Gamescom und Co.: Zur Identifikation von Werbung durch Werbung

Werbeaufsteller, Messewände und Outdoorsysteme sind für die Erkennung, Zuordnung, Identifikation und Präsentation von Messeständen auf öffentlichen Veranstaltungen nahezu unerlässlich geworden. Letztendlich geht es darum, dass der Andere weiß, was er wo finden kann. Natürlich kann man seinen Messestand auch hübsch gestalten, um u.U. zusätzliche Wirkungen beim potentiellen Kunden zu generieren, allerdings ist diese Frage zweitrangig.

In erster Linie geht es darum den Anderen dahingehend aufmerksam zu machen, dass er in etwa weiß womit er es zu tun hat. Es wird durch Kenntlichmachung des Namens der Organisation und ihren Produkten bzw. Zielen Unsicherheit absorbiert und dementsprechend Erwartungen erwartbar gemacht. Ohne diese Sichtbarmachung wird niemand von weitem wissen können, ob Sie ein Werbestand sind oder eine Privatperson. Es geht also um Auffälligkeit, die durch Werbestände generiert werden soll. Dazu können Sie online Werbeagentur finden.

Dies gilt auch auf Spielemessen, wie die Gamescom oder die Play Austria, auf der die Spieleentwickler und Publisher große Bühnen aufstellen, um für die kommenden Spiele zu werben. Hier kommen wir auch auf die Frage der Gestaltung zu sprechen. Denn wenn sich in Messehallen eine Vielzahl an Werber tummeln, die alle ihre Produkte an potentielle Kunden bewerben möchten, dann bedarf es der Möglichkeit zur Distinktion. Es reicht also nicht aus Werbung als Werbung darzustellen, sondern sie benötigt immer der zusätzlichen Information, um zusätzlich Unsicherheit zu absorbieren. Beide Punkte zusammengenommen kann man vereinfacht darstellen als zum Einen „Hier bin ich“ und zum Anderen „Der bin ich“.

Da ein Distinktionsmerkmal erforderlich ist, kann man die Frage nach der Gestaltung stellen. Thematische bzw. darstellerische Kohärenz zwischen Produkt und Organisation sind dazu erforderlich. Damit ist dem Werbeauftritt allerdings nur eine Rahmung zugewiesen. Zwischen diesen beiden Konzepten befindet sich der Gestaltungsspielraum des Messestandes. Zusätzliche Aufmerksamkeit kann über Audio- und Lichttechnik generiert werden. Große Aufsteller, Verzierungen, Statuen und Shows etc. können die Neugierde der Besucher wecken.

Die Logik die sich der Aufmerksamkeitserregung von Messeständen entfaltet läuft auf „größer, lauter, heller“ hinaus. Jeder Mitbewerber versucht sich selbst zu übertrumpfen und möglichst maximale Aufmerksamkeit zu generieren. Dabei befinden sich die Stände dicht aneinander gesiedelt und türmen sich zum Teil meterhoch, um auch von weitem erkennbar zu sein. Klar gibt es dort vom Veranstalter festgelegte Grenzen, die eingehalten werden müssen, sodass eine Steigerung nur bis zu einem gewissen Punkt möglich ist. Aus diesem Grund haben sich Organisationen gebildet, die andere Organisationen bei ihren Werbe- und Messeauftritten beratend beiseite stehen und sich mit den Marketingtechniken auskennen, um Sie kompetent zu beraten.

Dieser Gastbeitrag stammt von unserem Gastautor Alex. Wenn Sie auch einen Gastbeitrag einbringen möchten – als Einzelperson wie auch als Firma -, so wenden Sie sich bitte an mitmachen@retromagazine.eu.

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