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Rudolf Inderst

Über Rudolf Inderst

I am dystopia´s most wanted. Rudolf versucht, sich die Welt über versteckte und offensichtliche kulturelle Codes in der Unterhaltungsindustrie zu erklären. Das klappt nicht immer.

Digitale Rätselhommage 10 – Finale!

Ist das möglich? Sind wir jetzt tatsächlich schon 10 Wochen hier zusammen? Offensichtlich, die große ZEHN zeigt es an – diese Woche geht es in die letzte Runde mit der Digitalen Rätselhommage für das Sega Master System. Ob ich mit der Serie weitermache, hängt nun auch ein wenig von Euch ab – schreibt doch ganz zahlreich Euer Feedback, Eure (konstruktive) Kritik, Eure (höchst polemische) Meinung in die Kommentare oder auf Facebook.

Letzte Woche war die Teilnehmerzahl zwar sehr überschaubar, aber dafür erfolgte die Lösung recht schnell: Forumsuser franky wußte, welcher Titel gesucht war: Alex Kidd in Shinobi World. Den entsprechenden Spielausschnitt gibt für Euch hier.

Doch nun wollen wir uns der letzte Rätselrunde widmen. Zum letzten Mal die Hirnrinde kratzen und aufgepasst:

„Mein Gott wurde ich für viele Systeme aufgesetzt. Egal, ob Spielhalle oder in deutschen Heimen – ich war überall zu Hause, auch zahlreiche Classic Collections mache ich unsicher. Wer ich bin? Ich bin ein mutiger blonder Mann, der aufgrund einer riesigen Kanone schon längst Haltungsschäden haben sollte. Ich fliege also munter los – der sehr eingängige Soundtrack begleitet mich dabei. Zahlreiche House-DJs haben den Sound schon in YouTube-Clips benutzt, glaube ich. Aber ich muss mich konzentrieren! Der Boden wirkt wie ein Schachbrett, und Ihr glaubt nicht, was mir da alles entgegenkommt! Steine! Bäume! Säulen! Ah, aber auch Gegner – ihre Munition gleicht riesigen Eiern. Das erste Level endet dann gleich mal recht spektakulär: Ein flammenspeiender Drache stellt sich mir in den Weg – nach heftigem Beschuss meinerseits wechselt er zunächst die Farbe, ehe er entnervt ausgibt und explodiert.“

 

Digitale Rätselhommage 09

Letzte Woche ging offensichtlich der Verbrecher mit mir durch. Das gesuchte Spiel heißt „Gangster Town“ – und hier kann man sich beschriebenen Szenen näher ansehen. Quizkönig H. Wittmaack sprengte mir seiner richtigen Antwort den Ganovenring souverän! Applaus!

Und nun zu unsere vorletzten Sega Master System-Runde. Bereit? Los geht’s!

„Man hört es gleich! Hier haben sich meine Macher inspirieren lassen! Nicht nur im Titel schlummert ein Hinweis, auch die Musik habe ich doch so schon einmal gehört? Ja, ganz sicher! Aber ich kann mich darauf jetzt nicht konzentrieren. Schließlich wurde gerade meine kleine, süße Freundin entführt – zack, von einem großen Kerl mit langem Mantel. Gut, dass sofort danach eine Leuchtkugel in mich fuhr. Kurz zuvor wurde mir noch die ganze, schreckliche Wahrheit enthüllt: Ich muß mich der Gefahr in den Weg stellen, der finstere Entführer will mithilfe meines Digimäuschens die Macht an sich reissen! Zunächst stellen sich mir Schurken in den Weg, die wie Spider Man aussehen, blindlings laufen sie in mein Schwert, das ich so schnell ziehen kann, dass es eine Spur in der Luft hinterlässt. Aber das ist nicht mein bester Trick! Ich klettere an einer Laterne nach oben, beginne dann geschickt und immer schneller werdend horizontal zu kreisen und verwandle mich schließlich in eine Art roten Blitz! Am Ende, d. h. nach etwa zehn Minuten Spielzeit,  bin ich dann doch recht froh, dass ich wieder auf einer Wiese mit meiner besseren Hälfte abhängen kann. War ein harter Tag.“

Digitale Rätselhommage 08

Beim Thema Racing Action lassen sich die Damen und Herren offensichtlich hier auf RETRO nichts vormachen. Relativ schnell wußte murphy, dass es sich bei dem gesuchten Spiel nur um „Taito Chase H.Q.“ handeln kann. Die beschriebene High Speed-Verfolgungsjagd könnt Ihr hier ansehen.

Mal schauen, ob Ihr in der aktuell 8. Runde – ja, wir nähern uns mit großen Schritten dem Sega Master System-Finale – auch derart fix seid. Lasst uns loslegen!

„Na, das ist ja mal eine ‚verbrecherische‘ Namensgebung – hier gilt wohl nomen est omen? Zunächst einmal fällt auf: Ich kann mich nicht sehen. Wer bin ich? Keine Ahnung. Ich scheine mich wohl in erster Linie über meine Tätigkeit zu definieren. Und die lautet erstmal: „Improve your skill!“ Ich beuge mich und nehme schwarze Pappkameraden vor blauem Hintergrund ins weiße Visier und drücke ab. Nach einem satten Lob vor Vorgesetzten geht es weiter. Ich feuere aus meinem Auto, vor mir befindet sich auf hellbrauner Straße der Wagen der Gangster. Immer wieder tauchen abwechselnd aus den Seitenfenstern böse Buben auf, die ich zielsicher ausschalte. Als kleine Engel schweben sie gen Himmel. Jetzt taucht auch noch ein roter Doppeldecker auf! Doch dann scheint die Unholdenbande zu entkommen, aus dem Horizont schält sich langsam eine Stadt. Dort startet meine zweite Mission: „Shoot at the gang!“ Na, es sollte sowieso noch ein harter Tag werden. Später schieße ich in Bars umher, nehme die Big Band ins Visier, räume vor Häuserfronten mit dem Gesindel auf und zeige am Hafen, welch´guter Schütze in mir steckt.“

Digitale Rätselhommage 07

Nur echte Meister hätten letzte Woche das Rätsel lösen können! Aber was muss mein blutendes Retro-Herz sehen? Too many Brown Belts around here?

Die Auflösung passend dazu: „Black Belt“! Der Titel ist außerhalb Japans – keine Seltenheit im Übrigen – eine dreiste Mogelpackung, denn eigentlich gehört das Spiel in den Kanon rund um das legendäre „Fist of the North Star“-Universum.

Doch nun volle Kraft voraus – zum siebenten Mal können die geneigten Leserinnen nun versuchen, das Rätsel zu lüften…welches Sega Master System-Spiel ist wohl gesucht?

„Tag auch. Ich bin der Tony. Mich und meinen Partner, den Raymond (den damals noch nicht alle liebten), gibt es seit 1988. Wir kamen schon recht weit rum, angefangen hat alles in den Spielhallen. Aber irgendwann schoben wir dann auch Dienst nach Vorschrift auf der Sega-Maschine, unsere Einsätze dort wirken grafisch reichlich altbacken und die Musik hält man nur aus, wenn Raymond die Dienstwaffe dreimal neben dem eigenen Ohr abfeuert. Nun gut, legen wir los. Per Funk hagelt es den Befehl, wir sitzen dann 1,2,3 schon in unserem hübschen blauen Flitzer und geben Gas. Die Landschaft saust pfeilschnell an uns vorbei. Wir wollen den Kerl schnappen, verringern die Entfernung Meter um Meter. Anderen Fahrzeugen weichen wir natürlich aus, egal, ob wir durch einen Tunnel rasen oder Tageslicht uns umgibt. DA! Der Wagen ist in Sichtweite! Ich schmeisse die Sirene an, und wir machen uns daran, den Ganoven zu rammen. Immer wieder donnern wir gegen sein Hinterteil oder stoßen von den Flanken her zu. Endlich gibt er auf. Die Belohnung: Ich muss still stehen – mit gezückter Waffe; in einem Standbild erfolgt die Narration der Festnahme. Dann noch eben zum Einkauf – neue Teile braucht das Land oder vielmehr mein Wagen. Und schon donnert der nächste Funkspruch in den Fahrerraum.“

Digitale Rätselhommage 06

Heute ist Feiertag! Ostermontag. Und da wollen nicht nur Ostereier versteckt werden, sondern auch alte Videospielklassiker des Sega Master Systems. Letzte Woche war die Leserschaft wohl ein wenig überfordert mit dem gesuchten Titel? Na, kein Problem, dazu sind wir hier – neue Runde, neues Glück!

Bevor wir hier aber den Osterhasen spielen, kümmern wir uns um das Quiz der letzten Woche. Gesucht war der Titel „My Hero“ und die beschriebene Szenerie könnt Ihr Euch hier ansehen.

Doch nun geht das Raten wieder los…bereit?

„Wahnsinn! Ich fühle mich in eine fremde Kultur versetzt. Die etwa schrille Musik verdeutlicht dies – aber das ist nicht der einzige Anzeiger für einen change of culture! Von links nach rechts geht es los. Mein weißer Anzug steht mir ausgezeichnet – und der schwarze Gürtel erst. Formidabel! Stramme Kerlchen in schwarzen Höschen wollen mir gleich mal zeigen, wo die chinesische Mauer steht, ich weise sie durch Faustschläge und Fußtritte in ihre Schranken. Der Himmel ist milchig blau, die Tempeldächer flackern 8Bit-typisch rot/grün. Nach ein paar flotten Zwischengegner kommt ein Mann in einem pinken Anzug, dazu trägt er modebewusst schwarze Haarpracht und einen Schnauzer. Schnell verpasse ich ihm eine Faustdusche! Was? Ihr wollt lieber wissen, wie die Geschichte endet? Na, ganz einfach: Ich hebe meine Traumfrau auf und trage sie davon.“

Update (1.5.): Kommentarfunktion freigeschaltet.

Digitale Rätselhommage 05

Halbzeit! Letzte Woche ging es wohl wieder zu schwierig zu, möchte man meinen, denn nur ein Lösungsversuch erreichte mich, allerdings via Facebook, das zählt dann natürlich gleich zweimal nicht!

Das gesuchte Spiel heißt „Rastan“ – und die zitierte Stelle könnt Ihr Euch gerne hier einmal ansehen.

Doch was interessieren uns die alten Zoten – lasst uns eine neue Runde starten, vielleicht gelingt es den leserinnen diesmal wieder, die Lösung zu finden und das Rätsel zu knacken.

„Alter! Voll in meine Visage! Und jetzt nimmt der Punker mir auch noch das Mädchen an meiner Seite? Aufstehen und los geht es! Und da kommen sie auch schon – von recht und links! Messerwerfer sind auch dabei. Seltsam…Maschinen werfen von Hausdächern Raketen? Seltsame Welt! Bei einem 2. Blick sind es dann aber doch stocksteife Kerle. Überhaupt, die Musik klingt schwer nach Zirkus – sie wird auch immer schneller.  Und die Farben sind einem Lollypop-Fan geschuldet. Immerhin erinnert der weiße Gartenzaun im Vordergrund an bürgerliches Leben. Meine Sprungattacke ist eindeutig die Waffe der Wahl. Ganz genau muß ich bei diesen Sprungpassagen achtgeben. Das Feuer von unten könnte schnell mein Ende bedeuten. Endlich – der erste Levelboss. Ist das nicht der Punk aus der Anfangssequenz? Jedenfalls ist es hier schon malerischer. Sieht aus wie ein Sonnenuntergang. Aber moment – was ist das? Ich besiege ihn und DENNOCH wird meine heiße Braut schon wieder entführt? Das kann doch wohl nicht wahr sein; hinterher!“

Update (22.4.): Kommentare nun wieder offen.

Digitale Rätselhommage 04

Oh, schon Nummer 4? So langsam nähern wir uns der Halbzeit unserer zehnteiligen Quizreihe „Digitale Rätselhommage“. Zur Erinnerung – jeden Montag stellen wir Euch einen Sega Master System-Titel aus der Sicht des Spielprotagonisten vor, den es zu erraten gilt.

Letzte Woche fragten wir nach „Action Fighter“ – und Forumsleser Klaus Schneider hat das auch recht schnell erraten, nachdem Richard Löwenstein ganz knapp mit seinem Tipp „Spy Hunter“ scheiterte.  Böse Zungen behaupten natürlich, dass Segas Action-Titel sich recht eindeutig beim NES-Seller hat inspirieren lassen. Ich widerspreche entschieden, schweige kurz und sage dann: „Wir wollen nicht mehr darüber sprechen.“

Kommen wir nun jedoch zur neuen Runde.

„Am linken Rand des Bildschirms falle ich aus luftiger Höhe auf etwas, das aussieht wie die Mischung aus Lehmboden und bräunlichem Gestein. Zugleich setzt auch die Musik ein. Wenn ich mich so genauer ansehe, habe ich wohl jede Menge Proteinshakes in meinem Leben, nein, eher heute Morgen zu mir genommen. Kinder, ich bin ein wahres Kraftpaket. Strahlend blauer Himmel umhüllt die Szenerie, malerische Berge in der Ferne, welche von ein paar zarten Wölkchen umrundet werden. Links oben strahlt noch etwas in dunkelgrün – muß meine Energieleiste sein. Schon kommen die ersten Gegner angelaufen. Sie erinnern an aufrecht gehende Reptilien – meinem Breitschwert (wenig später ein Hammer) ist es allerdings herzlich egal, was es in einer kleinen Blutexplosion zerplatzen lässt. Geheime Schächte im Boden erkunde ich ebenso wie steile Hänge, die ich elegant hinabrutsche, ehe ich mich an Seilen von Plattform zu Plattform schwinge. Auch wenn die Gegnertypen jetzt wechseln, mein Waffenupgrade hat die Antwort parat – jetzt kann meine Klinge auch feuern! Mal sehen, was mich nun am Ende des Levels in dieser Höhle verbergen mag…“

UPDATE (15.4.): Kommentare nun offen.

Digitale Rätselhommage 03

Na nu? Na nu? Was ist das? Es sieht so aus, als sei die zweite Runde eine zu mächtige Retroherausforderung gewesen. Lediglich ein Lösungsversuch wurde abgegeben – und jener war falsch. Tatsächlich handelt es sich bei dem gesuchten Titel um „Time Soldiers„.

Hier könnt Ihr Euch die beschriebene Spielszene ansehen.

Und nun wollen wir einmal sehen, ob es diese Woche nicht besser klappt. Damit es wieder einen Tick einfacher wird, ist der englische Titel im Text versteckt. Auf Anraten der Leserschaft wird im Übrigen ab sofort die Leserkommentarfunktion erst am Wochenende vor Montag, dem Auflösungstag, freigeschaltet, damit es zu keiner gegenseitigen schändlich-falschen Beeinflussungen mehr kommen kann. Jetzt aber los…

„Was? Bin ich etwa ein Porsche? Nein, ich sehe nur einem ähnlich (auf der Amiga-Umsetzung wirke ich eher wie eine überarbeitete Ente). Egal, ist ja nur der Startbildschirm. Was ist wohl zu tun? Ah, der Präsident persönlich hat ein Schriftstück unterzeichnet, welches das Rätsels Lösung ist – zuerst gilt es also, drei U-Boote zu versenken. Da mache ich mich mal gleich auf den Weg – gut sichtbar, von oben nämlich. Als wendiges Motorrad komme ich schon recht flott voran. Die Mitfahrenden kennen allerdings wenig Skrupel und schubsen mich schon einmal gegen die Fahrbahnbegrenzung, was unangenehme Folgen hat. Gut, dass ich bewaffnet bin. Ich feuere also auf den Straßenverkehr – als Dank erhalte ich…BUCHSTABEN? Plötz greift auch noch ein feindlicher Helikopter ins Geschehen ein und verteilt direkt in meiner Fahrbahn Sprengkörper. Zum Glück steht ab und zu ein Sega-Truck bereit, in den ich locker einfahren kann und der mir eine bessere Bewaffnung auf den Weg mitgibt. Guter Mann! Wenn ich mich erstmal das Alphabet eine Weile heraufgekämpft habe, verwandle ich mich zunächst in einen schicken, roten Flitzer, bevor es tatsächlich in die Lüfte geht. Kämpfernaturen finden hier reichlich Action.“

Digitale Rätselhommage 02

Werte Retro-Rätselfreunde!

Vor genau einer Woche starteten wir unsere 10-teilige Reihe „Digitale Rätselhommage“ mit der ersten Aufgabe. Wie bereits angekündigt: Für die Premiere griffen wir zu einer etwas leichter zu durchschauenden Rätselkost. Und prompt erhielt User KF um Punkt 10.27 Uhr den Gewinnerzuschlag – es handelt sich natürlich um den Ninja-Klassiker „Shinobi“.

Hier könnt Ihr übrigens wunderbar sehen, welche Spielszene im Rätseltext beschrieben wurde.

… and now … on to the next one …

„Zunächst ein schmutziges Geständnis: Ich war auch schon abseits des Sega Master System in den Spielhallen der Welt im Einsatz. Da sah ich natürlich etwas geschmeidiger, oder besser, etwas vollständiger aus. Nun gut, also los. Oh, was ist das? Ein Riesenmaschinenwesen? Und es verwandelt mein Team in kleine, rote Kugeln? Schändlich! Gut, dass ich ein knallrotes Outfit anhabe. Manchmal gesellt sich ein Freund in leuchtend blau dazu. Und jetzt falle ich … ich falle … durch Raum und Zeit … Raum und Zeit … Raum und Z… GENUG. Ich bin da. Es geht nach oben. Mutig schreite ich voran. Es sieht ein wenig nach Weltkrieg aus. Auf meine rechte Schulter hat mir wohl ein verrückter Forscher eine Art Panzerfaust getackert. Oh, was ist das? Eine Extrawaffe? Ah, sehr praktisch – vor allem für die mir entgegenlaufenden grünen Männchen aus der Klonfabrik. Plötzlich wird das Waldgebiet zur urbanen Schlachtplatte und ein Zwischengegner taucht auf – auf einem Jeep? Ja, ganz richtig – und der Schütze am fest montierten Maschinengewehr nimmt mich auf’s Korn, während der Fahrer nervös – ob meinen präzisen Beschusses – abwechselnd nach hinten und vorne setzt, als ob er in einem Fahrschulfilm das Einparken simulieren sollte. Doch schon fällt der Sklave des Systems und ich gehe in eine gigantische … Blume? Blumenstrauß? Zeitstrudelblume?“