Pressespiegel (20/1)

Besser spät als nie: hier der Pressespiegel (Teil 1) aus Ausgabe 20:

Es gab in den letzten Wochen ein Thema, das alles überlagerte und einem fast überall begegnete: das „Comeback“ des C64 – oder genauer: die Präsentation des „C64x“. Dabei erstaunt mich, wie hartnäckig diese Comebackidee von den Kolleginnen und Kollegen transportiert wurde, wo doch jeder halbwegs informierte Computerfan wissen dürfte, daß ein neues System – wie auch immer es im Detail aussehen mag – letztlich keine Gemeinsamkeiten mit dem Klassiker haben wird – vom Namen, dem portabelsten Teil eines Produkts, einmal abgesehen. Trotzdem scheint die von „Commodore USA“ präsentierte Idee die Menschen in ihren Bann zu ziehen, was zumindest die Wirkmächtigkeit unseres Brotkastens beschreibt. Gut, das ist nun nicht besonders neu, aber jedes Mal aufs Neue faszinierend, vor allem, wenn es so deutlich gemacht wird wie im Falle dieser Berichterstattungen. Aus diesem Grunde gibt es hier und jetzt einen reinen „C64-Comeback“-Pressespiegel, der ein klein wenig aufzeigt, wie mannigfaltig die Berichterstattung über das Brotkastenrevival aussieht und was die Menschen ganz besonders bewegt, wenn sie das Kürzel „C64“ lesen.

Daß nicht alles rosig ist bei der Wiederauferstehung, stellt die „Kleine Zeitung“ fest [LINK>595]. Auch die wenigen Kommentare sprechen eine recht eindeutige Sprache, wobei die Begeisterung über das Original fast noch größer ist als das Unbehagen über die Neuauflage.

Etwas distanzierter und nicht besonders detailgenau widmet sich WELT ONLINE der Comebackstory. [LINK>596] Einige Buzzwords aus der Brotkastenwelt tauchen zwar im Artikel auf, doch so wirklich springt der Funken nicht über. Vielleicht war der C64 nicht gerade die „erste Liebe“ des Autors.

Kurz und knapp berichtet „Der Standard“ über den „C64x“ und beschreibt nur die wesentlichen technischen Fakten [LINK>597] Nostalgie oder Beschwerden über das Ausweiden eines historischen Systems und Namens findet man bei den Österreichern nicht – doch auch das ist schließlich eine Aussage.

Noch knapper als beim „Standard“ wird bei der BILD über das Revival des C64 berichtet. Ganze sechs Sätze sind den Berlinern die technischen Details wert. [LINK>598] Darin wird so wenig gesagt, daß man sich den Klick auf die BILD-Meldung eigentlich auch sparen kann.

Heise geht nicht nur auf die technischen Spezifikationen, sondern auch auf die wechselvolle Geschichte der Firma Commodore ein und schafft es so, eine vergleichsweise gehaltvolle Meldung zu präsentieren. [LINK>599] Die Hintergründe sind zwar knapp gehalten, aber immerhin wird zu früheren Heise-Meldungen über das Auf und Ab des ehemaligen Megastars Commodore verlinkt. Das dürfte sicherlich interessanter sein als die Auflistung der technischen Merkmale, die aus dem „C64x“ schließlich keine besonders ungewöhnliche Maschine machen. Das ergibt sich lediglich aus der Historie und seinem „Vorgänger“.

Über Stephan Humer

Mitbegründer und -herausgeber von Magazin und Website. Und das, ohne das Label „Generation C64″ wie eine Monstranz vor sich her zu tragen. Mag es, über die Grenzen der Chips hinauszuschauen.