Google Tag Manager: Ein exemplarischer Gestern-Heute-Vergleich aus der Welt des Marketings

Meine Güte, ich bin schon echt lange online. Es sind nicht nur C64, Casinos und Pokerrunden, die mich retro wie modern interessieren. Als Mensch aus der Finanzwelt habe ich natürlich auch viel „Drumherum“ erlebt. (In den Banken und Versicherungen spielten Computer schon sehr früh eine entsprechende Rolle.) Und das ist auch – wenn nicht sogar in vielen Fällen gerade – die Retrokultur, der wir unser Herz geschenkt haben.

Nichts hat sich im Laufe der Zeit so stark verändert wie das Internet. Wenn man es genau betrachtet, hat aber das Internet auch uns sehr stark verändert. Und dabei geht es eben nicht nur um die Retrokultur, die wir hier mit Spielen, Demos und Intros feiern. Das Konsumverhalten wurde beispielsweise sehr drastisch durch die Nutzung des Internet verändert. Man denke in diesem Zusammenhang nur an unser eigenes Konsumverhalten. Ein Großteil der Einkäufe wird heute über das Internet erledigt und der Trend geht wohl noch mehr in Richtung Online-Shopping-Erfahrung, nicht zuletzt aufgrund der Coronapandemie, die uns zu ganz neuen Ideen bringt. (Schließlich zeigt sich jetzt, wie sinnvoll Onlineshopping ist, wenn es darum geht, so wenig Kontakt wie möglich zu anderen Menschen zu haben.) Demzufolge verwundert auch nicht der starke Ausbau der E-Commerce-Plattformen. Fast jeder Händler bietet heute entweder selbst einen Online-Shop an oder ist auf einer Plattform (hier nur Amazon als besonders bekanntes Beispiel) präsent. Diese Entwicklung spiegelt de facto auch unser eigenes Konsumverhalten wider. Oder kurz gesagt: seit Ende der 90er sind wir zunehmend digitaler geworden, auch in „Drumherum“-Bereichen wie Shopping oder Marketing. Wir shoppen online, wir sehen Werbung online – eine Wechselbeziehung digitaler Art.

Marketing und technische Innovationen

Das Marketing hat mit diesen Entwicklungen (wenig überraschend) Schritt gehalten. Zu den wichtigsten Regeln für Unternehmer gehört, dass sie Teil dieser Entwicklung werden. Es bringt nichts, sich gegen diesen Trend zu stellen – in diesem Bereich an „Retro“ festzuhalten, ohne ein dazugehöriges Geschäftsmodell zu haben, ist geschäftlicher Selbstmord. Aber keine Angst: Angebote vonseiten der Unternehmen wie Google gibt es zuhauf, um dem Umsatzwachstum im Online-Bereich auf die Sprünge zu helfen. Ein Aspekt, der beim Betreiben von Online Verkaufsaktivitäten sehr wichtig ist, ist die Benutzererfahrung. Dabei sollte so weit als möglich auch die Aktivität der Nutzer analysiert werden. SEO-Manager und Webentwickler nutzen zum Beispiel den Google Tag Manager, um verschiedene Arten von Tags auf Ihrer Webseite installieren können. Dabei handelt es sich um ein kostenloses Software-Tool, mit dem Code hinzugefügt werden kann, um das Benutzerverhalten bestens zu analysieren. Es ist eine der Entwicklungen im Bereich des Marketings, die sich im Zeitvergleich stark verbessert hat.

Welche konkreten Vorteile bringt die Analyse des Benutzerverhaltens?

Im Prinzip wird dieser Vorteil durch die Nutzung des Google Tag Managers in einzigartiger Art und Weise widergespiegelt. Man kann es vor allem selbst durchführen und braucht nach der Installation keine externe Betreuung. Ebenso sind beim Google Tag Manager auch keine Programmierkenntnisse erforderlich. Fast jeder kann problemlos Aktualisierungen vornehmen. Jede Änderung wird durch neue Tags verbessert. Ein weiterer Vorteil ist die schnellere Ladezeit und der Ausbau der selbstständigen Nutzungsmöglichkeit. Damit kann auch die Ressourcenteilung viel besser funktionieren. Man denke nur an die freien Ressourcen, die innerhalb der IT-Abteilung hinzugefügt werden können. All diese Vorteile kann man auch in neue Marketing-Ressourcen investieren, sodass der Vorteil potenziert wird.

Ich hab ein gutes Bauchgefühl und brauche keine Quantifizierung meiner Kundinnen und Kunden!

Glaubt da jemand noch an das gute alte Bauchgefühl? Man kennt schließlich seine Kunden? Na dann: viel Erfolg! Ich bin wirklich, wie Ihr alle wißt, ein Riesenfan der Retrokultur, aber es gibt Entwicklungen, die muß man einfach mitmachen. Manager mit „Erfahrung“? Da habe ich gerade im Bankensektor katastrophale Dinge erlebt. Zahlen haben nun mal Vorteile. Man muß sie nur deuten können. Moderne Hilfsmittel plus Analysekompetenzen plus Erfahrung, DAS klingt nach einem plausiblen Rezept für geschäftlichen Erfolg. Die anderen nutzen diese Zahlen, also sollte man sich nichts vormachen: der Vorsprung der Konkurrenz ist da. Entweder hält man mit oder – das wars. Betrachtet Retrokultur, liebe Freunde, im modernen Business bitte nur als nettes Feature, wenn man damit Cash machen kann. Aber betrachtet altes Verhalten nicht als zu bewahrende Tradition, wenn einem das Internet mehr Insights liefern kann als jemals zuvor überhaupt verfügbar waren. Retro bringt hier, beim Marketing, überhaupt nichts. Tastet euch an den Google Tag Manager ran, nutzt Business Intelligence, lernt Big Data zu verstehen und beobachtet Online-Marketing- und E-Commerce-Themen. Eure Bilanz wird es euch danken!

Über Dieter

Dieter ist Zocker alter und Gambler ganz alter Schule. Er treibt sich gleichermaßen auf Retropartys und in den Casinos dieser Welt rum. Inzwischen nur noch wenige Jahre von der Rente entfernt, widmet der Finanzberater seine Freizeit vorrangig dem C64, aber auch Maschinen von Atari. Wenn Dieter zockt, dann sowohl mit als auch ohne Geld.