Autorenarchiv

Vor 30 Jahren: Da, da, da

Wenn uns SpOn schon so ein interessantes Interview mit Peter Behrens, dem Schlagzeuger der Band Trio zum 30jährigen Jubiläum des Megahits „Da, da, da“ bietet, sollte eine Sache nicht unerwähnt bleiben: der Song dürfte nicht nur der erste Digitalpopsong Deutschlands, sondern auch der erfolgreichste Spielzeug-Keyboard-Hit aller Zeiten sein – und damit echtes Retrokulturgut.

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RETRO-Lounge [84]: 25 Jahre C64-Freude – guten Rutsch!

1986 fing alles an. Deshalb ist 2011 das Jahr, in dem sich mein erster C64-Kontakt zum 25sten Mal jährt – und dieses Jahr endet in wenigen Stunden. Wow! Nach gebrauchten, geborgten und anderweitig erbeuteten Brotkästen kam dann 1988 diese brandneue Errungenschaft ins KinderJugendzimmer. Warum gerade diese? Nun ja: der einzige Laden, den ich damals in unserer Nähe fand, war Vobis – und die hatten nur dieses C64-Set vorrätig. Eine 1541-II gabs noch oben drauf (die war dafür ´88 brandneu und somit auch entsprechend teuer) – und schon war der Junge insgesamt über 600 DM los. Daß es sich natürlich absolut gelohnt hat, steht wohl außer Frage. (Sonst gäbe es diese Website ja auch nicht …)

1991 verblaßte das Interesse am Brotkasten ein wenig, denn es kam ein Amiga 500 dazu, der natürlich noch ein wenig faszinierender war (der echte Retrocharme konnte bei einem frischen System natürlich noch nicht einsetzen, spannend war hier – wenig überraschend – vor allem der technische Fortschritt). Der Brotkasten trat in die zweite Reihe, in der er allerdings nicht lange allein verweilen mußte: nur wenig später folgte ihm bereits der A500 – und dem folgten wiederum ein A500plus, ein A600, ein A2000, ein A1000 (!) sowie ein C64C, ein C128 und ein C128D. Geplant waren immer mal wieder ein A4000 (da war Commodore aber schon in schwerem Fahrwasser und die potentielle Investition fragwürdig) und – fragt mich bitte nicht, warum – ein A3000UX. (Die Unix-Frage löste ich dann u.a. auf dem A2000, der das tadellos hinbekam.)

Tja, und irgendwann im Laufe der Jahre wurde die zweite Rechner-Reihe letztlich die spannendere – danke, Windows! Man kann zusammenfassend sagen: es war nicht weniger als der Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Und ich bin mir sicher, daß es nicht nur mir so ging: Jeder aus dem RETRO-Team kann mit Sicherheit solche oder ähnliche Geschichten erzählen und deshalb schauen wir auch hoffnungsfroh ins neue Jahr, voller Elan und mit viel Neugier auf neue und alte Systeme, um diese Freundschaft fortzuführen. Denn soviel steht jetzt schon fest: retromäßig wird es mit Sicherheit spannend.

Genießt die Retrokultur in 2012! Guten Rutsch ins neue Jahr!

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RETRO-Lounge [83]: Ehrliche fünf Sekunden: We are not delighted, Mrs Kroes!

Neelie Kroes scheint den mehrfach gescheiterten Ex-Minister Guttenberg ja aus irgendeinem Grund ganz fest ins Herz geschlossen zu haben, sonst hätte sie wohl kaum dermaßen oft und stoisch während der Pressekonferenz zum EU-Projekt „No disconnect“ betont, daß sie total „delighted“ über sein Mitwirken sei. Sehr große Teile der digital aktiven Deutschen, zum Beispiel zahlreiche Twitter-User, scheinen dieses Entzücken keineswegs zu teilen. Kein Wunder: es gibt eigentlich nichts, was Guttenberg zu der hochgradig sensiblen und spannenden Thematik substantiell beitragen, geschweige denn ihm einen entsprechenden Expertenstatus zukommen lassen könnte. Mir fallen hier spontan Dutzende Menschen ein, die ungleich kompetenter und geeigneter sind für diesen Job. Aber irgendetwas jenseits echter Kompetenz muß es ja sein, was Frau Kroes so entzückt hat. Wir konnten es auf der Pressekonferenz leider nicht erfahren. Schade.

Neelie Kroes & RETRO

Kleine Wette gefällig? Ich sage: Guttenberg wird auch diesmal versuchen, seine Inhaltslosigkeit durch Inszenierung zu übertünchen. Denn warum sollte jemand, der diese Strategie ein Leben lang eingesetzt hat, nun innerhalb weniger Monate davon abkommen, von diesem ganz besonderen, großspurigen Gehabe, gespeist vom (irrigen) Gefühl einer Art natürlicher Überlegenheit, getragen vom satten Brustton der Überzeugung, kurz: von der Inszenierung? Weil er aus Schaden klug geworden ist? Das wäre natürlich ein veritabler Grund, aber davon ist schon allein deshalb nicht auszugehen, weil er dann diesen Beraterposten gar nicht erst angenommen hätte.

Kann er also auch anders? Grundsätzlich und unter bestimmten Voraussetzungen natürlich schon. Aber Guttenberg spult auch diesmal seine nicht gerade sympathische Großspurigkeit ab, so wie in den ersten fünf Sekunden dieses Videoauschnitts, in denen er die Journalistenfrage beantwortet, warum dieser Auftritt kein Comeback in der deutschen Politik sei:

Seriously, Mrs Kroes, we are not delighted.

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Digitization eliminates sounds and experiences

Very nice idea: the collection of „11 Sounds That Your Kids Have Probably Never Heard“ with just two examples here:

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RETRO-Lounge [82]: Harsche Kritik an „Nerd Attack!“

Die Rezension der Süddeutschen kommt recht hart rüber, wie ich finde:

Was sagt es eigentlich über eine Zeit aus, wenn sich selbst die technische Avantgarde darin gefällt, mit verklärendem Blick auf die guten alten Zeiten zurückzuschauen?

Ist „Nerd Attack!“ von Christian Stöcker, ein Buch über die „Generation C64″, so leicht anzugreifen? Was haltet ihr von der Kritik?

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Bock auf eine Firmengründung? Steve Jobs hilft!

Steve Jobs pur: „Biography of the creation of NeXT, the Apple we know today.“

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Supremacy/Overlord auf dem Chipophone: da freut sich der Komponist!

Das begeistert nicht nur Jeroen, der via Facebook davon schwärmte:

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Pressespiegel (20/2)

Die Berliner Zeitung (bz) „verrät“ in ihrem eher mäßigen Beitrag, was der „neue alte Computer“ alles kann – und macht damit einen entscheidenden Fehler schon direkt am Anfang. [LINK>600] Naja, einen Versuch war es wert.

Die Verballhornung des C64-Spitznamens kennt keine Grenzen: so spricht macwelt.de von der „Brotdose“. Kreativ zwar – aber falsch. [LINK>601] Die Nachricht entstand, so der Hinweis, unter aktiver Mitwirkung von Golem.de [LINK>602], wobei man mit dem Original doch besser bedient wird als dem Ergebnis bei macwelt.de. Insgesamt jedoch so oder so kein Reißer.

Als einer der wenigen Nachrichtenservices weist ZDnet darauf hin, daß es sich beim „C64x“ schon um die zweite Ankündigung von „Commodore USA“ handelt und erinnert an den im letzten Jahr präsentierten PC64. Wie schnell manche Dinge doch vergessen werden … [LINK>603] Nicht unterschätzt werden sollte deshalb die Frage, ob es einen „C64x“ überhaupt beizeiten zu sehen geben wird. Nach Informationen von ZDnet sind wohl alle rechtlichen Fragen geklärt, die einen Verkauf erschwert hätten. Deshalb kann der „C64x“ nun auf den Markt. Wir sind weiterhin gespannt.

Richtig ins Zeug gelegt hat sich schließlich (wieder mal) SPIEGEL ONLINE. [LINK>604] Der Artikel geht tiefer als die meisten anderen und bietet auch ganz zum Schluß eine günstige (und die wahrscheinlich beste) Alternative zur C64x-Idee: den C64. Man kann die Ablehnung von Leichenfledderei also auch professionell verpacken – wenn man in der Meldung über einen C64-Nachfolger mehr sieht als nur eine x-beliebige Meldung aus dem Ressort Computer.

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Pressespiegel (20/1)

Besser spät als nie: hier der Pressespiegel (Teil 1) aus Ausgabe 20:

Es gab in den letzten Wochen ein Thema, das alles überlagerte und einem fast überall begegnete: das „Comeback“ des C64 – oder genauer: die Präsentation des „C64x“. Dabei erstaunt mich, wie hartnäckig diese Comebackidee von den Kolleginnen und Kollegen transportiert wurde, wo doch jeder halbwegs informierte Computerfan wissen dürfte, daß ein neues System – wie auch immer es im Detail aussehen mag – letztlich keine Gemeinsamkeiten mit dem Klassiker haben wird – vom Namen, dem portabelsten Teil eines Produkts, einmal abgesehen. Trotzdem scheint die von „Commodore USA“ präsentierte Idee die Menschen in ihren Bann zu ziehen, was zumindest die Wirkmächtigkeit unseres Brotkastens beschreibt. Gut, das ist nun nicht besonders neu, aber jedes Mal aufs Neue faszinierend, vor allem, wenn es so deutlich gemacht wird wie im Falle dieser Berichterstattungen. Aus diesem Grunde gibt es hier und jetzt einen reinen „C64-Comeback“-Pressespiegel, der ein klein wenig aufzeigt, wie mannigfaltig die Berichterstattung über das Brotkastenrevival aussieht und was die Menschen ganz besonders bewegt, wenn sie das Kürzel „C64“ lesen.

Daß nicht alles rosig ist bei der Wiederauferstehung, stellt die „Kleine Zeitung“ fest [LINK>595]. Auch die wenigen Kommentare sprechen eine recht eindeutige Sprache, wobei die Begeisterung über das Original fast noch größer ist als das Unbehagen über die Neuauflage.

Etwas distanzierter und nicht besonders detailgenau widmet sich WELT ONLINE der Comebackstory. [LINK>596] Einige Buzzwords aus der Brotkastenwelt tauchen zwar im Artikel auf, doch so wirklich springt der Funken nicht über. Vielleicht war der C64 nicht gerade die „erste Liebe“ des Autors.

Kurz und knapp berichtet „Der Standard“ über den „C64x“ und beschreibt nur die wesentlichen technischen Fakten [LINK>597] Nostalgie oder Beschwerden über das Ausweiden eines historischen Systems und Namens findet man bei den Österreichern nicht – doch auch das ist schließlich eine Aussage.

Noch knapper als beim „Standard“ wird bei der BILD über das Revival des C64 berichtet. Ganze sechs Sätze sind den Berlinern die technischen Details wert. [LINK>598] Darin wird so wenig gesagt, daß man sich den Klick auf die BILD-Meldung eigentlich auch sparen kann.

Heise geht nicht nur auf die technischen Spezifikationen, sondern auch auf die wechselvolle Geschichte der Firma Commodore ein und schafft es so, eine vergleichsweise gehaltvolle Meldung zu präsentieren. [LINK>599] Die Hintergründe sind zwar knapp gehalten, aber immerhin wird zu früheren Heise-Meldungen über das Auf und Ab des ehemaligen Megastars Commodore verlinkt. Das dürfte sicherlich interessanter sein als die Auflistung der technischen Merkmale, die aus dem „C64x“ schließlich keine besonders ungewöhnliche Maschine machen. Das ergibt sich lediglich aus der Historie und seinem „Vorgänger“.

Hier geht’s direkt zur Diskussion über dieses Thema …

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Jurassic Park soundtrack digital and analog crossover

Very nice:

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