Back to the 80s: Spielhöllen on- und offline

Könnten die Menschen und vor allem die Spieler aus den Achtziger Jahren uns heute beobachten, ja, sie wären unter Garantie und ohne jeden Zweifel neidisch. Denn wer damals ein Videospiel hatte, der war fast schon der König im eigenen Freundeskreis. Personal Computer und Laptops waren für die meisten nicht mehr als eine exotische (weil vor allem teure, aber auch sehr komplexe) Idee. Wer erinnert sich nicht an Preise im mittleren vierstelligen Bereich – und dazu nahezu lächerliche Hardwareausstattung? (Gemessen an heutigen Standards.) War man ein echter Spielefan ohne Konsole, konnte man von Glück reden, wenn man in einer Großstadt lebte (wie zum Beispiel in meinem Falle in West-Berlin ;-).

Denn auf dem Land ging die Wahrscheinlichkeit eine gute Spielhalle in der Nähe zu haben praktisch gegen Null. Doch die Zeiten haben sich natürlich grundlegend geändert. Deshalb seid ihr ja auch alle hier: das, was mal hip war, ist inzwischen retro. Schon ein gewöhnliches Smartphone für unter 100 Euro kann eine – einstmals supergeile, aber heute eher unverdächtige – Spielesammlung mit mehreren Hundert Spielen speichern und ausführen. Ein Traum aus der Sicht eines Spielers aus vergangenen Zeiten, zumindest eben zur damaligen Zeit. Okay, natürlich fehlt das Flair, das Haptische, das Drumherum, aber auch der zeitliche Kontext, das Pioniergefühl, die Technikbegeisterung aus den Anfängen. Aber wer zocken will, kann es nun tun. Und zwar überall. Und immer. Strom vorausgesetzt ;-)

https://de.wikipedia.org/wiki/Spielhalle#/media/File:Arcade_gamer.jpg

Games finden, die auch zu Hause begeistern

Für ein gutes Game muss man allerdings nicht selten ein wenig Geld auf den (virtuellen) Tisch legen. Einen Ausweg bieten da Spieleplattformen, die sich anderweitig finanzieren. (Wir hatten dieses Thema bereits.) Bei Testseiten im Internet finden interessierte Spieler so beispielsweise eine ganze Menge kostenloser Casinos. Die Anmeldung und das Spiel sind üblicherweise kostenlos und auch die Spiele können unbegrenzt und gratis im Internet gespielt werden. Meistens ist dafür nicht einmal der Download einer Software nötig. (Einigermaßen moderne Rechner sollten das problemlos hinbekommen.) Die besten Spiele für zu Hause sind auch meistens diejenigen, die man ohne lange Einarbeitungszeit spielen kann: Intuition ist Trumpf! Außerdem dürfen sie natürlich nicht zu schnell langweilig werden: das Gameplay entscheidet hier. Das Gute an Online-Casinos ist dabei, dass man meistens unzählig viele Spiele zur Verfügung hat und wenn ein Spiel langweilig wird, wandert man einfach zum nächsten Game und versucht dort sein Glück. Der Nachteil: es sind halt Onlinecasinos. Die mag nicht jeder. Nun gut, das ist aber letztlich nicht mehr als eine reine Geschmacksfrage.

Single- oder Multiplayer-Spiele?

Für Freunde, Familien, Geschwister, Partner oder ähnliche Konstellationen sind Spiele mit einem Mehrspielermodus naturgemäß eine tolle Sache. Doch auch wer gerade nicht in Gesellschaft ist, kann im Internet einen Partner zum Spielen finden. Oder sogar viele Partner gleichzeitig. Das Internet macht damit möglich, was in den 80ern auch allerhöchstens eine Art feuchter Techniktraum war: In vielen Online-Gaming-Räumen können sich nahezu beliebig viele Spieler aus aller Welt ungezwungen über das Spiel austauschen und Tipps von erfahrenen Spielern erhalten. Auch sonst bieten Multiplayer-Games manche Vorteile: so verfügen zum Beispiel viele dieser Spiele auch über einen progressiven Jackpot, was sicherlich für den einen oder anderen Zocker ein ganz besonderer Reiz sein dürfte. Dabei zahlt man mit vielen Spielern gleichzeitig in einen gemeinsamen Jackpot ein und die Gewinne steigen ins schier Unermessliche. Naja, also prinzipiell natürlich. Diese Funktion gab es in einer alten, schäbigen Spielhalle an der Ecke jedenfalls noch nicht, auch wenn die Automaten vielleicht ein wenig mehr Atmosphäre erzeugt haben, aber in der Spielhölle der 80er konnte man außer Ruhm und Ehre gar nix gewinnen. Dafür war die wiederum schicker. Also meistens zumindest. (Okay, das Ding am Bahnhof Zoo war nicht so schick. Wie auch? Der ganze Bahnhof war eine unschöne Ecke. Aber nun ja … tempi passati ;)

Das echte Casino-Feeling? Darauf ein klares „Jein“

Onlinezocken hat klare Vorteile: es ist bequem, günstig und man spart sich den Weg in das nächste Casino. Die Vorteile beispielsweise einer meiner Lieblingswebsites im Besonderen, die Spiele im Casumo bietet, aber auch von Online-Games für zu Hause im Allgemeinen liegen klar auf der Hand, jedoch gibt es auch einen Nachteil: Das totale Casino-Feeling ist ohne echte Kartentische, große Kronleuchter und Croupiers nur schwer nachzuahmen – und retro ist das Ganze auch nur sehr, sehr bedingt … und, wie gesagt, nicht jeder mag es. Ja, es gab und gibt Retrocasinogames, selbst auf dem C64. Aber was ist hier wirklich interessant: das Retrofeeling an sich oder die Tatsache, ein „Casino“ zu erleben (also das inhaltliche Casinospiel)? Das ist sicherlich schwer zu beantworten und mindestens ein hochgradig subjektiver Eindruck. Mindestens.

So oder so: ein Spieler mit auch nur ein klein wenig Anspruch sollte daher immer darauf achten, ein hochklassiges Casino zu besuchen. Wer am falschen Ende spart und sich auf eine miese Website begibt, betrügt sich beim Spielspaß selbst – denn mit ein wenig Recherche findet man exzellente Casinos im Internet, von denen ich euch ja auch immer wieder einige empfehle, in denen ich besonders viel Spaß hatte oder habe. Mit einer steigenden Qualität der Spiele steigt automatisch der Anreiz und das Spiel wird quasi greifbar, also zumindest im Rahmen dessen, was die Virtualität so möglich macht. Das macht aber schon mal Spaß auf mehr und selbst wenn man einmal nicht gewinnt, geht man trotzdem mit einem besseren Gefühl nach Hause. Das passiert früher oder später, da könnt ihr sicher sein.

Wobei: nach Hause muß man heutzutage – wenn wir korrekt sein wollen – ja gar nicht mehr gehen. Will man tatsächlich gehen, dann geht man – genau andersherum – ins Casino. Also: in das echte Casino: mit Croupier, Kronleuchter und Kartentisch. Nicht in die versiffte Spielhalle von umme Ecke, wo die verlorenen Gestalten rumlungern, die schon lange kein Leben mehr haben. Nur die echte Casinos (in Berlin bspw. am Potsdamer Platz, in Wien im 1. Bezirk oder in Dortmund in Hohensyburg – übrigens ein besonders umsatzstarkes Casino, bis zur Einführung des jetzigen Platzhirschs Spielbank Duisburg auch die Nummer 1 in Deutschland) bieten das Empfinden, welches die Technik dann doch (noch?) nicht liefern kann. Vielleicht sehen wir uns dort mal. Dann schwelgen wir gemeinsam in alten Retro-Erinnerungen. 80er und so, West-Berlin und die Spielhölle. Ick würd mir freuen ;)

Dieter

Über Dieter

Dieter mag das Online-Zocken, mit und ohne Geld, und schreibt sporadisch darüber ;-) Er mag auch andere Themen, die sich rund um das Retrogaming drehen und ist deshalb neuer Autor in der Rubrik Specials.

Ein Gedanke zu „Back to the 80s: Spielhöllen on- und offline

Kommentare sind geschlossen.