu haben, der mir zumindest erlaubt, einige grobe Skizzen der medialen C64-Repräsentanz anfertigen zu können – und das Ergebnis ist … sehr seltsam. Und gut geeignet für ordentliches Fremdschämen. Beispiele gefällig? Kein Problem …
Beispiel 1: Nepp. T-Online bringt einen Beitrag mit der Überschrift „Die größten Heimcomputer-Legenden“. Das klingt nicht nur nach einer dünnen Sendung von RTL2, sondern liest sich auch so. Dazu gibt es zum Durchklicken eine dieser berühmt-berüchtigten Bilderserien. Sie wissen schon: viel Geklicke, wenig Neues. [LINK>605] Die Frage, die sich dem geneigten Brotkastenfan hier nach der Lektüre dieses t-ollen Artikels stellt, ist: Was soll das? Der Beitrag ist mediales Fastfood: erschreckend farblos, keinesfalls reichhaltig, mäßig erfreulich und allzu schnell vergessen. Hier scheint man – auch aufgrund der banalen Bilderstrecke – einfach mal ein paar Klicks erheischen zu wollen, mit dem Schlagwort „Retro“ als Köder. Ich bin mir nicht sicher, aber das könnte etwas kurz gedacht sein, denn den nächsten T-Online-C64-Artikel klickt man dann – wenn man nicht gerade einen Pressespiegel schreibt – wohl nicht mehr an, aus Angst um die kostbare Lebenszeit und die verschwendete Energie. Oder doch? Vielleicht, weil die Hoffnung eines Retrofans zuletzt stirbt? Oder weil es in den großen Redaktionen meist eh nur solch Einheitsbrei gibt und man schon gar nichts Besseres mehr erhoffen mag?
Beispiel 2: Plattheiten. Mario-Barth-verdächtigen Klischeealarm löste ein SpOn-Artikel aus, in dem zwei Frauen Anfang Dreißig beschreiben, wie es den Jungs (!) damals in den 90ern mit dem C64 und – festhalten, Oberklischeealarm! – Summer bzw. Winter Games erging. Das kann nur schiefgehen. [LINK>606] Kostprobe gefällig? Aber gerne: Was machten die Jungs so? Sie „zwängten“ sich „den schwarzen Joystick (…) wie ein Penisimitat zwischen die Oberschenkel“ und bekamen „Druckstellen an den Händen von übermäßigem Joystick-Gebrauch“. Wie ernährten sie sich und wie sahen sie aus? Natürlich zweimal klischeehaft mies: „Die einzigen warmen Mahlzeiten bestanden aus Pizza-Baguette Funghi, die die besorgte Mutter von Zeit zu Zeit hereintrug und anmerkte, dass man etwas blass um die Nase sei und frische Luft nicht schaden könne.“ Was war die Folge dieser „Stumpfheit“? „Eine nicht zu vernachlässigende Zahl an jugendlichen Sehnenscheidenentzündungen“. Wow. Soviel Unsinn auf einmal habe ich schon lange nicht mehr in einem Artikel entdeckt, in dem der C64 eine tragende Rolle spielen soll. Was die Mädels in der Zeit gemacht haben, in der ihre gleichaltrigen Kumpels glücklich gezockt haben, verraten sie leider nicht, aber es scheint wohl auch nicht der Rede wert zu sein. Traurig, so eine langweilige Jugend …
Der C64 hat es nicht leicht in den deutschsprachigen Medien – außer bei uns natürlich. Und in einigen anderen befreundeten Magazinen und Produktionen. Aber in der großen, weiten Mainstreammedienwelt muß...