Wo lernt man das Zocken?

Damals … damals kaufte man sich einen Brotkasten, also einen C64 oder ein anderes Gerät und legte los: Rechner plus Datasette und/oder Diskettenlaufwerk plus Joystick. Der Rest war Learning by Doing. Sicher, bei den meisten Menschen dürfte das auch heute noch so funktionieren. Aber: inzwischen gibt es – kein Witz! – Zockerschulen. Da lernt ihr das Zocken!

Okay, nicht ganz. Natürlich muß an dieser Stelle klar und deutlich gesagt werden: Computerspielen muß man nicht in klassischen Schulen lernen. Das funktioniert weiterhin intuitiv und auch über die beim Spielen gewonnene Erfahrung, ist also weiterhin klassisches Learning by Doing. Aber nichtsdestotrotz ist die Computerspiele-, ja generell die Zockerwelt sehr viel professioneller geworden. Da braucht der eine oder andere etwas Orientierung, Hilfestellung oder auch weiterreichenden Support. Und das ist keineswegs schlecht.

So gibt es beispielsweise die Computerspielschule Potsdam, ein Projekt, das offenbar in 2018 Lust auf Spiele machte. Man kann sogar seine eigene Computerspielschule gründen, anhand wissenschaftlicher Unterlagen aus einem Forschungsprojekt. Gut, das sind so Projekte, die sicher ihren Sinn haben, aber natürlich an meinem Hobby, dem Casinozocken, doch etwas sehr weit vorbeigehen. Also müssen wir die Frage an dieser Stelle etwas umbauen und alle pädagogisch wertvollen Projekte mal beiseite lassen: kann man echtes Zocken lernen?

Natürlich. Auf der einen Seite des Tisches zumindest auf jeden Fall: Jeder Zocker denkt sicherlich früher oder später mal über einen Seitenwechsel nach. Wie wäre es jetzt, im Moment der größten Spannung, wenn es um richtig viel Kohle geht, wie wäre es jetzt, das Haus zu sein? Okay, wie wäre es, zumindest das Haus zu vertreten. Ein Casino wird man sich ja nicht ohne Weiteres leisten können, aber einen Job dort, den könnte man doch annehmen, oder? Welchen Job ich meine? Na, Croupier natürlich! Der Weg dorthin ist gar nicht so schwer, aber die Bezahlung ist, sagen wir mal: variabel. Klar, in den großen, tollen, markanten Häusern ist viel Kohle drin, die Troncs sind üppig. Aber welche Häuser sind das in Deutschland? Richtig: Duisburg, Dortmund, Wiesbaden … da geht was. Aber da wird man auch nicht so einfach erfolgreicher Croupier. Also: so schnell geht das mit dem Seitenwechsel dann auch nicht.

Ist aber irgendwie auch nicht überraschend. Aber letztlich auch völlig egal. Denn so oder so bleibt uns das Spiel. Und auch da kann man professionell dazulernen, zum Beispiel mithilfe des Drückglück Bonuscode. Das ist hilfreich, aber eine Nummer kleiner als gleich sein ganzes Leben über den Haufen zu werfen und Croupier zu werden. Es hat trotzdem etwas mit einem sinnvollen Lerneffekt zu tun. Denn Onlinespiele sind inzwischen die willkommene Alternative zu klassischen Häusern – und auch hier kann und sollte man stets sein Wissen ausbauen. Zocken will gelernt sein, das ist nun mal so. Jeder, der sich also weiterentwickeln möchte, sollte sich solcherlei Angebote mal anschauen. Das Internet bietet hier viele Schulungsmöglichkeiten.

Doch manchmal ist selbst dieser Einstieg etwas zu gewagt? Kein Problem. Wenn es noch eine Spur kleiner ausfallen soll, empfehle ich vor allem den Millennials unter unseren Leserinnen und Lesern einen Ausflug in die gute alte Zeit des Brotkastens. Das geht über Emulatoren gratis und ist auf jeden Fall ein enormer Lerneffekt in Sachen Frühzeit des Computings.

Ja, und wer es nun noch einfacher braucht, der kann ja einfach dem C64 beim Zocken zuschauen und sich so entsprechend berieseln lassen, ganz ohne eigene Interaktion. Lernen, das gebe ich zu, kann man da zwar nur vergleichsweise wenig, aber dafür ist es nett anzusehen, macht auch durchaus etwas Spaß und kostet gar nichts – nur einen Mausklick auf Play:

Dieter

Über Dieter

Dieter mag das Online-Zocken, mit und ohne Geld, und schreibt sporadisch darüber ;-) Er mag auch andere Themen, die sich rund um das Retrogaming drehen und ist deshalb neuer Autor in der Rubrik Specials.