Archiv für den Monat: November 2012

Wieder mal im Angebot bei eBay: ein C65

Unser Retropräsident sieht in diesem Gerät das perfekte Weihnachtsgeschenk:

C65 bei eBay

Retrokalender-Rückblick: November

Es ist mal wieder Zeit für einen nostalgisch-verklärten Blick in die News vergangener Retrozeiten… Retrokalender-Rückblick: November weiterlesen

RETRO-Lounge [92]: 25 Jahre Amiga 500 – wirklich der „letzte Volkscomputer“?

Winnie Forster schrieb für CHIP.de ein kleines Stück zum 25sten Geburtstag des Commodore Amiga 500. Insgesamt eine unterhaltsame Sache, aber drei Aspekte lassen mich doch stutzen:

1. Kann man den Amiga 500 wirklich als „letzten Volkscomputer“ bezeichnen? Diese Bezeichnung halte ich inhaltlich für so schwierig, daß jenseits des C64 eine Betitelung anderer Systeme vielleicht besser gar nicht erst versucht werden sollte. Denn erstens erscheint der Erfolg des C64 ziemlich einzigartig und zweitens wird es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nahezu unmöglich sein, hier eine mehrheitskompatible Definition hinzubekommen, die über den 64er hinaus anwendbar erscheint. (Bei diesem ist es letztlich ja auch „nur“ die schiere Masse an Geräten, die in nahezu unveränderter Form – und selbst das dürfte schon kein unumstrittener Punkt sein – auf den Markt kam und den Rechner deshalb entsprechend einzigartig erscheinen läßt und den Amiga selbst dann noch bei weitem übertrifft, wenn man alle (!) Amiga-Modelle zusammenfaßt, siehe hierzu bspw. das C64-Wiki) Mit dieser Begrifflichkeit generiert man vielleicht eine flotte Headline – mehr halte ich jedoch für äußerst schwierig.

2. Forster schreibt: „Bis heute ist strittig, ob das „Cracken“ von Amiga-Software (die Beseitigung des Kopierschutzes) und das dadurch mögliche massenhafte Kopieren kommerzieller Spiele das Ende der Firma Commodore einleitet, oder ob es im Gegenteil die Grundlage für den Amiga-Erfolg ist, weil dadurch die Computerei für Millionen erschwinglich wird.“ Ich bezweifle, daß das wirklich strittig ist – denn es dürfte in diesem Zusammenhang schlicht kein entscheidender Aspekt sein. Überlegungen dieser Art höre (lese) ich an dieser Stelle zum ersten Mal. Bisher war die Mehrheitsmeinung, daß gerade diese enorme Verbreitung von (gecrackter) Software Systeme wie den Amiga deutlich gepusht hat. (Und das Phänomen an sich ist nicht neu, sondern bereits auf dem C64 ein Riesenthema gewesen. Nach Forsters Logik müßte dann ja bereits der C64 zum Niedergang seines Herstellers beigetragen haben, was bekanntermaßen keineswegs der Fall war.) Ich bin bisher davon ausgegangen, daß die völlig absurde Idee von Commodore, eine eigene (sehr teure) PC-Marke um jeden Preis durchzusetzen für den Niedergang verantwortlich war, weil das Geld, welches mit dem Amiga verdient wurde, dort versenkt worden ist. Daß Raubkopien für den Niedergang eines Systems verantwortlich sind, klingt für mich eher nach Print-, Musik- oder Filmlobby als nach Amiga-Realität.

3. „Leider bleibt der Amiga 500 die letzte gute Idee von Commodore.“ Wieder so ein Satz, der mich aufhorchen läßt. War nicht der Amiga 1200 ein System, welches – wie oben bereits erwähnt – nur deshalb mit in die Tiefe gerissen wurde, weil Commodore sich zu sehr dem PC-Markt verschrieb? Details dazu aus dem englischen Wikipedia-Artikel zum A1200 bekräftigen diesen Eindruck: „Commodore had initially been working on a much improved version of the original Amiga chipset, codenamed „AAA“, but when development fell behind they rushed out the less improved AGA found on A1200″ Genau daran erinnere ich mich auch: durch den Abzug des Geldes in die PC-Sparte fehlte es in der Amiga-Abteilung an allen Ecken und Enden. Commodore hatte also keinen Mangel an guten technischen Ideen, sondern es mangelte an einer entsprechenden Strategie. Forster erwähnt dies im Übrigen im weiteren Verlauf seines Artikels selbst: „Commodore fehlen längst die Marketing- und Vertriebsmuskeln, um gegen Sega und Nintendo, IBM und Apple zu bestehen – eine Ära geht zu Ende.“

Was denkt ihr?

Spannende eBay-Auktionen: Apple Lisa 1, Lisa 2 und PowerBook-Prototyp

Das dürfte für Apple-Fans nicht ganz uninteressant sein, denn jemand scheint seine Sammlung zu reduzieren (oder gar aufzulösen) und das bedeutet meist, daß spannende Auktionszeiten ins Haus stehen – vor allem so kurz vor Weihnachten: drei Auktionen bieten nach Auskunft des Verkäufers derzeit sowohl eine rare Lisa 1 als auch eine Lisa 2 und einen Powerbook-Prototypen. Die Auktionen sind jedoch nicht auf die Rechner beschränkt, sondern bieten auch Zubehör wie Festplatten und Dualboot-Möglichkeit. Die Auktionen laufen noch ein paar Tage und es wird sicherlich nicht bei 3 bzw. 12 Euro Verkaufspreis bleiben. Pflichtprogramm für Apple-Fans!

Auktion: Apple Lisa

Apple Powerbook-Prototyp

Auktion: Apple Lisa 2

RETRO-Lounge [91]: Fotos aus dem Museum

Andreas Lange, Direktor des Computerspielemuseums, hat es sich nicht nehmen lassen, uns beim Zocken zu fotografieren. Okay, mich hat er beim Spielen mit dem Smartphone erwischt. Doch seht selbst. (Auf der Seite sind auch Fotos vom letzten Event mit Nicolas Gaume, ebenfalls sehr gut gelungen.)

Video zur 10. Retro-Börse in Bochum

Hier gibt es ein ca. 15Min. Video zur letzten Samstag statt gefundenen Retro-Börse in Bochum von Radio PARALAX mit einem etwas anderen Intro und ein paar Outtakes zum Schluß. Viel Spaß beim Anschauen!

Next Level Conference 2012: Anmeldungen ab sofort möglich

Diese Veranstaltung bekommt natürlich unsere volle Aufmerksamkeit und Unterstützung:

Am 15. und 16. November 2012 veranstaltet das NRW KULTURsekretariat gemeinsam mit einer Reihe von Partnern zum dritten Mal die »Next Level Conference« zu Kunst und Kultur digitaler Spiele in Köln. Wieder bietet »Next Level« Kunst- und Kulturverantwortlichen, Akteuren aus der Games-Branche und der Kulturellen Bildung, aber auch Journalisten, Eltern, Lehrern und begeisterten Gamern einen spannenden Mix aus Vorträgen, Diskussionen, Workshops und Ausstellungen zu künstlerischen, bildungsrelevanten und kreativwirtschaftlichen Aspekten der Computerspiele. Erstmals findet die Veranstaltung an verschiedenen Standorten in zentraler linksrheinischer Lage um den Neumarkt herum statt, u. a. im Kulturforum in Herz Jesu, im Kölnischen Kunstverein und in der Wolkenburg.

Kulturwissenschaftliche, politische und ethische Themen in Vorträgen und Diskussionen

Für den Eröffnungsvortrag konnte der bekannte Medienwissenschaftler Prof. Dr. Nobert Bolz gewonnen werden. Er wird sich mit der Veränderung der Wahrnehmung durch Games und mit ihrer Relevanz als interaktive und partizipative Modelle für den kulturellen Wandel beschäftigen und damit grundlegende Fragen und Themenstellungen für die Next Level 2012 vorgeben. Direkt im Anschluss nimmt Prof. Dr. Franz-Josef Röll von der Hochschule Darmstadt die in der Medienpädagogik liegenden Potenziale der digitalen Lebenswelt für Kinder und Jugendliche in den Blick – ohne dabei die Risiken wie Suchtgefahr, Datenmissbrauch und Cybermobbing auszublenden. Gerade kritische Themen kommen bei der diesjährigen Next Level Conference nicht zu kurz. So wird Galit Eilat, u.a. Kuratorin am Van Abbemuseum in Eindhoven, Chefredakteurin des Online-Kulturmagazins Maarav und Präsidentin der Akademie der Künste der Welt/Köln, einen kritischen Überblick über Computerspiele als propagandistisches Instrument geben – gibt es doch zahlreiche Beispiele für solche Games wie z.B. der 2003 von der Hisbollah publizierte Ego-Shooter »Special Force«, in dem gegen israelische Streitkräfte gekämpft wird. In weiteren Vorträgen spüren u. a. Prof. Dr. Rolf F. Nohr von der HBK Braunschweig und Tobias Miller von outermedia der politisch-ethischen Dimension von Games nach, während Dr. Thomas Hensel von der Universität Siegen religiöse Aspekte untersucht.

Wie lässt sich Medienkompetenz vermitteln und wie Kulturelle Bildung fördern?

Das ComputerProjekt Köln lädt zu Diskussionen und Vorträgen über digitale Bildungsangebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene ein und bietet Workshops zu kreativen Formen des Computerspielens. Hier ist insbesondere die eigene Kreativität gefordert, wenn es um die Erstellung von Machinima-Clips, Let’s Play-Videos oder ausgefallener Konstruktionen im populären Spiel »Minecraft« geht. Darüber hinaus sind Jugendliche aus NRW dazu eingeladen, sich im Rahmen von »Play & Slam – Poetry Slam meets Games« kreativ und kritisch mit dem Thema Videospiele auseinanderzusetzen. Anmeldungen hierfür sind separat möglich unter www.playandslam.spieleratgeber-nrw.de.

Wie sehen Games aus und wie klingen sie?

Eine Partnerschaft mit der zeitgleich stattfindenden SoundTrack_Cologne 9.0 vertieft die musikalischen Potenziale der Computerspiele. Am Donnerstag lädt der preisgekrönte Komponist und Musical Director Borislav Slavov zu einem Kompositionsworkshop ein. Am Freitag wird u. a. Richard Jacques über die Herausforderung berichten, Spielemusik für großes Orchester zu schreiben. Einblicke in ihre Werkstatt geben auch der dänische Komponist Jesper Kyd, der für die Kompositionen der »Assassin’s Creed«-Reihe verantwortlich zeichnet, und Austin Wintory, der die Musik zum unabhängigen Überraschungserfolg »Journey« komponiert hat. Mit Masashi Hamauzu (»Final Fantasy« X und XIII) findet außerdem einer der erfolgreichsten japanischen Spielekomponisten den Weg nach Köln. Darüber hinaus gibt es für Konferenzteilnehmer noch die Möglichkeit, im Rahmen des Konzertes »East meets West« im WDR Funkhaus bekannte Games Soundtracks – darunter »Final Fantasy«, »Journey«, »Unlimited SaGa« (Ruby’s Theme), »Xenogears«, »Lylat Wars« und »StarWing«, »The Legend of Zelda – Twilight Princess« sowie »Gothic 3« – live mit dem WDR Rundfunkorchester Köln und dem WDR Rundfunkchor Köln zu erleben.

Wie entwickelt man als Entwickler einen soliden Kostenplan und eine effiziente Kommunikationsstruktur?

In Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes geben spannende Case Studies von bekannten Indie-Developern Einblicke in die Entwicklung, Finanzierung und Vermarktung eines Computerspiels. Workshops zu finanziellen Fragen vermitteln praktische Tipps für die Umsetzung des eigenen Games-Projekts und informieren umfassend zu Themen wie Crowdfunding, Crowdinvesting und Crowdsourcing. Darüber hinaus bietet eine Matchmaking-Session die Gelegenheit, direkt mit Investoren zu sprechen.

Ausstellung im Kulturforum in Herz Jesu

Eine Ausstellung im Kulturforum in Herz Jesu präsentiert außergewöhnliche Kunstprojekte und Designobjekte. Kunsthochschulen wie das Cologne Game Lab der Fachhochschule Köln, die Zürcher Hochschule der Künste oder das GameLab der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe, aber u.a. auch die gerade in Köln prominent vertretene Demoscene zeigen hier ihre interaktiven und spielerischen Arbeiten, die sich in ihrer Gestaltung bewusst vom Mainstream des Medienmarktes abheben. Dokumentationen zu Games-Kultur beleuchten Aspekte der Games von pixeliger Retro-Ästhetik bis zu hochglänzenden AAA-Produkten.

Monsterjagd rund um den Neumarkt mit Invisible Playground

Bereits am Mittwochabend, 14. November 2012 startet die diesjährige Next Level Conference: Ab 20:00 Uhr findet rund um den Neumarkt eine große Spielaktion statt, inszeniert vom Kollektiv Invisible Playground. Das Ziel: gemeinsam die Stadt Köln vor der Monstrifizierung retten und rechtzeitig das richtige Antiserum finden. Die Jagd nach den Monstern wird gemeinsam mit dem Ringlokschuppen in Mülheim an der Ruhr produziert.

Veranstalter und Partner

Die Next Level Conference 2012 wird veranstaltet vom NRW KULTURsekretariat in Zusammenarbeit mit dem Jugendministerium NRW, der Stadt Köln, dem Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes, der SoundTrack_Cologne 9.0 und der Fachhochschule Köln. Veranstaltungspartner ist das ComputerProjekt Köln. Medienpartner sind das Videospiel-Kulturmagazin Retro, die Kölner StadtRevue und INTRO. Als Sponsorpartner unterstützen Früh Kölsch und fritz-kola.

Anmeldungen sind ab sofort online möglich über die Webseite www.nextlevel-conference.org, die auch über aktuelle Programmentwicklungen informiert.

(mit Material von Next Level/PM)

RETRO-Lounge [90]: Ein gelungener MIDI-Maze-Abend im Computerspielemuseum!

Das war definitiv eine runde Sache – und zwar nicht nur wegen der ringförmigen Vernetzung (haha), die Torsten Othmer mit seinen Ataris erstellt hat. Auch die Anwesenden haben mit viel Spaß am Gerät für einen lustigen Abend gesorgt, darunter auch Andreas Lange, Direktor des Museums. Vielen Dank dafür!

Atari-Sammlung

MIDI Maze (1)

MIDI Maze (1)

Computerspielemuseum Berlin: Videospieleautomat zu gewinnen!

Das Berliner Computerspielemuseum (CSM) hat wieder mal etwas Spannendes für alle Gamingfans vorbereitet: „Am 6.12.2012 kommt mit „Ralph reicht’s“ ein Film in die Kinos, dessen Story eng mit der Videospielgeschichte der letzten Jahrzehnte verbunden ist. Denn der Held Ralph lebt in dem Videospieleautomaten „Fix-It Felix Jr.“ und spielt dort die Rolle des Bösewichts. Doch nach 30 Jahren hat er keine Lust mehr darauf. Um zu beweisen, dass er auch der Gute sein kann, bricht er aus seinem Videospiel aus und entert die anderen Videospielautomaten in der Spielhalle. Auf seiner
abenteuerlichen Reise begegnet er vielen anderen klassischen Videospielefiguren wie Bowser, Q*bert, den Geistern aus Pac Man, Sonic, Zangief aus Street Fighter und vielen mehr. Sogar die beiden Balken aus Pong haben einen Gastauftritt.

Warum erzählen wir das hier? Weil es den fiktiven „Fix-It Felix Jr.“-Automaten aus dem Spiel tatsächlich gibt und wir seit heute dank einer Kooperation mit Disney diesen exklusiven Automaten bei uns bis zum 10.12.2012 spielbar präsentieren. Doch das Beste ist, dass er sogar gewonnen werden kann. Im Rahmen eines großen Gewinnspiels kann der- oder diejenige, der/ die am 25.11.2012 14:00 Uhr den Highscore hält den Automaten mit nach Hause nehmen.

Um die lustige Highscorejagd auch praktikabel zu gestalten, haben wirein Sonderticket aufgelegt aufgelegt, mit dem man für 15 Euro bis zum Stichtag 25.11.2012 wiederholt Zugang in unserer Ausstellung und damit zum „Fix-It Felix Jr.“-Automaten erhält.

Über die genauen Teilnahmebedingungen können Sie sich hier informieren.“

(Mit Material vom Berliner CSM)