Pressespiegel (16/2)

Für SPIEGEL ONLINE scheinen die politischen Vertreter der Generation C64 bereits am Ende angekommen zu sein:

Die Piratenpartei erleidet „Schiffbruch“, so die launige Überschrift bei SpOn. [LINK>515] Nun kokettieren die Piraten ja gerne damit, daß es okay sei, wenn ihre Partei dauerhaft keinen Erfolg habe, denn durch das Durchsickern „ihrer“ Themen in andere Parteien sei das Hauptziel ja bereits erreicht: das Internet sei nun kein Nischen-, sondern endlich ein Mainstreamthema, das Aufmerksamkeit findet. Das stellt auch SpOn fest: „Die Kernthemen der Piraten wurden einfach gekapert. SPD, Grüne, Linke, CDU, FDP – es gibt keine Partei mehr, die sich nicht für Internet und Datenschutz zuständig fühlt.“ Doch wie geht es nun weiter? Kann sich die Piratenpartei ein Profil verpassen, welches dauerhaft trägt? Ich bin da derzeit eher skeptisch, denn die Probleme scheinen groß und zahlreich zu sein. Allein die Diskussion um die Rolle von Frauen in der Partei läßt tief blicken: „Gegen die Piraten sieht selbst der CSU-Vorstand aus wie eine Frauenclique. Als einzige Frau für den Vorstand kandidierte die Berliner Politikstudentin Lena Simon. (…) Gewählt wurde sie nicht – die versammelten Piraten nahmen ihr offenbar übel, dass sie es vor Monaten gewagt hatte, eigenmächtig eine Mailingliste nur für Piratinnen einzurichten.“

Eine leichte Beute ist ein Artikel der RP Online, einer Nachrichtenwebsite, die von Stefan Niggemeier bereits desöfteren für ihren hochwertigen „Journalismus“ gelobt wurde [LINK>516]. Zum Thema Formate-Krieg fällt dem Kollegen Stephan Dörner nämlich zuerst „C64 gegen Amiga“ ein. [LINK>517] So so. Immerhin verbessert der Kollege sein voreiliges Exempel aufgrund eines helfenden Userkommentars und schreibt in der aktualisierten Fassung „Atari gegen Amiga“. Schon besser.

Selbstverständlich hatten wir es tagesaktuell auf unserer RETRO-Website, doch auch der Kurier gratulierte Pac Man zum 30sten Geburtstag. [LINK>518] Allerdings findet man viele der dort aufgeführten Anekdoten auch im (deutlich detaillierteren) Wikipedia-Artikel über Pac Man.

Zum Schluß noch etwas Techniknostalgie. Diepresse.com schreibt über Sonys Abschied von der 3,5“-Diskette [LINK>519] – um gleich anzufügen, daß ja kein altes Device jemals wirklich verschwindet, siehe C64 und Co. Völlig richtig, denn nur weil Sony aufhört, 3,5“-Disketten zu produzieren, bedeutet dies nicht, daß es gar keine Disketten dieses Formats mehr geben wird. Verbatim wird auch weiterhin diesen Datenträger herstellen. Vorerst.

Über Stephan Humer

Mitbegründer und -herausgeber von Magazin und Website. Und das, ohne das Label „Generation C64″ wie eine Monstranz vor sich her zu tragen. Mag es, über die Grenzen der Chips hinauszuschauen.

3 Gedanken zu „Pressespiegel (16/2)

Kommentare sind geschlossen.