Die Geschichte des Druckens im Überblick

Während Drucken früher noch sehr kompliziert und vor allem teuer war, ist es heute eine Selbstverständlichkeit. Nahezu jeder Privathaushalt hat einen Drucker, mit dem sich mit nur einem Knopfdruck Dokumente wie Texte und Tabellen, aber auch Bilder und Fotos ausdrucken lassen. Doch wie sah es eigentlich früher aus? Ein Blick in die Vergangenheit…

Tagtäglich wird überall gedruckt. Sei der der Kassenbon im Supermarkt, das Drucken von einem Magazin oder das Bedrucken von einem T-Shirt. Heute ist die Drucktechnologie sehr ausgereift und hoch modern. Damals als alles in der Antike begann, sah die Welt aber noch ganz anders aus.

Es begann mit dem Stempel- und Siegeldruck

Die Ägypter entwickelten etwa 1300 v. Chr. den Stempel- und Siegeldruck. Im späteren Verlauf haben die Römer dann diese Technik weiterentwickelt. Hier dienten Steine oder Ton als Stempel, mit denen verschiedene Zeichen auf Papier gebracht wurden.

Noch viel früher, nämlich im 7. Jahrhundert, wurde bereits in Ostasien der Holzdruck angewendet. Hierbei wurden einzelne Buchstaben und Wörter in einen Holzblock geritzt, welcher zum Drucken genutzt wurde. Die Europäer hingegen starteten erst im 14. Jahrhundert mit dem Blockdruck.

Druck-Revolution dank Johannes Gutenberg

Die damalige Drucktechnik mittels Holzdruck wurde kaum weiterentwickelt. Bis im 15. Jahrhundert Johannes Gutenberg eine Idee hatte. Der Mainzer veränderte die Holzpresse grundlegend, sodass diese um einiges effektiver war. Die Revolution war perfekt!

Von nun an waren die Europäer dank Gutenberg in der Lage, mit seinen Druckmaschinen in kürzester Zeit ganze Druckserien für beispielsweise ein Buch zu starten. Einzelne Druckelemente, also die Buchstaben, konnten schneller und feiner gegossen werden. Zudem wurde die Farbe weiterentwickelt und hatte somit eine bessere Qualität. Das Lesen von Büchern wurde erschwinglicher, da durch die Gutenberg-Revolution auch die Druckkosten gesenkt wurden.

Aus Analog wurde Digital

Ein regelrechter Quantensprung wurde erreicht, als die Industrie den digitalen Druck entwickelte. Mit ihm war es möglich, weitaus mehr Exemplare in noch kürzester Zeit zu drucken. Der Grundstein für den Tintenstrahldrucker, den heutzutage jeder Haushalt besitzt, war gelegt.

Private Kunden hatten erstmals in den 80er Jahren die Möglichkeit, sich einen Tintenstrahldrucker für schlappe 9.000 D-Mark zu kaufen. Heutzutage müssen hierfür noch nicht einmal 100 Euro investiert werden. Unter anderem war der HP ThinkJet einer der ersten Drucker auf dem Endkundenmarkt. 4 Jahre später kam auch schon der erste HP DeskJet hinzu. Er druckte 2 Seiten pro Minute und hatte eine Auflösung von 300 Punkten/Zoll.

Der aktuelle Stand der Drucker-Technik

In der heutigen Zeit gibt es nahezu keine Grenzen. Tintenstrahl- und Laserdrucker sind in der Lage, hochauflösende Dokumente und Fotos in Sekundenschnelle auszudrucken. Auch der 3D-Druck ist längst kein Fremdwort mehr, mittlerweile ist sogar schon vom 4D-Druck die Rede.

Drucker sind längst in der Lage, nicht nur normale Motive auf Papier zu bringen. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, spezielle Prägungen und hochprofessionelle Lackierungen auszudrucken. Bei der Umsetzung von Gestaltungen sind nahezu keine Grenzen gesetzt.

Auch für den Endverbraucher hat sich einiges getan

Wer einer der ersten Besitzer eines Tintenstrahldruckers war weiß, wie kompliziert die Geräte damals sein konnten. Von den Kosten ganz zu schweigen. Früher waren die Betriebskosten von einem Drucker nichts für Ottonormalverbraucher. Mit der Zeit wurden die Geräte und Druckerpatronen aber immer erschwinglicher. Neben den originalen Druckerpatronen bestand zudem die Möglichkeit, Alternativ-Patronen zu kaufen oder die Tinte mit Spritze und Nadel selbst nachzufüllen. Teilweise ein abenteuerliches Erlebnis.

So langsam geht der Trend in Richtung Abo-Modell. Während nach wie vor noch normale Druckerpatronen erhältlich sind, schicken Hersteller auf Wunsch in regelmäßigen Abständen bei Bedarf neue Tinte direkt nach Hause. Ein bekanntes Modell ist hier HP Instant Ink. Hierbei ist der Drucker über WLAN mit dem Internet verbunden und informiert den Hersteller ständig über den aktuellen Füllstand der Tintenpatronen. Neigt sich der Tintenfüllstand dem Ende zu, erhält der Endkunde rechtzeitig ein Päckchen nach Hause, in dem volle Patronen enthalten sind.

Die Druck-Tarife reichen vom gelegentlichen, über mäßiges, bis hin zu häufigem Drucken. Wer beispielsweise bis zu 50 Seiten im Monat druckt, zahlt hierfür 2,99 €. Ein attraktives Angebot, was im Vergleich zum normalen Kauf von Druckerpatronen günstiger sein kann. Die Patrone enthält eine größere Menge Tinte als herkömmlich, sodass diese über mehrere Monate lang hält.

Interessant wäre zu wissen, wie sich die Druckertechnologie in Zukunft entwickeln wird. Ob vielleicht in 20 Jahren jeder Privathaushalt einen 3D-Drucker hat?