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Es begann 1981 mit einem Sinclair ZX81. Über den ZX Spectrum, Schneider Computer und PC endete es beim iMac. In den 90er Jahren Artikelschreiber für Magazine, die es heute (leider) nicht mehr gibt.

Das Penna Keyboard macht aus dem Tablet eine Reiseschreibmaschine

Penna Keyboard

Es begann mit einem Kickstarter Projekt. Die Firma Elretron nahm sich vor, die gute alte Reiseschreibmaschine wiederzubeleben – zumindest vom Design her. Bewährte Formen aus dem letzten Jahrhundert können nicht so verkehrt sein. Heraus kam das Penna Keyboard

Die Tastatur ist in diversen Ausführungen verfügbar. Dies beginnt beim Gehäuse, welches in  verschiedenen Farben oder auch Holzdesign erhältlich ist. Mit der Auswahl der Tastenform  und des Anschlages macht Elretron das Tippen zu einem individuellen Erlebnis – deutsche Tastenbelegung inklusive. Bei den Tastenformen stehen zwei Arten zur Verfügung. Diamond Shape oder Retro Chrome. Während erstere an Tastaturen der 80er Jahre erinnert, geht Retro Chrome auf die Schreibmaschine zu Anfang des 20. Jahrhunderts zurück.Die Tastatur beherbergt dabei hochwertige Technik wie Cherry Schalter und Bluetooth 4.2 mit Multi Pairing. Auf Wunsch gibt es eine Kunstledertasche in edlem Design dazu. Jetzt fehlt nur noch ein Tablet und die moderne Reiseschreibmaschine ist komplett. Das Penna Keyboard verfügt über einen Schacht, in den man das Tablet im Hoch- oder Querformat hineinstellen kann.

Penna Keyboard in Olive Green mit iPad

Mit 99 Dollar ist die Tastatur kein Schnäppchen. Die Tasche kostet zusätzlich 40 Dollar und der Versand aus Korea mit DHL kostet noch einmal 39 Dollar zuzüglich deutsche Mehrwertsteuer bei Empfang. Es ist also kein billiges Vergnügen, aus seinem Tablet eine Reiseschreibmaschine zu machen. In der zweiten Auflage wird das Keyboard über ein Indiegogo Projekt finanziert und kostet ab 139 Dollar inklusive Versand. Aus produktionstechnischen Gründen gibt es die Tastatur leider nur noch mit US Layout und die Art der Schalter für den Anschlag ist nicht mehr wählbar. Das waren wohl zu viele Variationen in der ersten Auflage.

Das Penna Keyboard vereint Design und Funktionalität und daraus ergibt sich der Spaß an diesem Produkt. Es fühlt sich gut an, was den hochwertigen Komponenten geschuldet ist. Das Schreibgefühl ist perfekt. Als Besonderheit hat man aus dem Bügel, der bei der mechanischen Schreibmaschine für den Wagenrücklauf sorgte, zu einer Makrosteuerung gemacht. Bügel hoch zeichnet auf, Bügel runter spielt ab. Das erinnert an die ersten elektronischen Schreibmaschinen mit Zwischenspeicher.

Elretron spricht mit dem Penna Keyboard den Retro-Liebhaber an, der das Besondere sucht und auch bereit ist, dafür zu bezahlen. Mit 995% über dem Ziel ist das Projekt sehr lukrativ. Also: Augen auf beim nächsten Besuch im Computermuseum – vielleicht lauert dort ja die Geschäftsidee für das nächste Retro-Produkt.

Penna mit Retro Chrome Keycaps

H. Rösner

Filmtipp: SILICON COWBOYS – Die Geschichte von Compaq Computer

Im Jahr 1981 dominierte IBM die Welt der Computer. Drei Freunde gründeten in Houston ein Computerunternehmen, dessen Geschäftsidee ein tragbarer PC war. Dabei ging es den drei Entrepreneuren noch darum, einen zum IBM PC vollständig kompatiblen Computer zu bauen. Die Dokumentation „Silicon Cowboys“ ist eine David gegen Goliath Geschichte, in der die bedeutende Rolle von Compaq Computer für die Computerindustrie beleuchtet wird. Die unbedingt sehenswerte Dokumentation ist auf Netflix verfügbar.

Die Idee, einen Computer Klassiker in überarbeiteter Form erneut auf den Markt zu bringen ist nicht neu. Doch bislang war kein Projekt so erfolgreich wie der ZX Spectrum Next. Das Kickstarter Projekt fand 3.113 Unterstützer, die 723.390 £ (ca. 829.000 €) beigetragen haben. Damit wurde fast das dreifache des Zielbetrages erreicht.
Der Geldsegen zahlt sich für die Unterstützer aus. Sie bekommen jetzt mehr Speicher, ein gedrucktes Handbuch und zwei neue Spiele. Das Gerät soll im Januar 2018 ausgeliefert werden.

Retro Filmtipp: Micro Men

Die BBC Produktion aus dem Jahr 2009 erzählt die Geschichte der Heimcomputer von Sinclair und Acorn. Martin Freeman spielt Chris Curry, der Ende der 70er Jahre seinen Arbeitgeber Sinclair Radionics Ltd. verläßt um ein eigenes Unternehmen zu gründen, das unter dem Namen Acorn bekannt wurde. Eine Ausschreibung des BBC, die einen Computer für eine TV-Serie sucht, führt schließlich zum Kampf der Heimcomputersysteme.
Der sehenswerte Film ist in über Youtube verfügbar.

Die Rückkehr des Sinclair ZX Spectrum

Der Sinclair ZX Spectrum war in Deutschland bei den Verkaufszahlen dem Commodore 64 unterlegen. Auf den britischen Inseln hat der ZX Spectrum von allen Heimcomputern der 80er Jahre bis jetzt den höchsten hohen Kult-Status entwickelt. Es gab bzw. gibt mehrere Versuche, den ZX Spectrum wieder zu beleben. Die Rückkehr des Sinclair ZX Spectrum weiterlesen