Archiv der Kategorie: Magazin

Antstream: „Netflix für Retro-Games“

Auf der Gamescom stellte das britische Unternehmen Antstream seine neue Plattform für Retro-Games vor. Das Besondere daran ist, dass die Games im Stream angeboten werden.

Antstream hat im Moment ungefähr 1.000 Titel lizensiert. Davon sollen rund 500 über die Streaming-Plattform abrufbar werden. Erweiterungen sowie regelmäßige Aktualisierungen des Angebots sind vorgesehen. So soll die Plattform immer wieder Neues bieten.

Die Games stammen von verschiedenen Systemen. Ob C64, Amiga, Nintendo oder ZX Spectrum – der Server sorgt dafür, dass die ursprüngliche Plattform keine Bedeutung mehr hat. Der Mitarbeiter von Antstream nannte den Dienst daher das „Netflix für Retro-Games“. Nach dem Vorbild muss man eine App installieren, die den Zugang zur Bibliothek gewährt. Game auswählen, anklicken und los geht es.

Das Problem der unterschiedlichen Spielsteuerungen hat man elegant gelöst. Alle Spiele sollen je nach Client mit Tastatur, Controller oder Touch-Steuerung spielbar sein. Die Demonstration auf einem iPad war durchaus eindrucksvoll. Hier wurden ein Steuerkreuz und Buttons in den Bildschirm eingeblendet. Vermutlich sind für die verschiedenen Plattformen noch allerhand Anpassungen notwendig, weshalb sich Antstream erst einmal auf die am meisten verbreiteten Betriebssysteme stützen will. Der Dienst soll demnächst für Android und Windows Betriebssysteme verfügbar werden. Weitere Plattformen sollen folgen – auf dem Messestand gab es neben dem bereits erwähnten iPad auch eine XBox zu sehen. Im Moment ist nur eine Vor-Registrierung möglich. Für Gamescom-Besucher gab es auf dem Handzettel einen Link mit Quiz, mit dem sich ein Jahr kostenloses Abo gewinnen lässt. Man ist also sehr bemüht, zum Start des Dienstes eine tragfähige Kunden-Basis zu haben.

Auf dem Messestand wurde eine Abo-Gebühr von 10 Dollar pro Monat genannt. Insofern orientiert man sich hier auch am Vorbild Netflix. Wenn man die Preise der Retro-Konsolen wie C64 Mini, Atari bzw. Megadrive Flashback oder Nintendo Classic berücksichtigt, könnte man für das selbe Geld mehrere Jahre Antstream finanzieren.
Alles in allem ist Antstream eine schöne Idee, Retro-Games einem größeren Publikum auf einfache Weise verfügbar zu machen. Wenn es Antstream gelingt, möglichst viele Top-Titel der verschiedenen Systeme zu lizenzieren und die problemlose Spielbarkeit der alten Software auf allen Geräten zu gewährleisten, dann sind die besten Voraussetzungen für einen erfolgreichen Start bzw. Betrieb gegeben.

H. Rösner

 

Purpur Tentakel Plüschfigur

Purpur Tentakel Plüschfigur wieder da!

Dr. Fred: „Leaping labrats! What have you done this time, you meddling milquetoast? Now Purple Tentacle is free to use his evil mutant powers to take over the world, and ENSLAVE ALL HUMANITY!“

Purpur Tentakel Plüschfigur

 

 

Tja, ganz blöde Situation für die Menschheit… Da hat es der Purpurtentakel doch tatsächlich geschafft, giftiges Abwasser aus dem Labor von Dr. Fred Edison zu trinken… nun sind ihm Tentakel-Ärmchen gewachsen und allein aufgrund dieser kümmerlichen Tatsache fühlt sich der Purpurtentakel dazu in der Lage, die Weltherrschaft an sich zu reißen…

 

Diese Logik mag etwas bizarr anmuten, aber so trägt es sich in dem berühmten Videospiel, das 1993 für MS-DOS und MAC erschienen ist, tatsächlich zu. Bernard, Hoagie und Laverne versuchen nun, den bösen Purpurtentakel von seinen noch böseren Plänen abzubringen.

Purple Tentacle: „Humans are our oppressors! They made us live in this horrible motel! They created us in ungainly forms so we could not rise against them! Try walking around with your legs tied together and glue on your shoes, you’ll see what I mean!“

Im Grunde seines Herzens meint der Purpurtentakel es aber gar nicht so böse. Wirf einen Blick auf sein ultraweiches Pendant, die Purpurtentakel Plüschfigur! Kann etwas, das so flauschig ist, wirklich böse sein? Wohl kaum.

Die Purpurtentakel Plüschfigur wird Dich treu begleiten und Dich in allem unterstützen, was die Erfüllung Deiner Pläne betrifft – so lange sie Abends mit Dir ins Bett darf. Erwähnten wir schon, wie flauschig sie ist? Das muss auch ein Nebeneffekt des Abwassers sein…

Bernard: Well, what possible harm could one insane, mutant tentacle do?

Wie wir bereits ausführlich erläutert haben, ist die größte Gefahr, die vom Purpurtentakel ausgeht, seine Plüschigkeit – diese könnte Dich um den Verstand bringen! Davon mal ganz abgesehen, verhält er sich völlig regelkonform und möchte am liebsten den ganzen Tag von Dir im Arm gehalten und geknuddelt werden. :)

Die Purpurtentakel Plüschfigur ist ab sofort wieder im Shop verügbar >KLICK<

Filmtipp: SILICON COWBOYS – Die Geschichte von Compaq Computer

Im Jahr 1981 dominierte IBM die Welt der Computer. Drei Freunde gründeten in Houston ein Computerunternehmen, dessen Geschäftsidee ein tragbarer PC war. Dabei ging es den drei Entrepreneuren noch darum, einen zum IBM PC vollständig kompatiblen Computer zu bauen. Die Dokumentation „Silicon Cowboys“ ist eine David gegen Goliath Geschichte, in der die bedeutende Rolle von Compaq Computer für die Computerindustrie beleuchtet wird. Die unbedingt sehenswerte Dokumentation ist auf Netflix verfügbar.

Retro Filmtipp: Micro Men

Die BBC Produktion aus dem Jahr 2009 erzählt die Geschichte der Heimcomputer von Sinclair und Acorn. Martin Freeman spielt Chris Curry, der Ende der 70er Jahre seinen Arbeitgeber Sinclair Radionics Ltd. verläßt um ein eigenes Unternehmen zu gründen, das unter dem Namen Acorn bekannt wurde. Eine Ausschreibung des BBC, die einen Computer für eine TV-Serie sucht, führt schließlich zum Kampf der Heimcomputersysteme.
Der sehenswerte Film ist in über Youtube verfügbar.

Die Rückkehr des Sinclair ZX Spectrum

Der Sinclair ZX Spectrum war in Deutschland bei den Verkaufszahlen dem Commodore 64 unterlegen. Auf den britischen Inseln hat der ZX Spectrum von allen Heimcomputern der 80er Jahre bis jetzt den höchsten hohen Kult-Status entwickelt. Es gab bzw. gibt mehrere Versuche, den ZX Spectrum wieder zu beleben. Die Rückkehr des Sinclair ZX Spectrum weiterlesen

Erfindung aus Versehen: 50 Jahre Taschenrechner

Als Jack Kilby 1966 ins Labor von Texas Instruments (TI) in Dallas ging, wollte er nur eine praktische Anwendung für den neuesten Mikroprozessor konstruieren. Das Ergebnis war Anfang 1967 der erste Taschenrechner der Welt. Am 29. März vor 50 Jahren stellte er seinen Cal Tech dem Direktor von TI vor.

Kilby hatte 1958 den ersten integrierten Schaltkreis entwickelt, wofür er im Jahr 2000 den Physik-Nobelpreis erhielt. Seine Erfindung des Taschenrechners blieb jedoch ein Versuchsmodel. Obwohl das Gerät einwandfrei funktionierte und alle vier Grundrechenarten beherrschte, blieb der Cal Tech ein Einzelstück. Texas Instruments erkannte nicht, dass es für solche Rechenhilfsmittel einen Markt gab. Stattdessen verkauften 1970 japanische Unternehmen die ersten Taschenrechner. Der Canon Pocketronic basierte fast komplett auf der Technik des Modells von Kilby. Auch hier wurden die Ergebnisse nicht elektronisch angezeigt, sondern auf einem kleinen Streifen Thermopapier ausgedruckt.

Taschenrechner
Das Foto zeigt die 1970 zuerst verkauften Canon Pocketronic, Sanyo ICC-82D und Sharp EL-8 (v. l.) (Bildnachweis: Jan Braun/HNF)

Neben Canon waren auch Sanyo und Sharp beinahe zeitgleich mit ihren Modellen in den Läden. Heute würden die klobigen Geräte kaum als Taschenrechner durchgehen. Doch die handliche Form und der Akkubetrieb waren ein enormer Fortschritt gegenüber den bis dahin vorherrschenden Tischrechnern, die nicht mobil waren. „Ein Taschenmodell von erstaunlicher Leistungsfähigkeit bei nur 740 g Gewicht“, begeisterte sich 1971 die Fachzeitschrift Funkschau über den Sharp Elsi 8. Der Akku hielt im günstigsten Fall drei Stunden durch. Als die ersten Taschenrechner von Canon, Sanyo und Sharp 1970 in Deutschland angeboten wurden, mussten die Käufer 2.000 DM auf den Tisch legen, der damalige Preis eines Gebrauchtwagens.

Einen umfassenden Überblick über die Entwicklung des Taschenrechners bietet das Paderborner Heinz Nixdorf MuseumsForum. Im weltgrößten Computermuseum sind neben den drei ersten kommerziell erfolgreichen Modellen weitere 700 Taschenrechner zu sehen, die die rasante Entwicklung verdeutlichen.

Das Herz der Rechner, der Mikroprozessor trat Anfang der 1970er-Jahre seinen Siegeszug an. Damit stieg die Leistungsfähigkeit der Rechner genauso schnell an wie der Preis verfiel. So gab es 1974 die ersten Geräte für unter 100 DM. Der HP 35 von Hewlett Packard ermöglichte bereits die Berechnung von Winkel- und Exponentialfunktionen. Dieser erste technisch-wissenschaftliche Rechner erschien 1972. Im selben Jahr setzte schließlich auch Texas Instruments die eigene Erfindung kommerziell um und bot den TI-2500 Datamath zum Kauf an.

Danach eroberte der Taschenrechner zuerst die Ingenieurbüros und Forschungslabore bevor er in den Kinderzimmern und Klassenräumen für Furore sorgte. Damit war er das Vorbild für die späteren Erfolgsgeschichten von Personal Computer und Mobiltelefonen, die Diskussion um Sinn und Unsinn dieser elektronischen Hilfsmittel und Statussymbole bereits vorwegnehmend.

Mehr Informationen zur Erfindung des Taschenrechners bietet der Blog des Heinz Nixdorf MuseumsForums: http://blog.hnf.de

Monkey Island

Der berühmte Knobel-Pirat aus Monkey Island in Pixeln auf einem Badehandtuch

Das Monkey Island  Badehandtuch

Der bekannte Möchtegern-Pirat am Strand mit Affe und Bananen.

Kennst Du das? Da will man Pirat werden, einer dieser richtig vorbildlichen, raubeinigen Piraten und dann geht alles schief? Keiner nimmt einem das Seebärenleben so richtig ab, ein eigenes Schiff hat man auch nicht und plötzlich steckt man knietief im Voodoo-Schlamassel und muss sich mit fiesen Geisterpiraten rumschlagen? Außerdem ist da auch noch dieser Affe, der diese Bananen will. Nein, nicht der, mit den drei Köpfen – der andere ;)

Monkey Island

Das einzige, was hilft, sind ausgerechnet unzählige Kombinationsrätsel und andere Kopfnüsse? Und das Ganze bei pixeligem Karibik-Feeling?
Ja? Hörst Du im Hintergrund schon diesen unverwechselbaren, grandiosen Soundtrack?

Monkey Island

In diesem Fall ist dieses Monkey Island Badehandtuch genau das Richtige für Dich. Bringe das Point-and-Click-Grübeln zurück an die Strände und in Dein Badezimmer und – wer weiß – vielleicht gewinnst am Ende sogar das Herz der Gouverneurin ;)

Zu Ostern gibt es das Badetuch zum Aktionspreis von 24,24 € Mehr Hier >KLICK<

Technische Details
  • Material: 100% Baumwolle, 560g/m2
  • Abmessungen: Groß: 140cm x 72cm
  • Leistungsvermögen: Geprüft auf Schadstoffe nach Öko-Tex Standard 100
Die Nixdorf Story

Retro 40 | Die Nixdorf Story – erscheint am 07.03.

Retro #40

Die Nixdorf Story – kommt am 07.03.

Die Nixdorf Story
Ideen und Tatendrang

Besessen von seiner Idee, voller Tatendrang und schöpferischer Ungeduld hat Heinz Nixdorf sein Unternehmen aufgebaut. Immer neue Erfolge trieben ihn an. Er wurde zum Pionier in einer längst von Großkonzernen beherrschten Branche. Er ist das Paradebeispiel des „dynamischen Unternehmers“. So beschrieb ihn der große Nationalökonom Joseph Schumpeter als den „Motor der wirtschaftlichen Entwicklung“. Das Zeitalter der Computerindustrie hatte gerade erst begonnen.  Nixdorf baute 1952 in einer Kellerwerkstatt seinen ersten, mit einigen hundert Röhren ausgestatteten Elektronenrechner. 34 Jahre später ist die Nixdorf Computer AG in Paderborn mit ihren über 23 000 Mitarbeitern der drittgrößte Computerhersteller in Europa.

072-073-kapitel-5Die Nixdorf Story erzählt…

Welches waren die Kräfte, die den Studenten der Physik dazu bewegten, das Risiko auf sich zu nehmen und Unternehmer zu werden?
„Retro“ schildert die Herkunft und den Weg, den Heinz Nixdorf gegangen ist. Es zeigt die keineswegs problemfreie Entwicklung seines Unternehmens auf. beschäftigt sich mit Nixdorfs Führungsstil, seinem Verhältnis zu den Menschen, die ihn begleiteten, seinen Ideen und Ambitionen.

130-130-kapitel-10Retro #40 lüftet das Geheimnis des Erfolges von Heinz Nixdorf, wobei sowohl die Stärken als auch Schwächen sichtbar werden. Dabei erweist sich manches, was bisher über diesen Mann geschrieben wurde, als Klischee.

Retro 40 | Die Nixdorf Story mit 172 Seiten lässt sich Versandkostenfrei vorbestellen.

Die Nintendo Story

Retro 39 | Die Nintendo Story jetzt im Handel

Die Nintendo Story | Retro 39

ab heute überall im Handel

Retro 39

Nintendo hat heute einen weltweiten Bekanntheitsgrad.

Als das Unternehmen Anfang der 80er den amerikanischen Videospielmarkt in den Fokus nahm, fanden sie eine zusammengebrochene Branche vor, die sich in den Jahren zuvor selbst zerstört hatte.

Was durfte Nintendo auf keinen Fall falsch machen?

„Am besten macht Ihr gar nichts“, war die überwiegend genannte Antwort. Aber das Unternehmen sah die Lücke.

Die Japaner wussten geschickt genau diesen Zustand für sich zu nutzen, um einen durchschlagenden Erfolg zu erringen. Dies machte die Marke Nintendo erst zu der Marke, die wir heute kennen.

Das Retro #39 erzählt die spannende Geschichte wie Nintendo das Gesicht der digitalen Unterhaltungsindustrie in nur 10 Jahren veränderte.

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