Kategorienarchiv — „Texte“

Mensch – Papier – Maschine (RETRO #27 – Sneak)

Anlässlich der heutigen Schenkung von 2.000 Blatt Endlospapier (durch die KiTa meines Sohnes, deren ganzer Keller voll mit solchen Kartons ist und die das Papier als Malpapier für die Kleinen benutzt), gebe ich heute Einblick in einen Teil meines Artikels über das Verhältnis von Menschen, Computern und Papier „in the good ‚ol days“:

Papier

Die heute allgegenwärtige Paginierung von selbst virtuellen Dokumenten auf DIN- oder Letter-Formate ist weniger ein Resultat der Schreibmaschinen- oder Druckertechnologie als der Postgeschichte und ihrer Briefformate. Drucker können, wie Schreibmaschinen, wenn auch nicht beliebig breites, so doch prinzipiell beliebig langes Papier verarbeiten. Die Seitenbreite korrespondiert zumeist im Sinne des WYSIWYG bei Druckern häufig mit der maximalen Zeichenanzahl auf dem Monitor. Im Homecomputerzeitalter waren dies 40 Zeichen für Privatanwender und in professionellen Kontexten 80 Zeichen (diese konnte schon der erste DEC-Nadeldrucker in einer Zeile unterbringen). Alles Schmalere verhindert gute Lesbarkeit, alles breitere weckt den Eindruck des Ornaments.

Variierte die Breite des Papiers zwischen 21 und 31 Zentimetern so lehnte sich die Länge des Papiers hingegen wiederum der Turingmaschine an: Endlospapier braucht der Computer um all das ausdrucken zu können, was er prinzipiell ausdrucken könnte. Dieses Endlospapier kommt in verschiedenen Formaten daher – gemein ist jedoch allen, dass das endlos zu druckende Papierband arretiert werden muss, damit der Ausdruck gelingt. Deshalb sind Endlospapier mit seitlichen Perforationen versehen, die es dem Drucker erlauben, den Papiertransport zwar auf diskrete Weise aber immerhin in zwei Richtungen zu kontrollieren. Die oben angesprochene Nadeladressierung, die die Pixelgrafikfähigkeit des Matrixdruckers ermöglicht, wird durch die Perforation unterstützt: Nadeldrucker zeichnen damit nicht mehr notwendig – wie Monitore – ihr Bild in Zeilen aufgelöst auf das Papier, sondern nähern sich so den Plottern an: Der Druckkopf ist für die X-Ausrichtung, die perforationsgesteuerte Walzenbewegung für die Y-Ausrichtung zuständig. Die Stachelwalze des Druckers verhilft dem Computer jedoch auch zu größerer Autonomie: Im Bewusstsein, dass beim Ausdruck alles seinen (geraden) Gang geht, kann der Drucker nun endlich ohne menschliche Aufsicht seine Datenkolonnen zu Papier und in die Archive bringen. Menschen braucht es in diesem Prozess nicht mehr.

(…)

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Things to come …

Teaser #27

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HiRes-Bilder auf Schneider EuroPC

Einen kleinen Blogbeitrag zum Thema Scrolling übergroßer HiRes-Bilder auf dem Schneider EuroPC gibt es hier in meinem Blog, sogar mit Videobeweis. Vielleicht interessiert es jemanden.

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„20 Jahre PC-Games“ – kann das gutgehen?

Dieser Tage hatte ich mir mal wieder eine aktuelle PC-Games gekauft. Mit den darin präsentierten Spielen bzw. der Mentalität im Heft kann ich eigentlich schon seit Jahr(zehnt)en nichts mehr anfangen, mich interessierte aber dezent der „20 Jahre PC-Games“-Artikel mit dem Thema Hardware. Konnte das gutgehen?

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Ein paar Gedanken zur Haltbarkeit

Dieser Tage habe ich mal wieder eine Bestandsaufnahme meiner technischen Geräte gemacht. Im Zuge einer weiteren medialen Entdigitalisierung haben sich ja gewisse Änderungen ergeben. Mein ältestes technisches bzw. mediales Gerät ist das Röhrenradio von 1954, mein topaktuellstes technisches Gerät ist der Pentium 166 von 1997. Das ist auch eine passende Trennlinie, denn spätestens um 1997 herum hatte ich ja gesagt, daß ich das Aufrüst- und Anpassungsspiel nicht mehr weiter mitspielen werde.

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Internetgedanken

Was mir in letzter Zeit auffiel: ich habe eigentlich fast jedes Interesse an diesem modernen „Internet“ verloren. Das war nicht immer so. In den 90ern fand ich das ganze Internetzeugs eigentlich durchaus noch interessant und anregend. Das hatte sicher auch damit zu tun, daß es einmal ein sehr genügsames Medium war. Obwohl sich die Aufrüst- und Anpassungsspirale immer höher zu drehen begann, wenn man ab Mitte der 90er auch weiterhin „in“ sein wollte, reichte für das Internet sogar in Farbe und bunt lange Zeit ein 386er oder 486er mit 16-Bit-Kram aus (wenn man nur Text wollte, natürlich auch noch weit weniger).

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Von Randgruppen zu Zielgruppen

Worüber ich mir wieder etwas Gedanken gemacht habe, ist über den Unterschied zwischen sogenanntem „Retro-tum“ in den 1990ern und sogenanntem „Retro-tum“ heutzutage. Auf den kürzesten Nenner gebracht, ist der IMO grundlegende Unterschied wohl jener, daß es früher (gerade im digitalen Bereich) doch eine Randerscheinung war, der der Markt eher irritiert gegenüberstand, während es heutzutage ein allzu kalkuliertes Zielgruppenschema geworden ist, daß derart in den Markt integriert wurde, daß echte „Opposition“ oft kaum mehr sichtbar ist. Früher waren es die Leute, die man niemals in den modernen Computerläden sah, und die ihre Software auf dem Flohmarkt gekauft haben, heute sind es Kunden für ein etabliertes Marktsegment.

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Retromedien 2012

Um mal wieder ein paar etwas kontroverse Fragen zu stellen:

wenn man sich die letzten 3 oder 4 Seiten News hier auf der Webseite so ansieht, dann bestehen die (mit Ausnahme des langen Buchkapitels) zu einem großen Teil aus kurzen Beiträgen mit diversen Audio- und Youtube-Links. Was ich persönlich vermisse, sind längere und individuelle Beiträge, z.B. mit Retrogedanken, konkreten Artikeln oder Kritiken, die aus mehr als ein paar einleitenden Infozeilen und einem Media-Link bestehen. Kurz gesagt: Beiträge mit mehr Worten und individuellem Touch des Schreibers und nicht nur als kurze Überleitung zum sogenannten „zeitgemäßen“ media stream. Letztere führen IMO nur zu wenigen Kommentaren bzw. verlagert sich jede Form von Diskussion eher in Richtung von standardisierten Plattformen, die für mich persönlich mit einem echten (kritischen/non-kommerziellen) Retrogedanken nur sehr wenig zu tun haben.

Weiterführend könnte man sich natürlich die Frage stellen, warum heutzutage Retro-Gedanken überhaupt so deutlich fast nur noch über Standardformate und Standardkanäle übermittelt werden. Sollte man für Retro-Themen nicht auch bisweilen die passende „Verpackung“ haben? Wer keinerlei Möglichkeiten für Kanäle wie youtube, podcast, Web 2.0, Facebook-“Pflicht“ und sonstige up-to-date-Gepflogenheiten hat, bleibt schnell außen vor. Wobei die Retro-Webseite durch ihre topmoderne Gestaltung sowieso jeden Anwender älterer Browser aussperrt, da hilft auch kein pocketproxy mehr (wobei es den unter http://de.pocketproxy.com sowieso nicht mehr zu geben scheint).

Nun kann es natürlich sein, daß das alles nur mich betrifft. Dennoch würden mich ein paar Meinungen und Gedanken dazu interessieren.

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Gratis-Kapitel aus Endboss (Extraleben Teil III): Das Lisa-Prinzip

Im Altenheim gibts ja angeblich spezielle Zimmer für Demenzkranke, die genauso eingerichtet werden, wie die Oldies das in ihrer Jugend gut fanden, also mit Nierentisch und Peter-Kraus-Poster an der Wand et cetera. Wenn man die Alten da reinsetzt, werden sie angeblich ganz ruhig und happy, weil sie sich wieder zuhause fühlen.

Wir haben uns auch so ein Demenzzimmer eingerichtet, nur bei uns heißt es Büro.

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Zwei kleine 386er-Projekte

Zwei kleine 386er-Projekte von mir aus der letzten Zeit:

Ein Problem, das mich zur Zeit beschäftigt, ist die Möglichkeit (oder Unmöglichkeit?) mit dem 386SX25 auch MP3s abzuspielen. Gut, das gleichzeitige Dekodieren und Abspielen ist wohl prinzipiell nicht möglich. Das ist ein viel zu hoher Rechenaufwand, der selbst einem Mittelklasse-486er merklich an die Substanz geht.

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