Slow Gaming: Altersadäquates Retro-Zocken hat einen Namen

Man wird nicht jünger. Und da ich letztens so sehr über Bergfest, C64 und alte Spiele gejubelt habe, möchte ich die Jubelarie heute fortsetzen und mein Loblied auf Slow Gaming fortsetzen. Denn Slow Gaming paßt wunderbar zu mir, meinem Alter, meinem Leben – und ist damit die logische Konsequenz meiner mentalen Einstellung gegenüber Computerspielen.

Ja, manchmal will ich Turrican 2 spielen. Aber nicht immer. Dann heißt es: Slow Gaming ist angesagt. Ein wunderbarer Slow-Gaming-Bereich ist für mich das Casinospiel. Ja, darin steckt kein Widerspruch, denn es gibt bekanntlich drei Möglichkeiten des Casinospiels: ohne Geld, mit wenig Geld, mit viel Geld. So kann ich entsprechend dosieren, wieviel Action ich möchte: keine, wenig, viel. Aber, ganz ehrlich, es wird bei mir doch immer überschaubarer, was die Action angeht. Wenn ich dann tatsächlich mal Bock habe, um Geld zu spielen, dann freue ich mich natürlich über Einladungen oder Ermäßigungen wie den Netbet Bonus Code, um noch entspannter in mein präferiertes Casinospiel zu starten. Auch eine Übersicht über aktuelle Rabatte, gute Spiele oder neue Informationen wie bei Chip.de zum Thema ist da immer gern gesehen. Aber so oder so erkundige ich mich vorher immer, um auf dem Laufenden zu sein.

Tolles Slow Gaming bietet aber natürlich auch der C64 im Original. Klar, mit Casinogames, aber nicht nur. Der Vorteil unseres Brotkastens: Grafik, Sound und gesamtes Erscheinungsbild kommen einfach unfassbar old school rüber. Und das beruhigt mich. Ein Flashback in gute, alte Zeiten ist da garantiert. Meine Güte, was haben wir damals beispielsweise „Indoor Sports“ gezockt. Wahrscheinlich ein prototypisches Slow Game: Darts, gespielt wie die Irren, ohne Pause, tiefenentspannt und doch ambitioniert – und: schon damals, als junge Banker, natürlich gegen Kohle. Ab und zu überkam es uns im Freundeskreis und wir legten los: wer gewinnt, erhält den Pott. 50 Mark hier, 100 Mark da … Mensch, das ist jetzt 32 Jahre her. Aber es war eine geile Zeit! Brotkastenfans werden wissen, was ich meine. Schaut euch nur einmal das Indoor-Sports-Video dazu an:

Last, but not least – denn ich bin kein Emulatorengegner – bleibt natürlich der C64 im neuen Gewand, sprich: mithilfe eines Emulators. Ich würde sogar sagen, daß die meisten Gelegenheitszocker mit einem Emulatur unterwegs sind, denn so schön der Brotkasten auch ist: er kann nicht immer so einfach am Arbeitsplatz oder zu Hause aufgebaut werden. Klar ist das Original immer irgendwie besser, schöner, authentischer – aber ich vermisse nur wenig, wenn mich das Spiel interessiert und nicht so sehr die Maschine. Und das ist meistens der Fall. Allein der Gedanke, Indoor Sports nochmal spielen zu können, ganz unabhängig vom Gerät, macht mir große Freude. Ergo: Slow Games gehen auch emuliert sehr gut, gar keine Frage.

Die Hauptsache ist nun einmal: das Spiel ist slow. Wirklich slow. Darts, Roulette, Poker … keine hastigen Bewegungen, lieber mentale Anspannung, etwas Konzentration. Probiert es aus. Je älter ihr werdet, desto mehr werdet ihr es schätzen. Slow werden wir alle also sowieso.

Dieter

Über Dieter

Dieter ist Zocker alter und Gambler ganz alter Schule. Er treibt sich gleichermaßen auf Retropartys und in den Casinos dieser Welt rum. Inzwischen nur noch wenige Jahre von der Rente entfernt, widmet der Finanzberater seine Freizeit vorrangig dem C64, aber auch Maschinen von Atari. Wenn Dieter zockt, dann sowohl mit als auch ohne Geld.