Kategorienarchiv — „RETRO-Lounge“

RETRO-Lounge [76]: BIOS bald retro?

Wenn es nach heise.de geht, dürfte auch das uns allen wohlbekannte BIOS bald ein Fall für unser Magazin werden, denn Microsoft wird Windows 8 nicht mehr mit dem BIOS spielen lassen. Das ist out. In ist nun UEFI. Das heißt aber auch, daß alte Geräte ggf. kein Windows 8 werden nutzen können. Damit wird es dann nicht nur ein Stückchen neue Retrohardware geben, sondern unter Umständen einen gigantischen Berg … Aber das war aufgrund der 64-Bit-Entwicklungen ja auch durchaus abzusehen.

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RETRO-Lounge [75]: Datenhack entscheidet über Spieleschicksal

Sind Sie PlayStation-Network-User? Haben Sie jetzt auch keine Lust mehr auf Gehacktes? Dann teilen Sie Ihren Unmut doch mit anderen Userinnen und Usern, beispielsweise bei der Onlineumfrage der Softwarefirma redspotgames. Das im August letzten Jahres angekündigte „Rush Rush Rally Racing“ für PlayStation minis steht nach der jüngsten Datenpanne des PlayStation Networks auf der Kippe und die Online-Umfrage soll nun nicht nur eine Entscheidung für diesen Titel herbeiführen, sondern auch „wegweisend“ für weitere Projekte sein. Die Umfrage läuft noch bis zum 31. Mai. Vielleicht gibt es ja bald auch eine Abstimmung über die Wiederauflage von Retrogames. Das wäre dann wirklich mal eine sinnvolle Umfrage. Also: Stimme nutzen!

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RETRO-Lounge [74]: War da mal was?

Natürlich: Tron. In den 80ern ein Hit. Genauer gesagt: 1982. Ein Superjahr, wie wir wissen, denn …

Ein Computer namens Commodore C64 wird vorgestellt und wird für Heimanwender mit seinen 64 Kilobyte Speicher das Optimum an Computer, das man sein Eigen nennen kann. Futuristische Visionen gibt es damals wie heute, aber so etwas wie das Internet kann man sich noch lange nicht vorstellen. Und, in diesem Jahr erscheint der Spielfilm Tron in den Kinos. Er soll stilbildend für viele, ihm folgende Science-Fiction-Filme werden und auch erstmals vollständig im Computer generierte Welten zeigen. Ein Meilenstein.

(Quelle: n-tv)

Nach 30 Jahren gibt es also eine Fortsetzung. Da hat der Film dem C64 etwas voraus …

(Disclaimer: Dieser kurze Text wurde nicht aufgrund der faszinierenden Feststellung einer Fortsetzung von Tron erstellt, denn der dazugehörige Kino-Trailer lief bereits dermaßen oft in den letzten Monaten, daß inzwischen wohl jeder Cineast von der Existenz dieses Films wissen dürfte. Nein, hier geht es – wie so oft – vor allem um den C64. Nicht mehr und nicht weniger.)

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RETRO-Lounge [73]: Ein voller Erfolg: Die Eröffnung des Computerspielemuseums in Berlin

Hach, war dit schön! Ein gelungener Abend, viele nette Leute und haufenweise Spiele, die man ausprobieren konnte – die offizielle Eröffnung des Computerspielemuseums in Berlin hat funktioniert und dürfte deshalb auch allen Anwesenden entsprechend gut gefallen haben. Zumindest sah man fast ausnahmslos glückliche Gesichter – was bestimmt nicht nur an Sekt und Bier lag, sondern mit Sicherheit auch am berühmten Spaß am Gerät. Und wann sieht man bei einem Museumsbesuch schon mal so verzückte Menschen?

Die Presse gab sich die Klinke in die Hand und machte auch vor unseren RETRO-Redakteuren nicht halt. So war Frank Interviewpartner des ZDF und RTL schaute bei Christian vorbei. Vielleicht hat das den medial stark frequentierten Museumsdirektor Andreas Lange ja auch etwas entlastet, denn er konnte sich vor Kameras und Glückwünschen kaum retten. Völlig zu Recht, denn das Konzept des Museums überzeugt und läßt gleichzeitig noch genug Raum für Sonderausstellungen und Events. Der erste Event steht ja auch schon kurz vor der Tür: Das Computerspielemuseum ist Teil der Langen Nacht der Museen und bietet auch beim Global Game Jam eine Anlaufstelle.

Highlight der Eröffnungsfeier war sicherlich die etwas wackelige, aber sehr humorvolle Skype-Schaltung zu Ralph H. Baer, dem legendären Spieleentwickler und Schirmherrn des Museums. Bleibt nun zu hoffen, daß seine Schirmherrschaft Glück bringt und das Museum ein voller Erfolg wird, da es neben dem DDR-Museum das einzige Haus in der Stadt ist, welches ohne staatliche Unterstützung auskommen muß, so die an diesem Abend kommunizierte Info. Schade, daß der Staat die Relevanz des Kulturguts Computerspiel immer noch nicht wirklich auf dem Schirm hat. Wer sich nun solidarisch zeigen möchte: Karl-Marx-Allee 93a, U Weberwiese (leider derzeit etwas verdeckt von ein paar Baucontainern).

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RETRO-Lounge [72]: Intelligenz unterliegt keiner Altersbeschränkung

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RETRO-Lounge [71]: Frohes Neues!

In Berlin tauchen zahlreiche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erst in der zweiten Januarwoche wieder aus dem Weihnachtsurlaub auf, so daß weder in Bussen und Bahnen (glücklicherweise, wie man derzeit ja sagen muß) noch auf den Straßen viel los ist. Interessant, daß diese sicherlich in einigen deutschen Städten vorzufindende Situation sehr identisch mit dem Zustand unserer RETRO-Website ist. Auch hier ruht der See derzeit ziemlich still. Nun ja, dann wünsche ich euch zumindest schon mal im Namen aller Mitwirkenden ein frohes neues Jahr und bereite euch mental auf die Eröffnung des Computerspielemuseums am 21.1. in Berlin vor. Dort werden auch wir vom RETRO-Magazin zu finden sein, so daß wir dies als inoffizielles zweites Usertreffen betrachten können. (Davon haben wir übrigens auf dem ersten Usertreffen im August auch schon gesprochen.) Das dritte Usertreffen im Frühling/Sommer soll dann aber definitiv mit (An)Grillen verbunden werden. Gesucht wird also immer noch eine nette Hütte am Wasser. Vorschläge?

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RETRO-Lounge [70]: Verdrängungskampf auf der Datenautobahn

Mit etwas schiefen Metaphern aus dem Straßenverkehr möchte uns Bitkom-Präsident Scheer von einer „intelligenten Steuerung“ des digitalen Datenflusses überzeugen. Was er unter intelligent versteht, wird jedoch schnell klar: eine „Vorfahrtsregelung“ auf dem Datenhighway, die er der Regulierungskraft des Marktes überlassen möchte. Sollte dies über eine anbieterunabhängige und diskriminierungsfreie Unterscheidung nach Datentyp (Video, Musik, Mail, etc.) hinausgehen und so potente Datenlieferanten automatisch bevorzugen, wäre dies freilich alles andere als intelligent. Wer das Netzbusiness kennt, der weiß: es wird kaum bei einer Zehntelsekunde Verzögerung für weniger trendige Angebote wie E-Mail bleiben, wenn erst einmal grenzenlos priorisiert werden darf. Die von Unternehmen herbeigesehnte Priorität von Daten kann zudem keinesfalls mit Sonderrechten im Straßenverkehr gleichgesetzt werden. Ein Spielfilm ist kein Notarzt und die Telekom nicht das Rote Kreuz. Wenn man deshalb für eine – im Übrigen dringend notwendige – Versachlichung der Debatte plädiert, sollte man besser nicht den Eindruck erwecken, alles laufe auf ein Recht des Stärkeren hinaus. Die besten Inhalte brachte das freie Internet hervor. Diese epochale Entwicklung darf nicht durch falsche Entscheidungen ausgebremst werden.

(Kommentar erschienen in Ausgabe 50/2010 des Wochenmagazins FORUM)

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RETRO-Lounge [69]: Lächerlich!

Heute schon gelacht? Oder immerhin gegruselt? Noch nicht? Dann gibt es da was für Sie: Lothar Bisky zählt sich zur Generation C64. Das klingt nicht nur auf den ersten Blick albern. Man erhält bei genauerer Betrachtung direkt und ohne Umschweife die Bestätigung:

„Sie zählen auch zur Generation C64?“

„Ja. Als Medienwissenschaftler war klar, dass ich mich mit den Neuen Medien beschäftige. An der Hochschule für Film und Fernsehen in Babelsberg, deren Rektor ich ja war, hatten wir Neue-Medien-Gruppen. Gearbeitet wurde mit dem C64, aber auch mit anderen Rechnern. Einige der damaligen Studenten sind heute Unternehmer und stellen Bilder per Computer her.“

(Quelle: „Neues Deutschland“)

Sieht nach einer ganz billigen Anbiederung an junge und digital fitte Wählerinnen und Wähler aus in der Hoffnung, diese mit einem hippen Buzzword für die eigene Partei gewinnen zu können. Schlägt die Parteiarbeit so sehr aufs Gemüt, daß solche Absurditäten plausibel erscheinen?

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RETRO-Lounge [68]: Der Soldat in uns

In meiner wissenschaftlichen Arbeit geht es nicht selten um Imagination, Abstraktion und die Unterschiede zwischen digital und analog bzw. digitaler und analoger Welt. Konkret heißt das beispielsweise: ein C64 nötigte uns eine andere, durchaus intensivere Imaginationsleistung ab als ein zeitgenössischer Windows-Rechner mit fetter Grafikkarte und anderen üppigen Leistungsparametern dies heute tut. Denn um in einem 16farbigen 160×200-Pixel-Autorennspiel ein Auto, die Strecke und die Beifahrerin entdecken zu können, ist eine gehörige Portion Imaginationskraft notwendig. Die heutigen Games liefern hingegen meist mundgerecht zubereitete Datenhappen, die in weiten Teilen eher an einen Film erinnern und weniger an ein klassisches Computerspiel. Über diese Unterschiede, die Grenzen und deren Überschreitung kann man nun vortrefflich diskutieren, was gegenwärtig ja auch gemacht wird: der Trailer von „Call of Duty: Black Ops“ sorgt zurzeit für solche Diskussionen. Der genaue Grund: Hier wird ebenfalls die Grenze zwischen digitaler und analoger Weltdarstellung aufgehoben, und das in einem recht außergewöhnlichen Maße, denn die Spielzüge werden hier von Schauspielern mit echten (Film-)Waffen dargestellt. Und genau diese Idee wird beispielsweise bei der ZEIT kritisiert. Was haltet ihr davon? Taugt diese Grenzüberschreitung dazu, den „Killerspiel“-Kritikern neue Argumente gegen solche Games zu geben („Coolness-Inspiration für künftige Amokläufer“) oder ist das ein völlig unnötiger Streit, weil die Ironie des Trailers ausreichend deutlich wird und man die Kirche im Dorf lassen sollte?

Wer den Stein des Anstoßes noch nicht kennt – bitteschön:
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Hier auch der ZEIT-Artikel über den Trailer: „Den Soldaten in uns im Zaum halten. Ein Video, in dem reale Menschen herumballern, bewirbt den Shooter „Call of Duty: Black Ops“. Lustig gemeint, aber eine gefährliche Grenzverletzung. Ein Kommentar“

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RETRO-Lounge [67]: Skurrile Spiele, anyone?

Bestimmt habt ihr auch die Diskussionen rund um das „Serious Game“ „1378(km)“ mitbekommen: nach einer Flut von Beschwerden wurde es zurückgezogen, noch bevor es überhaupt veröffentlicht wurde.

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Ich würde dieses Spiel auch eher in die Rubrik „Skurril“ packen und weniger in „Serious“. Aber skurrile Spiele gab es ja bereits einige in der Computergeschichte: von so widerlichen Angelegenheiten wie „Hitler-Diktator“ oder „KZ-Manager“ über absurden Kram wie die „linksextreme Wirtschaftssimulation“ „R.A.F.“ bis zu Büroballereien wie „Moorhuhn“ dürfte so ziemlich jede skurrile Idee bereits einmal in Bits und Bytes gewandelt worden sein. Mir fallen da spontan auch die zahlreichen (Flash-)Games ein, die sich nach 9/11 Osama Bin Laden vorgeknöpft haben und die wohl auch als digitaler Blitzableiter für aufgestaute Aggressionen gedient haben dürften.

An welche skurrilen Spiele erinnert ihr euch? Gibt es ein Highlight, welches aus eurer Sicht Computergeschichte geschrieben hat? Das so bescheuert, absurd, seltsam oder dümmlich ist, daß man es nicht verpaßt haben sollte?

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