Internet und Smartphones im Wandel der Zeit

Die jüngere Generation unter den Lesern und Leserinnen wird vermutlich mit dem Begriff eines „WAP-fähigen“ Telefons kaum etwas anzufangen wissen. Es waren die ersten internet-fähigen Telefone, die vor etwa 20 Jahren mit einem großem Blasen von gigantischen Trompeten – sprich: mit Riesen-Tamtam – auf den Märkten ankamen. Grundsätzlich war es die erste Generation von Mobiltelefonen, auf denen es möglich war, das Internet zu nutzen. Der Erfolg konnte allerdings nicht lange gewahrt bleiben, denn im Prinzip war die Basis des Erfolges nur die Internetanbindung und -darstellung – und die war schwach. Insbesondere die Nutzerfreundlichkeit hat sehr stark gelitten und man kann es daher auch mit den heute gängigen Smartphones nicht vergleichen. Die Schirmgröße war in etwas vergleichbar mit den späteren Modellen von Nokia-Telefonen, wobei auch diese Generation mit einer klassischen Tastatur ausgestattet war. Zwar unternahm man schon damals den Versuch, die Tastatur im Telefon zu verstecken, um die Nutzerfreundlichkeit zu erhöhen, der Erfolg blieb aber bescheiden. WAP war technisch gesehen eine Totgeburt.

Vodafone als Vorreiter einer ganzen Generation

Noch dazu gab es auch keine vergleichbaren Handy-Tarife, die eine Mehrfachnutzung des Telefons mit Telefon und Internet ermöglichten. Die ersten Vodafone Tarife galten zwar als sehr fortschrittlich und konnten einen ersten Erfolgslauf garantieren, es half aber angesichts der beschränkten Nutzerfreundlichkeit der Geräte nicht sehr viel. Dennoch muss man auch den Tarif an sich vergleichen, denn es wurden vor allem Datenmengen verrechnet bzw. diesen in Form eines Tarifes zu einem Festpreis angeboten. Womit man aber bei Vodafone schon sehr früh begonnen hatte, schien sich in Zukunft auch fortzusetzen. Es verwundert daher auch nicht, dass nach meinem Eindruck das englische Unternehmen auch heute führend bei der Tarifwahl ist und seinen Kunden ein sehr umfangreiches Paket anbieten kann. Aber hier bin ich sowieso biased, als alter Fan und Kunde der ersten Stunde von D2 Mannesmann!

Für jeden Kunden das richtige Datenpaket

Für jede Tarifklasse gibt es unterschiedliche Euro-Beträge und es ist praktisch für jeden Kunden ein passendes Tarifpaket inkludiert. Wenn Kunden mit dem Smartphone mehr Datenvolumen benötigen, ist dies auch kein großes Problem. In vielerlei Hinsicht unterscheiden sich die einzelnen Tarife heute auch aufgrund der angebotenen Datenvolumina. So zum Beispiel braucht nicht jeder Kunde ein umfangreiches Datenpaket. Hier wäre es nicht unbedingt von Vorteil, wenn man ein überteuertes Datenvolumen einkauft, wenn man die Datenmenge gar nicht braucht und sie jeden Monat an den Anbieter retourniert. Man muss also selbst seine eigenen Bedürfnisse analysieren und kann erst dann beurteilen, welches Angebot für einen am besten geeignet ist.

Heute ist das alles Standard, aber damals …

Tja, damals, 1992, zum Start von D2 Mannesmann und in den ersten Jahren danach, da hätte ich mir so ein Leistungsspektrum dringend gewünscht. Gab es aber nicht. Nun gut, heute haben wir ja all diese Möglichkeiten – sicherlich auch dank Vodafone und der teuren, aber inhaltlich wie strukturell sinnvollen Übernahme des deutschen Providers. Aber selbst diese Übernahme von D2 Mannesmann ist ja nun auch schon 20 Jahre her … das bedeutet: viel hat sich getan, und es wurde immer nur besser, ohne Ausnahme! So oder so: die Zeit vergeht, liebe Freundinnen und Freunde. Freut euch auf die Zukunft! Fröhliche Weihnachten!

Dieter

Über Dieter

Dieter ist Zocker alter und Gambler ganz alter Schule. Er treibt sich gleichermaßen auf Retropartys und in den Casinos dieser Welt rum. Inzwischen nur noch wenige Jahre von der Rente entfernt, widmet der Finanzberater seine Freizeit vorrangig dem C64, aber auch Maschinen von Atari. Wenn Dieter zockt, dann sowohl mit als auch ohne Geld.