Wie spielt man eigentlich richtig?

Gibt es so etwas wie „falsch spielen“? Also nicht „Falschspielen“, d.h. betrügen oder cheaten. Wie spielt man eigentlich richtig?

Die Frage stelle ich mir schon lange: wie spielt man eigentlich „richtig“? Was gehört zu einem „richtigen“ Spiel?

Die Regeln

Sicher, als erstes muß man die Regeln kennen. Alle Mitspielenden müssen sich hinsichtlich der Regeln final geeinigt haben. Natürlich klappt das nicht immer. Manchmal muß man Spielregeln auffrischen oder nachschlagen. Ich folge dabei dem Rat meiner Freunde – und wenn die mal nicht weiter wissen, gibt es immer noch Websiten wie Spielregeln24.de. Da finde ich sehr viel Support in Sachen „How to“.

Die Tradition

Manche Spiele haben trotz aller festgelegten Regeln meist noch „Sonderregeln“, die nicht in Anleitungen stehen. Das Verhalten beim Poker gehört dazu – nicht umsonst gibt es den Begriff „Pokerface“, der sicherlich nicht in einer offiziellen Spielanleitung zu finden ist. (Zumindest hat er da nichts zu suchen.) Wenn ich beim Gambling, meinem Hobby, einmal Rat brauche, schaue ich beispielsweise bei Roulettegeeks vorbei. Da gibt es mehr Infos als in der normalen Anleitung. Das ist wertvolles Hintergrundwissen, welches man sonst nur durch intensives Zocken erhalten würde. So, über eine solche Website, geht es dann doch etwas einfacher.

Die Tagesform

Eigentlich entscheidet sich „richtiges“ Spiel auch aufgrund der Tagesform. Ich kenne das von Freunden aus dem Schützenverein. An manchen Tagen treffen sie einfach schlecht. Und auch beim Gambling hat man mal einen schlechten Tag. Am C64 sowieso: wenn erst die 1541-II streikt und dann dank des SD-Card-„Notfallplans“ keine gute Laune aufkommt, dann ist das Game kaum mehr zu gewinnen. Ja, dann hat man Pech. Drei IQ-Punkte können da den Unterschied machen.

Das Umfeld

Klar: wird man abgelenkt, dann wird jedes Spiel anstrengender. Ich hasse es beispielsweise sehr, in Gemeinschaft zu zocken, wenn ich nicht nur Entertainment, sondern Erfolge will. Das Casino ist da die Ausnahme – wobei ich mich auch am meisten von den klassischen Spielen wie Poker oder Blackjack begeistern lasse und nicht so wahnsinnig oft am Einarmigen Banditen klemme. Da ist immer nur Trubel. Okay, konzentrieren muß man sich da ja auch nicht, aber trotzdem ist mir das schnell zuviel. Ich suche mir dann entweder eine ruhigere Ecke oder einfach ein anderes Spiel. Lärm, nervige Menschen, zu viele Sinneseindrücke … das ist alles nichts für ein gutes Spiel, das mehr als nur ein schneller Zeitvertreib sein soll. Bei den Games mit meinen Kumpels nehme ich das in Kauf. Aber da schiele ich auch erst gar nicht in Richtung Highscore. Da geht es um anderes. Doch auch das hat eben Grenzen. Jeden Abend könnte ich nicht oberflächlich zocken.

Ein Spiel – viele Aspekte

Wie spielt man nun „richtig“? Ich denke, diese Frage ist kaum jemals endgültig zu beantworten. Für mich ist die Grenze wahrscheinlich beim Entertainment: wenn es nur um den reinen Spielspaß, beispielsweise mit meinen Kumpels oder am Einarmigen Banditen geht, ist mir der Rahmen meiner Spielerei eigentlich wurscht. Wenn es jedoch ein ernsthaftes Spiel – Poker im Casino, Highscore-Jagd am Brotkasten, etc. – ist, dann beachte ich nicht nur die Spielregeln, sondern schaue darüber hinaus, was wichtig sein könnte. Somit enden meine heutigen Gedanken leider im Bereich des Individuellen. Es bleibt euch überlassen, ob euch ein „richtiges“ Spiel etwas wert ist oder nicht. Darauf dürfte es in den meisten Fällen am meisten ankommen.

Dieter

Über Dieter

Dieter ist Zocker alter und Gambler ganz alter Schule. Er treibt sich gleichermaßen auf Retropartys und in den Casinos dieser Welt rum. Inzwischen nur noch wenige Jahre von der Rente entfernt, widmet der Finanzberater seine Freizeit vorrangig dem C64, aber auch Maschinen von Atari. Wenn Dieter zockt, dann sowohl mit als auch ohne Geld.