Offline und Online: wo liegen die Unterschiede?

Ja, wo liegen sie denn? Die Unterschiede. Zwischen Offline und Online. Was ich meine: Casinos. Was sonst? Nach dem Urlaubsartikel nun mal etwas grundsätzlicher: was macht überhaupt den Unterschied aus in Hinblick auf Offline-Zocken und Online-Spielspaß?

Daß es auf dem Sofa bequemer ist als in einer versifften Automatenspielbude: klar. Daß man allein besser auf einen Gewinn abgehen kann als in Gesellschaft: nun ja … in einem Las-Vegas-Casino wild zu schreien, zu hüpfen, das ist schon geil. Also natürlich nur, wenn man gewonnen hat. Also so richtig gewonnen. Nicht nur 50 EUR. Zuhause darf man dafür aber bedingungslos eskalieren. Vor Frust ausrasten ist … nun … nicht so empfehlenswert. To say the least. Natürlich auch nicht zu Hause. Okay, für das Casino im Nichtdigitalen spricht: meist sind die Drinks in den Casinos besser. Ich selbst bin ein furchtbarer Bartender. Was ich mixe, will niemand trinken. Nein, nicht mal ansatzweise. Und nein, nicht einmal ich. Aber auch da kann man sich ja helfen lassen, beispielsweise durch Cocktail-Lieferservices.

Gut, es sieht also so aus, als ob es jede Menge Gründe fürs Zocken in den eigenen vier Wänden gäbe. Aber ich kenne da noch eine deutliche Steigerung: Das Zocken zu Hause in Gemeinschaft. Leute, ist das super! Alle spielen die besten Online Casino Spiele und jubeln gemeinsam und weinen gemeinsam. Habt ihr schon mal gegeneinander Roulette gespielt? Wer kann „besser“ setzen, hat das bessere Händchen, das bessere Gespür fürs Ergebnis? Was haben wir für legendäre Männerabende gehabt, in denen zu viert tausende Euros gewonnen, verloren, wieder gewonnen und dann wieder verloren wurden. Ein gigantischer Spaß. Okay, wie immer der Hinweis: spielt vernünftig, im Rahmen eurer Möglichkeiten, und ohne auf das Geld angewiesen zu sein, welches ihr einsetzt. Dann sollte euch nichts passieren.

Wenn ich mich recht erinnere, war es an einem trüben Herbstabend, also genau so, wie es jetzt desöfteren der Fall ist. Martin, ein Kumpel von mir aus Jugedtagen, setzte als erstes einen kleinen Betrag. Rot oder Schwarz, das ist sein Spiel. Ein anderer Freund, Jens, zog mit denselben Beträgen immer nach, nur eben auf die andere Farbe. Ihr hättet die beiden erleben sollen: des einen Leid war des anderen Freud. Das allein zu beobachten war schon göttlich! Und dann erst die Online-Pokerrunden. Wenn während des Spiels aus Freunden echte Gegner werden und dann nach den jeweiligen Partien, einigen Gläsern Whiskey und etwas Gesang doch alle wieder in den Armen liegen und weinselig miteiander singen und lachen. Das geht in einem „echten“ Casino nur sehr begrenzt.

Wenn die Jungs übrigens mal keine Kohle für echtes Zocken haben, krame ich den C64 raus und wir zocken dort. Das eskaliert ohnehin meist bis zu Call of Duty, so daß die ganze Bandbreite – von Retro-Casinos bis Hardcore-Gegenwarts-Games – geboten wird. Ich muß wohl nicht erwähnen, daß unsere Zockerrunden meist bis in den frühen Mittag (!) dauern und danach alle – wir sind ja nun schon die etwas älteren Semester – erstmal einen Tag Erholung brauchen. Die einen eben manchmal etwas pleite schlicht zu Hause in ihrem Bett, die anderen gern auch mal dank der Casinogewinne in einem Fünf-Sterne-Wellness-Hotel.

Dieter

Über Dieter

Dieter mag das Online-Zocken, mit und ohne Geld, und schreibt sporadisch darüber ;-) Er mag auch andere Themen, die sich rund um das Retrogaming drehen und ist deshalb neuer Autor in der Rubrik Specials.