Schlagwort-Archive: Günter Freiherr von Gravenreuth

RETRO-Lounge [55]: Günnis letzte Rache

Seit dem Selbstmord des in der digitalen Welt berüchtigten Rechtsanwalts Gravenreuth erreichen uns zahlreiche Mails, News, Alerts und Infos rund um die Berichterstattung zu diesem bizarren Fall. Kein Wunder: Allein Google News präsentiert derzeit (24.2., 20 Uhr) gut 120 Artikel zum Suchbegriff „Gravenreuth“. Mein bisher interessantestes Fundstück ist dieses hier – ziemlich deutliche Worte von Anwaltskollege Eisenberg aus Berlin:

´´Zu dieser Selbstzerstörung hat womöglich der heftige Streit mit der „taz“ entscheidend beigetragen. Im Gespräch mit stern.de erinnert sich „taz“-Anwalt Eisenberg an den Prozess und einen „bedauernswerten, jammervollen, armseligen kleinen Mann, der sich grottig verteidigt hat“. Von Gravenreuth, sagt Eisenberg, sei eine „groteske Figur“ gewesen und habe nichts Furchterregendes an sich gehabt. „Er war ein Betrüger, er hatte keine ethischen Grundsätze und hat sich immer nur mit Schwächeren angelegt, die er ausgenommen hat.“ Kurzum, so folgert Eisenberg: „Ich habe ihn als Schande für den Anwaltsberuf wahrgenommen.“ Dennoch sei er vom Schicksal seines einstigen Kontrahenten „menschlich sehr berührt“.´´

(Stern.de)

Was habt ihr gefunden?

Rechtsanwalt Gravenreuth ist tot

Er nahm sich in der vergangenen Nacht das Leben, so Heise Online.

Urteil gegen von Gravenreuth rechtskräftig

Das gegen den als Abmahn-Anwalt bekannten Günter Freiherr von Gravenreuth verhängte Urteil ist rechtskräftig. Die Revision Gravenreuths wurde verworfen.
Der bereits in den 1990er Jahren unter C64- und Amiga Homecomputer-Besitzern bekannte Anwalt versuchte mit den so genannten „Tanja-Briefen“ zum Raubkopieren zu animieren, um diese anschließend bei entsprechender Beantwortung wegen Verstoßes gegen das Urheberrecht abzugemahnen.
Nachdem er bereits wegen Veruntreuung zu 11 Monaten auf Bewährung verurteilt wurde und die Richter Gravenreuth „keine positive Legalprognose“ bescheinigen konnten, muss der Abmahn-Anwalt aufgrund zweier Straftaten eine Gesamtfreiheitsstrafe von 14 Monaten antreten.
Der ehemals in Gravenreuths Kanzlei tätige Anwalt Berhard Syndikus wurde bereits 2007 wegen Beihilfe zur gewerbsmäßigen Vervielfältigung und Verbreitung urheberrechtlich geschützter Werke zu 10 Monaten auf Bewährung und einer Geldstrafe verurteilt.