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Kurz angespielt: New Super Mario Bros.Wii

Eine ausführliche Einleitung sparen sich Miyamoto und seine Kollegen: Prinzessin Peach wird an ihrem Geburtstag von Bowser Jr. und seinen Schergen entführt, woraufhin sich der gute alte Mario ohne nur eine Sekunde zu zögern ins Abenteuer stürzt.
Wer die Reihe kennt, fühlt sich sofort zuhause, da einem Spieldesign und -konzept absolut vertraut vorkommen. Mario begegnet alten Bekannten und setzt das typische Mittel ein, um seine Gegner aus dem Weg zu räumen: Er hüpft ihnen einfach auf den Kopf. Steht der Held an einem Abhang, kann er diesen sogar hinabrutschen und so die ihm entgegenkommenden Wesen wegfegen.
Doch selbstverständlich kommen genauso die Steuerungsmöglichkeiten der Konsole zum Zug: Ebenen, die sich weiter oben befinden, erreicht Mario mit einem zusätzlichen Propellerhelm. Dazu schüttelt der Spieler einfach die Wii-Remote, die er übrigens waagrecht halten muss. Die Handhabung ist vor allem deswegen sinnvoll, weil es im weiteren Verlauf immer wieder Plattformen gibt, die der Held ausbalancieren kann. Das hat zweifellos Vorteile.
»New Super Mario Bros.Wii« ist ein liebevoll gestaltetes Videospiel mit Retrosounds. Doch man merkt sehr schnell, wie die Levels peu à peu schwieriger werden. Dies kann in schwierigeren Passagen zu Frust führen. Andererseits kann nun mit Freunden über den Frust diskutiert werden, denn es ist nun möglich, sein Glück gemeinsam mit bis zu drei weiteren Spielern zu versuchen. Dies erleichtert aber nicht das Vorankommen. Im Gegenteil. Es kann richtig chaotisch zugehen.

Fazit: Ein Videospiel, in dem viel Nostalgie lebt – und für das man viel Geduld mitbringen muss.
System: Nintendo Wii (angespielt), Nintendo DS
Entwickler/Verleger: Nintendo
Erscheinungsjahr: 2009
Webseite: www.nintendo.de

Kurz angespielt: Machinarium

Nach „Edna bricht aus“ und „Whispered World“ liefert Amanita Design mit „Machinarium“ das perfekte Spiel für die ganze Familie. Hat man erst einmal den gesamten Ordner auf die Festplatte kopiert, kann der Abenteuerspaß beginnen. Dieses Adventure fesselt einen ab der ersten Minute. Wie es sich für ein klassisches Point-and-Klick-Adventure gehört, wird ein bestimmter Charakter während des Spiels gesteuert. Bei „Machinarium“ ist es der kleine hässliche Roboter Josef. Bevor aber die Reise durch den Maschinenplaneten beginnen kann, man seine große Liebe befreien und den Bombenanschlag verhindern kann, muss man den armen kleinen Kerl erst zusammenbauen und ihm ein paar Beine besorgen. Witzige Animationen während des Spiels und irgendwie knuffig wirkende metallische Gegner bringen einen immer wieder zum schmunzeln. Je weiter man den Planeten erforscht, desto schwerer werden die Knobelaufgaben. So gehört es sich eben für ein gutes Adventure. Das Leveldesign sieht phantastisch aus und sorgt mit der dazugehörigen, ansprechenden Musik für eine tolle Atomsphäre während des Spiels. Als Zugabe liegt dem Spiel der Soundtrack als Audio-CD bei, sowie das Spiel „Samorost 2“.

Fazit: Schon lange nicht mehr so viel Spaß bei einem Point-and-Klick-Adventure gehabt. Absolut Empfehlenswert!
System: Mac OS X (angespielt), Windows
Entwickler: Amanita Design
Verleger: Daedalic Entertainment
Erscheinungsjahr: 2009
Webseite: www.machinarium.de

Kurz angespielt: Zaku

Mehr als zwei Jahrzehnte nach dem Start von Ataris glücklosem Handheld Lynx erscheint ein neues Spiel. Und das setzt die Messlatte, was Hobbyentwickler für Retrosysteme leisten können, sehr hoch. Denn das Shoot’em-up „Zaku“ wirkt wie ein verloren geglaubter Originaltitel, dank bis in Detail nachempfundener Packung, einem 32-seitigem Handbuch und vor allem eines nachgegossenen Moduls.
Die gleiche Detailliebe macht sich im Spiel bemerkbar, das an den PC-Engine-Klassiker „Air Zonk“ erinnert. Das kecke Wesen Zaku ballert sich auf der Suche nach verlorenen Disketten durch fünf Welten mit 16 Levels, um sich gegen diebische Pinguine und anderes Getier zu messen. Mehrere Schußvarianten, Raketenstiefel, Heilbonus und drei Schwierigkeitsstufen helfen dabei. „Zaku“ kann für 36 Euro inklusive Versand von der Webseite des Verlegers bestellt werden.

Fazit: Das originelle und liebevoll gemachte Actionspiel ist ein Glanzlicht für den Lynx.
System: Lynx
Entwickler: PenguiNet
Verleger: Super Fighter Team
Erscheinungsjahr: 2009
Webseite: www.zaku-lynx.com

Guten Rutsch und ein frohes neues Jahr 2010!

Unser Fazit 2009: Was für ein Jahr! Auch wenn es anstrengend, vollgepackt und intensiv war, so war es für uns, die Crew des RETRO-Magazins und der RETRO-Website, vor allem eines: sehr erfolgreich. Und das verdanken wir euch, unseren Leserinnen und Lesern.

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