Kategorienarchiv — „RETRO-Lounge“

RETRO-Lounge [84]: 25 Jahre C64-Freude – guten Rutsch!

1986 fing alles an. Deshalb ist 2011 das Jahr, in dem sich mein erster C64-Kontakt zum 25sten Mal jährt – und dieses Jahr endet in wenigen Stunden. Wow! Nach gebrauchten, geborgten und anderweitig erbeuteten Brotkästen kam dann 1988 diese brandneue Errungenschaft ins KinderJugendzimmer. Warum gerade diese? Nun ja: der einzige Laden, den ich damals in unserer Nähe fand, war Vobis – und die hatten nur dieses C64-Set vorrätig. Eine 1541-II gabs noch oben drauf (die war dafür ´88 brandneu und somit auch entsprechend teuer) – und schon war der Junge insgesamt über 600 DM los. Daß es sich natürlich absolut gelohnt hat, steht wohl außer Frage. (Sonst gäbe es diese Website ja auch nicht …)

1991 verblaßte das Interesse am Brotkasten ein wenig, denn es kam ein Amiga 500 dazu, der natürlich noch ein wenig faszinierender war (der echte Retrocharme konnte bei einem frischen System natürlich noch nicht einsetzen, spannend war hier – wenig überraschend – vor allem der technische Fortschritt). Der Brotkasten trat in die zweite Reihe, in der er allerdings nicht lange allein verweilen mußte: nur wenig später folgte ihm bereits der A500 – und dem folgten wiederum ein A500plus, ein A600, ein A2000, ein A1000 (!) sowie ein C64C, ein C128 und ein C128D. Geplant waren immer mal wieder ein A4000 (da war Commodore aber schon in schwerem Fahrwasser und die potentielle Investition fragwürdig) und – fragt mich bitte nicht, warum – ein A3000UX. (Die Unix-Frage löste ich dann u.a. auf dem A2000, der das tadellos hinbekam.)

Tja, und irgendwann im Laufe der Jahre wurde die zweite Rechner-Reihe letztlich die spannendere – danke, Windows! Man kann zusammenfassend sagen: es war nicht weniger als der Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Und ich bin mir sicher, daß es nicht nur mir so ging: Jeder aus dem RETRO-Team kann mit Sicherheit solche oder ähnliche Geschichten erzählen und deshalb schauen wir auch hoffnungsfroh ins neue Jahr, voller Elan und mit viel Neugier auf neue und alte Systeme, um diese Freundschaft fortzuführen. Denn soviel steht jetzt schon fest: retromäßig wird es mit Sicherheit spannend.

Genießt die Retrokultur in 2012! Guten Rutsch ins neue Jahr!

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RETRO-Lounge [83]: Ehrliche fünf Sekunden: We are not delighted, Mrs Kroes!

Neelie Kroes scheint den mehrfach gescheiterten Ex-Minister Guttenberg ja aus irgendeinem Grund ganz fest ins Herz geschlossen zu haben, sonst hätte sie wohl kaum dermaßen oft und stoisch während der Pressekonferenz zum EU-Projekt „No disconnect“ betont, daß sie total „delighted“ über sein Mitwirken sei. Sehr große Teile der digital aktiven Deutschen, zum Beispiel zahlreiche Twitter-User, scheinen dieses Entzücken keineswegs zu teilen. Kein Wunder: es gibt eigentlich nichts, was Guttenberg zu der hochgradig sensiblen und spannenden Thematik substantiell beitragen, geschweige denn ihm einen entsprechenden Expertenstatus zukommen lassen könnte. Mir fallen hier spontan Dutzende Menschen ein, die ungleich kompetenter und geeigneter sind für diesen Job. Aber irgendetwas jenseits echter Kompetenz muß es ja sein, was Frau Kroes so entzückt hat. Wir konnten es auf der Pressekonferenz leider nicht erfahren. Schade.

Neelie Kroes & RETRO

Kleine Wette gefällig? Ich sage: Guttenberg wird auch diesmal versuchen, seine Inhaltslosigkeit durch Inszenierung zu übertünchen. Denn warum sollte jemand, der diese Strategie ein Leben lang eingesetzt hat, nun innerhalb weniger Monate davon abkommen, von diesem ganz besonderen, großspurigen Gehabe, gespeist vom (irrigen) Gefühl einer Art natürlicher Überlegenheit, getragen vom satten Brustton der Überzeugung, kurz: von der Inszenierung? Weil er aus Schaden klug geworden ist? Das wäre natürlich ein veritabler Grund, aber davon ist schon allein deshalb nicht auszugehen, weil er dann diesen Beraterposten gar nicht erst angenommen hätte.

Kann er also auch anders? Grundsätzlich und unter bestimmten Voraussetzungen natürlich schon. Aber Guttenberg spult auch diesmal seine nicht gerade sympathische Großspurigkeit ab, so wie in den ersten fünf Sekunden dieses Videoauschnitts, in denen er die Journalistenfrage beantwortet, warum dieser Auftritt kein Comeback in der deutschen Politik sei:

Seriously, Mrs Kroes, we are not delighted.

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RETRO-Lounge [82]: Harsche Kritik an „Nerd Attack!“

Die Rezension der Süddeutschen kommt recht hart rüber, wie ich finde:

Was sagt es eigentlich über eine Zeit aus, wenn sich selbst die technische Avantgarde darin gefällt, mit verklärendem Blick auf die guten alten Zeiten zurückzuschauen?

Ist „Nerd Attack!“ von Christian Stöcker, ein Buch über die „Generation C64″, so leicht anzugreifen? Was haltet ihr von der Kritik?

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RETRO-Lounge [81]: C64 Extreme: noch mehr Power für die Wiederauferstehung

Die C64-Nachricht der letzten Tage läßt sich recht praktisch abkürzen: C64x. Gemeint ist damit der C64 Extreme. tomshardware.de beschreibt die Ausstattung wie folgt:

Der C64x-EX ist für Fans mit etwas mehr Performancehunger das Modell schlechthin. Im Gehäuse stecken ein 2,2 GHz schneller Intel Core i7-2720QM, ein Arbeitsspeicher mit einer Größe von 8 GB, eine 2 TB große Festplatte und ein R/W-DVD-Laufwerk. Auch hinsichtlich der Schnittstellenausstattung zeigt sich der Retro-Commodore vielfältig. Neben zwei USB-3.0- und fünf USB-2.0-Anschlüssen kann der Nutzer auf einen eSATA-Port zurückgreifen. Das Display kann über HDMI, DVI oder VGA eingebunden werden. Für den Zugang zu Netzwerken stehen Gigabit-LAN und WLAN nach n-Standard bereit.

Klingt üppig – und das ist in der Hardwarewelt ja meist schon die halbe Miete –, doch chip.de läßt sich beispielsweise nicht begeistern:

Der C64x Extreme für rund 1.500 Dollar ist unserer Meinung ein Angebot, nach dem die Welt nicht gesucht hat: Dem starken Intel Core i7-2720QM fehlt eine ähnlich flotte Grafik, damit auch neue Spiele auf dem neuen Commodore 64 flüssig und in ansehbarer Grafik laufen würden. Und um rein die alten 8-Bit-Spiele für den klassischen Commodore auf dem neuen Brotkasten-Rechner per Emulator zu spielen, dafür ist der Core i7 wiederrum maßlos überdimensioniert.

Die Sinnfrage stellte sich mir hier ebenfalls sehr schnell. 1500 US-Dollar für ein schnelles Linux Mint 11 im C64-Lookalike-Gehäuse? Ist das nicht vielleicht ein bisserl wie das stolze Herumzeigen einer vom LKW gefallenen Fake-Louis-Vuitton-Tasche beim sonntäglichen Spaziergang? Wo ist da die C64-Evolution?

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RETRO-Lounge [80]: Impressionen

Es ist spät (oder früh, je nachdem) … keine Lust auf aktive Betätigungen im digitalen Raum? Dann einfach entspannende Musik anschalten, hier klicken und berieseln lassen.

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RETRO-Lounge [79]: Your daily dose of Commodore news

Die eigene Newsaggregation („Daily“) ist ja eine recht beliebte Form der Informationsaufbereitung, befeuert durch Anbieter wie paper.li. Für den Commodorefreund gibt es natürlich auch etwas: Die Commodore Magazine Zeitung. Heute auch mal mit News aus der RETRO-Lounge. Ach ja: das Ganze dreht sich um Tweets.

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RETRO-Lounge [78]: Die teure Verpixelung von Miles Davis

Vor gut zwei Jahren hat Seba einen kurzen Beitrag über das 8-Bit-Tribute to Miles Davis geschrieben. Das Ganze nennt sich „Kind of Bloop“, angelehnt an das Miles-Davis-Album „Kind of Blue“ und sollte eine digitale Hommage an einen grandiosen Musiker sein. So weit, so gut.

Pluspunkt: Die Rechte zur Neuauflage der Songs in 8-Bit-Chiptunes-Manier lagen dem Macher Andy Baio vor. Maluspunkt: Die Rechte für das Cover hatte er nicht:

While Baio got the blessing of Davis‘ publisher to cover the songs, and donated any money he got from a Kickstarter fundraiser away, he didn’t even think to ask about the cover art. Deciding it was most fitting given the nature of the album, he took the original art from Kind of Blue and made it all 8-bit. Appropriate and cute!

(Quelle: kotaku.com)

Das fand der Cover-Rechteinhaber weder appropriate noch cute und ging mit rechtlichen Schritten gegen Baio vor. Da das Durchfechten eines solchen Rechtsstreits für Baio wohl mit zu vielen Risiken versehen war, einigte er sich letztlich außergerichtlich, ganz nach dem Motto: Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

Die Folge: 32.500 US-Dollar Kosten für Baio. Und ein Bildernutzungsverbot.

Baio hatte gar nicht vor, mit dem Projekt Geld zu verdienen. Nun, das ist ihm, auf eine recht tragische Art und Weise, ja auch gelungen.

Doch warum gab es den Ärger überhaupt? Ganz einfach: der Fotograf des Original-Miles-Davis-Fotos hatte wohl schlicht etwas gegen den groben 8-Bit-Style.

„He is a purist when it comes to his photography,“ his lawyer wrote. „With this in mind, I am certain you can understand that he felt violated to find his image of Miles Davis, one of his most well-known and highly-regarded images, had been pixellated, without his permission, and used in a number of forms including on several websites accessible around the world.“

(Quelle: Baios Website)

Purist oder Banause?

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RETRO-Lounge [77]: Digitales Brechmittel mit Erfolgsgarantie!

Diesen furchtbaren Song habe ich in einem 80s-Internet-Radiosender entdeckt und zuerst an einen üblen Scherz geglaubt – doch weit gefehlt: der Mist ist ernst gemeint! Das gehört nicht in die Liste der Greatest One Hit Wonders of the 80s, sondern in die der Worst One Hit Wonders. (Wikipedia weiß: „A follow-up release in May 1982, „Do the Donkey Kong“, just missed the Billboard chart, ranking #103.“ Eine echte Tragödie …)

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RETRO-Lounge [76]: BIOS bald retro?

Wenn es nach heise.de geht, dürfte auch das uns allen wohlbekannte BIOS bald ein Fall für unser Magazin werden, denn Microsoft wird Windows 8 nicht mehr mit dem BIOS spielen lassen. Das ist out. In ist nun UEFI. Das heißt aber auch, daß alte Geräte ggf. kein Windows 8 werden nutzen können. Damit wird es dann nicht nur ein Stückchen neue Retrohardware geben, sondern unter Umständen einen gigantischen Berg … Aber das war aufgrund der 64-Bit-Entwicklungen ja auch durchaus abzusehen.

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RETRO-Lounge [75]: Datenhack entscheidet über Spieleschicksal

Sind Sie PlayStation-Network-User? Haben Sie jetzt auch keine Lust mehr auf Gehacktes? Dann teilen Sie Ihren Unmut doch mit anderen Userinnen und Usern, beispielsweise bei der Onlineumfrage der Softwarefirma redspotgames. Das im August letzten Jahres angekündigte „Rush Rush Rally Racing“ für PlayStation minis steht nach der jüngsten Datenpanne des PlayStation Networks auf der Kippe und die Online-Umfrage soll nun nicht nur eine Entscheidung für diesen Titel herbeiführen, sondern auch „wegweisend“ für weitere Projekte sein. Die Umfrage läuft noch bis zum 31. Mai. Vielleicht gibt es ja bald auch eine Abstimmung über die Wiederauflage von Retrogames. Das wäre dann wirklich mal eine sinnvolle Umfrage. Also: Stimme nutzen!

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