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18:23 14.8.2008
| Stephan Humer
| | Berlin, Germany | |
| Admin
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Endlich! Mit Brief und Siegel! So wie es in Deutschland sein muß! Endlich sind auch Computerspiele Kultur. Freuen wir uns über den offiziellen Segen:
Computer- und Konsolenspiele zählen jetzt auch hochoffiziell zur Kultur. Der Bundesverband der Entwickler von Computerspielen (Game) ist nach zähen Diskussionen am Donnerstag als Mitglied im Deutschen Kulturrat aufgenommen worden. Zur Begründung hieß es, die Branche sei Auftraggeber für Künstler unterschiedlichster Sparten wie Designer, Drehbuchautoren bis hin zu Komponisten.
(Quelle: SPON – siehe Link im ersten Absatz)
Ehrlich gesagt haben wir das schon immer gewußt, oder? Nun wissen wir es ganz offiziell…
Hier geht’s zum Blogbeitrag …
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18:43 14.8.2008
| Makai
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ES LEBE HOCH DIE POSTMODERNE! Was hab ich mich über diese Nachricht gefreut! :))
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18:55 14.8.2008
| Stephan Humer
| | Berlin, Germany | |
| Admin
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Phil said:
ES LEBE HOCH DIE POSTMODERNE! Was hab ich mich über diese Nachricht gefreut! :))
Klasse, oder? Wir sind Kultur! ;-)
Grüße
S.
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22:18 14.8.2008
| Makai
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Auf jeden Fall ist das klasse…und meiner Meinung nach sehr wichtig…Kreativität muss einfach gewürdigt werden! Sei es nun Musik, Film oder Videospiel. :)
Ich hoffe mal stark, dass unserem Hobby ab jetzt der nötige und vor allem verdiente Respekt gezollt wird. Ich bin sehr gespannt darauf, ob nun Spiele genauso schnell und willkürlich zensiert oder gar indiziert werden, wie bisher…ich hoffe stark, dass sich da mal was verändert, es wäre höchste Zeit. :)
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11:04 15.8.2008
| Stephan Humer
| | Berlin, Germany | |
| Admin
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Phil said:
Auf jeden Fall ist das klasse…und meiner Meinung nach sehr wichtig…Kreativität muss einfach gewürdigt werden! Sei es nun Musik, Film oder Videospiel. :)
Ich hoffe mal stark, dass unserem Hobby ab jetzt der nötige und vor allem verdiente Respekt gezollt wird. Ich bin sehr gespannt darauf, ob nun Spiele genauso schnell und willkürlich zensiert oder gar indiziert werden, wie bisher…ich hoffe stark, dass sich da mal was verändert, es wäre höchste Zeit. :)
Ich würde mich schon freuen, wenn die unsägliche Killerspiel-Diskussion ab sofort ein wenig diffenzierter ausfallen würde. Solange Politiker der Generation Holzspielzeug immer wieder pauschal „Killerspiele verbieten!“ schreien und damit den öffentlichen Diskurs anführen können, sehe ich noch viel Raum für Verbesserung…
Grüße
S.
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10:59 16.8.2008
| Gettysburg
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Nennt mich ruhig einen absoluten und fanatischen Pessimisten – Aber:
Ob nun Kultur oder nicht – die widerwärtigen Anfeindungen gegen unser Hobby wird nicht aufhören. Denn die Gallionsfigur C. Pfeiffer sieht das Spiele-Verbot beispielsweise nur als Vorstufe eines viel größeren Plans. Nämlich in Deutschland komplett Ganztags-Schulen einzuführen!
Insofern werden weiterhin Computer- & Video-Games als Schuldige für das schlechte PISA-Ergebnis hingestellt-
Und auch solche Hetz-Magazin wie FRONTAL oder PANORAMA werden weiterhin das Motto „Die Zocker sind unser Unglück“ an den Tag legen. Allein schon deshalb, weil die zugehörigen Sender ihr Publikum in der Generation 50+haben. Und die stehen neben Florian Silbereisen & Hansi Hinterseer auf die Verteufelung von Joystick und Co…
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22:16 16.8.2008
| Makai
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Ich denke du siehst das ganze sehr realistisch. Solange der Machtblock, der die Postmoderne und die daraus enstehenden Kulturprodukte geradezu verteufelt, das Sagen hat, wird sich nicht sehr viel ändern. Deutschland ist leider zum überwiegenden Teil konservativ und absolut mit den neuen Medien überfordert. “Killerspiele” treffen auf unsere beschädigte Nachkriegskultur….. Junge und poilitikbegeisterte Leute braucht das Land! Leider habe ich jedoch das Gefühl, dass es viel zu vielen einfach egal ist, wenn sie ihrer Rechte beraubt werden. Spiele, Comics, Filme, Plakate, Musik, Literatur usw. werden zensiert…gab es in Deutschland jemals eine Demonstration im großen Stil dagegen?
Die neuen USK-Logos in Übergröße dürften jedem bekannt sein…zum Teil werden ganze Spielfiguren auf den Covern verdeckt…was bitte soll das?! Für mich handelt es sich dabei ganz klar um ein Symbol derer, die unser Hobby dermaßen übertrieben anprangern…..”nichts läuft ohne unsere Kontrolle.” Nein, ich bin keinesfalls ein Verschwörungstheoretiker :) Es muss sich noch SEHR viel ändern!
P.S.
Nicht verwirren lassen, ich habe meinen Nick geändert :)
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10:39 17.8.2008
| Gettysburg
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Mööönsch – ich kippe schier vom Schreibtischstuhl. Denn ein Forum, wo ich mal für ein Posting Zuspruch erhalte…
Zum Vergleich mal, was mir in den vergangenen Jahren passiert ist:
1 – Ein waschechter Spielehändler(!!!) giftete mich in einem der üblichen Killerspielethreads an, das ich mich verdrehen und meine Rückseite mit den Lippen berühren sollte. Zur Strafe - weil ich eben doch dankbar dafür sein sollte „im freiesten Land der Welt“ zu leben.
Das so grenzenlos frei & absolut liberal ist, das man nicht einmal so eine Spielesammlung wie die „Midway Arcade Treasures 2″ kaufen kann…
2 – Ein angehender Rechtsanwalt, der sich zudem den vielsagenden Status Herr CSU verpasste, wetterte gegen eine Zeitschriftenredaktion. Die es allen Ernstes wagte, als Antwort auf einen Leserbrief dessen Schreiber von der Wahl der größten Partei Bayerns abzuraten.
Für mich irgendwie verständlich. Denn wenn die hochtrabenden Pläne eines Günther B aus M. verwirklicht werden, dürften sich Spielezeitschriften in Deutschland als ziemlich sinnlos bzw weitgehend inhaltsleer erweisen…
Doch es ging noch weiter! Anschließend forderte jener Rechtsexperte die Schaffung eines sozialpädagogisch, kirchlich und politisch besetzen Entscheidungsgremiums, das zukünftig über die Freigabe (bzw Verbot) jedweden Computer- & Videospiels entscheiden sollte.
Als ich ihn im Gegenzug darauf hin wies, wie gefährlich seine Idee ist, das zukünftig einzig und allein Priester, Psychiater und Politiker darüber entscheiden, was bei deutschen Spielern im Laufwerk landet, wurde er sehr ungehalten.
Ich hoffe daher, niemals vor Gericht zu landen und es dann mit diesem Herren zu tun zu bekommen…
3 – Ein vierzigjähriger Konsolenspieler erklärte sein volles Einverständnis hinsichtlich sämtlicher Verbotspläne und fügte hinzu, das ihm all diese Massnahmen immer noch nicht weit genug gingen. Hintergrund: Seine als Lehrerin arbeitende Frau erlebe es immer wieder, das aufmüpfige und schwer zu beherrschende Schüler eine Vorliebe für Games wie GTA hegten. Deswegen gehörte das Zeug alles weg. Dann würde es für seine Frau auch wieder leichter zu unterrichten…
Tja, was soll man noch groß dazu sagen? Vielleicht, das derjenige selbst kundgetan hatte, sein Rainbow Six Vegas 2 selbstverständlich als ungeschnittene Auslandsversion in die heimische Spielesammlung zu integrieren…
Ich riet ihm daraufhin, in die Politik zu gehen. Leute mit solcher Doppelmoral sind dort bestens aufgehoben.
Womit ich am Ende mit meinen Beispielen bin. Aber noch auf etwas zu sprechen kommen möchte:
@Makai schrieb:
[QUOTE]
Junge und poilitikbegeisterte Leute braucht das Land!
[/QUOTE]
Sicher! Nur darf man eines nicht vergessen: Diese treten einem System bei, das sie nicht gerade mit offenen Armen empfängt. Und ein deutscher Politikwissenschaftler behauptete in den neunziger Jahren in einem Fernsehmagazin, das es sage und schreibe über 16(!) Jahre dauere, bis ein in eine Partei aufgenommenes Jungmitglied genug Ansehen erworben hat, um von seinen Bundesbrüdern & Genossen akzeptiert zu werden.
Das ist eine sehr lange Zeit. In der sich ein Mensch verändert. Und seien wir doch ehrlich: Die meisten dieser Jungpolitiker werden auf diesem Weg quasi assimiliert und damit genau Teil jener verkrusteten Kaste, die sie eigentlich verändern wollten…
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14:32 17.8.2008
| DOT MATRIX
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| Guest
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Ich sag es ja nicht gerne, aber es wird sich die nächsten Jahre wahrscheinlich gar nichts ändern. Dieses Land wird von konservativen Bierseppln beherrscht, die alles aus ganzem Herzen verachten was sie nicht kennen und nicht verstehen. Filme sind doch schon lange als Kulturgut anerkannt. Trotzdem werden immer noch Filme zensiert, indiziert oder gar beschlagnahmt. Ein Film wie George Romeros „Dawn of the Dead“ wird immer noch als sinnlose Gewaltorgie angesehen, ohne dass die tiefgründige Story gewürdigt wird. Solange Leute wie Herr Beckstein weiterhin das Sagen in unserem Land haben, solange wird sich am Umgang mit Videospielen auch nichts ändern. Was der Deutsche nicht kennt, das mag er nicht und will er auch nicht kennenlernen. In Ländern wie Frankreich,USA,Japan,England oder Süd Korea sind Videospiele längst ein wichtiger Teil der Kultur. Sogar in Ländern wie dem Iran ist man zum Teil toleranter im Bezug auf Videospiele als in Deutschland. Armes Deutschland sag ich da nur!
Grüße von eurer
DOT MATRIX
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14:59 17.8.2008
| Makai
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Frauen verdienen 22% weniger als Männer und sind noch immer nicht gleichberechtigt, unser dreigeteiltes Schulsystem ist ineffizient, Videospiele sind das Böse, Comics sind infantiler Schund und nicht ernst zu nehmen, Eva Hermann wird ernst genommen….ich könnte ewig so weitermachen!
Zum Thema Freiheit:
Oh ja, und wie frei wir sind…man sollte bloss ein Leben als angepasster Ja-Sager und Lebenslaufhure (Studiert mal eine dieser vielen grossartigen Stellenausschreibungen….) verbringen. Aber ja, man ist frei! Ja, man kann allerdings frei entscheiden, ob man bei der ganzen Sache mitmacht oder es einfach verdammt schwer hat. Klingt dramatisch, ist aber leider so. Immer schön JA sagen und mit dem Kopf nicken! Und sich auf keinen Fall beschweren, denn in anderen Ländern ist die Lage ja so viel schlimmer, was wir Dank den Massenmedien jeden Tag aufs Neue vorgesetzt bekommen. Im Jahre 2008 und in Anbetracht der deutschen Geschichte muss ich Zitate diverser Politiker vernehmen, die da lauten: “Wir müssen die Schäden, die die 1968 verursacht haben, reparieren”. Ja, Menschen dürfen auf keinen Fall für ihre Rechte kämpfen! Zucht und Ordung muss der gemeinsame Consensus lauten!
Wieso habe ich, wenn ich sowas schreibe, das Gefühl, ich würde auf keinen Fall übertreiben?
Ich frage mich und euch daher: Weshalb lassen sich die Menschen das alles gefallen?
Des weiteren freut es mich, dass zu diesem Thema eine solch rege Diskussion entstanden ist. In anderen Foren ist nach 2 Sätzen in der Regel schluss.
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14:45 18.8.2008
| Stephan Humer
| | Berlin, Germany | |
| Admin
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Makai said:
Des weiteren freut es mich, dass zu diesem Thema eine solch rege Diskussion entstanden ist. In anderen Foren ist nach 2 Sätzen in der Regel schluss.
Vielleicht sind unsere Leser etwas schlau… ähm, interessierter und faktenorientierter als die TeilnehmerInnen anderer Foren ;-) Im Ernst: Warum sollte die Diskussion auch direkt enden? Solange niemand ausfallend wird, wird auch nicht eingegriffen. Im Gegenteil: hart, aber fair diskutieren – das finde ich völlig in Ordnung.
Grüße
S.
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13:40 19.8.2008
| Makai
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| Full Member | posts 9 | |
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Die letzten Worte solcher Diskussionen, und das nicht nur in Foren, lauten des Öfteren: ” Hey, ist doch auch egal jetzt….” oder, noch viel besser: “Ist halt so, man kann daran eh nichts ändern…”. Ich jedenfalls finde dieses Thema sehr bedeutsam. ;)
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18:57 19.8.2008
| Stephan Humer
| | Berlin, Germany | |
| Admin
| posts 289 | |
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Makai said:
Die letzten Worte solcher Diskussionen, und das nicht nur in Foren, lauten des Öfteren: ” Hey, ist doch auch egal jetzt….” oder, noch viel besser: “Ist halt so, man kann daran eh nichts ändern…”. Ich jedenfalls finde dieses Thema sehr bedeutsam. ;)
Nicht nur Du – das geht uns (der RETRO-Crew) ja genauso. Es ist in meinem Falle ja auch ein bedeutender Teil meiner Arbeit. Nur suchen die Menschen eben gerne nach schnellen und einfachen Lösungen und scheuen oftmals die Mühe, sich dezidiert mit einem Sachverhalt auseinanderzusetzen – um dann festzustellen, daß sie doch nicht zu einem einfachen Ergebnis kommen.
Ich empfehle im Falle der Killerspielediskussion übrigens stets dieses Ergebnis:
Letztlich bestätigen aktuelle Forschungsbefunde die schon länger gültige Aussage, dass manche Formen von Mediengewalt für manche Individuen unter manchen Bedingungen negative Folgen nach sich ziehen können. In der Konkretisierung der für die Gefährlichkeit verantwortlichen Faktoren sind ebenso einige Fortschritte erzielt worden wie in der Erforschung medienpädagogischer Interventionsstrategien. Das genaue Zusammenspiel von Risikofaktoren bedarf aber ebenso wie die Identifikation der tatsächlich wirksamen Elemente medienpädagogischer Strategien für verschiedene Zielgruppen (die zudem bislang v. a. für die USA analysiert wurden und nicht unbedingt auf andere Länder übertragbar sind) noch der weiteren Untersuchung. Diese Folgerung aus der bisherigen Forschung zum Thema „Medien und Gewalt“ entspricht nicht dem Bedürfnis weiter Teile der Öffentlichkeit nach eindeutigen Antworten auf die Frage nach der Gefährlichkeit von Mediengewalt. Jede einfache Antwort auf die komplexe Entstehung von Gewalt und die Rolle der Medien dabei muss vor dem Hintergrund wissenschaftlicher Befunde jedoch als unseriös betrachtet werden. Gewalt in den Medien darf in seinem Gefährdungspotenzial nicht verharmlost werden, es ist aber auch nicht angebracht, Mediengewalt zum Sündenbock für Gewalt in der Gesellschaft zu stempeln.
Quelle: http://www.bmfsfj.de/RedaktionBMFSFJ/Abteilung5/Pdf-Anlagen/medien-und-gewalt-lang,property=pdf.pdf, Seite 290.
Grüße
S.
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20:25 19.8.2008
| Gettysburg
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| Full Member | posts 20 | |
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Hi
Kommen wir doch einfach mal auf die Möglichkeiten zu sprechen, irgendetwas an der Situation zu ändern.
1 – Gang in die Politik
Habe ich schon angesprochen. Es dauert leider wirklich sehr lang, bis man dort etwas bewirken kann. Zudem stehen bereits im Parteienapparat befindlich ejüngere Mitglieder momentan wohl ziemlich auf verlorenem Posten, wenn sie versuchen würden, sich Beckstein, Leyen & Co bei ihren weitreichenden Verbotsplänen in den Weg zu stellen.
Diese Leute haben (mit dank der Überalterung in der Gesellschaft) einfach genug erzkonservative Elemente als überzeugte Wählerstimmen hinter sich.
2 – Demonstrationen & Protestkundgebungen
Eigentlich eine vernünftige Idee. Ein paar Tausend Spieler vor dem Reichstag (selbstverständlich strikt außerhalb der Bannmeile & absolut friedlich) dürften sicherlich wahrgenommen werden. Wenngleich zwei gewisse Medienmagazine („Propaganda“ & „Banal“) umgehend äußerst hasserfüllte Revanche liefern würden.
Aber ich stelle es mir sehr schwierig vor, eine solche Demo in hinreichender Größe (also für genügend Aufmerksamkeit sorgender Teilnehmermenge) zu organisieren. Zocker sind halt zumeist recht jung, längere Reisen recht teuer und bei manchen scheitert selbst ein kurzer Abstecher zur GC an den Ferienterminen.
3 – Erschaffung eigener Lobbyisten
Das klingt jetzt erstmal irgendwie blöd. Und ist leider auch wieder ziemlich teuer. Aber irgendwie wünscht man sich in unser verrückt-verkommenen Bananenrepublik (in der eine Ministerin auf die Schnelle über 25.000 Euro verschleudert) doch mal jemanden aus der Spieleindustrie, der entscheidenden Personen etwas „Schmierstoff“ zukommen läßt, um sie gewogen zu stimmen.
Andere Industriezweige treiben dieses Beraterspielchen schließlich schon länger sowie mehr oder weniger erfolgreich. Und kaum einen stört das noch großartig…
4 – Auswandern
Ja, ich weiss! Die Flucht zu ergreifen ist eine andere Art der Kapitulation. Aber das private Fernsehen macht einem doch schlußendlich gekonnt vor, wie toll es ist, irgendwo anders neu anzufangen. Und in weiten Teilen des Globus ist man ja deutlich toleranter, was den Umgang mit Joypad & Stick oder die Computermaus betrifft.
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20:34 19.8.2008
| Makai
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| Full Member | posts 9 | |
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Es werden nach schnellen und vor allem nach kostengünstigen Lösungen gesucht. Es ist weiterhin wichtig, innerhalb kürzester Zeit einen Schuldigen zu finden. Schuld an Aggressionsverarbeitungsproblemen junger Erwachsener sind dann ausschliesslich Videospiele oder Filme (beispielsweise “Natural Born Killers”)! Das Schüler über Mobbing oder familiäre Probleme klagen, scheint nicht weiter wichtig zu sein. Ist eigentlich nichts weiter als eine einfache Kosten-Nutzen-Analyse. Lässt sich hiermit erklären, dass deutsche Schulen nicht endlich einmal die nötige Umstrukturierung erleben? Ich frage mich schon lange, weshalb neben Mathe und Deutsch nicht auch “Anti-Aggressionskurse”, oder”Konflikverarbeitungsprogramme” angeboten werden…und zwar verpflichtend. Ergo: GEWALT UND AGGRESSIONEN DÜRFEN KEINESFALLS TABUISIERT WERDEN! Jeder Mensch hat ein Aggressionspotenial! Spiele und Filme mit gewalttätigen Inhalten sind meiner Meinung nach sogar wichtig und schlicht und einfach normal. Das Leben ist nicht nur Sissy, sondern auch Resident Evil. Hass, Wut und Verzweiflung empfinden wir alle.
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23:11 20.8.2008
| DOT MATRIX
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| Guest
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Ja jeder Mensch verfügt über eine dunkle Seite! Videospiele und Horrorfilme helfen uns, unsere Agressionen zu kanalisieren und letzlich abzubauen. Etwas was die meisten Menschen in unserer Gesellschaft nicht verstehen und auch nicht wahrhaben wollen. Ganz nach dem Motto: Agressionen? Ich? Neee! Ich geh doch schlieslich jeden Sonntag in die Kirche und bete drei Ave Maria! ;-) dumm nur das Menschen die ihre Agressionen nie auf ungefährliche Art und Weise ausleben, halt irgendwann gefrustet von der Arbeit nachhause kommen und erstmal ihrer Frau eins aufs Maul hauen, weil sie mal wieder vom chef eins auf den Deckel bekommen haben.
Eure
DOT MATRIX
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01:53 29.8.2008
| Retro-Fan
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| Full Member | posts 39 | |
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Da ist es wieder das”killerspiel-Thema.Ich denke nicht das ein Stoiber,ein schuenemann oder ein pfeiffer,je ein Spiel wie Far cry in der Hand gehabt hat um sowas beurteilen zu koennen,diesen Mist den sie absondern.Ich zocke seit Anfang der 90er,auch brutale Games wie Mortal Kombat damals,oder heutzutage Doom 3 etc. jedoch bin ich weder abgestumpft,noch emotionslos oder gewaltbereit.Wenn ich schon solche Sendungen wie Frontal und Panorama sehe ,krieg ich das kalte kotzen.So eine einseitige Berichterstattung ist mir selten untergekommen.Und dafuer muss unsereins auch noch zahlen.
PS warum muss man eigentlich hier dauernd Aufgaben ausrechnen bevor man postet:)
PS Schoen das es als Kultur anerkannt ist,aber ob das was hinsichtlich uncut-Games bringt?
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15:42 30.8.2008
| Stephan Humer
| | Berlin, Germany | |
| Admin
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Retro-Fan said:
PS warum muss man eigentlich hier dauernd Aufgaben ausrechnen bevor man postet:)
Damit wir zielsicher zwischen Robots und Menschen unterscheiden können ;-)
Grüße
S.
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23:55 30.8.2008
| Retro-Fan
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| Full Member | posts 39 | |
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Ahso.Aber bei anderen foren ist das auch nicht nortig,wieso nur hier?.nicht das es mir zuviel ist,aber komisch finde ich es trotzdem nen bishcen.
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14:57 31.8.2008
| Stephan Humer
| | Berlin, Germany | |
| Admin
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Retro-Fan said:
Ahso.Aber bei anderen foren ist das auch nicht nortig,wieso nur hier?.nicht das es mir zuviel ist,aber komisch finde ich es trotzdem nen bishcen.
Bei anderen Foren gibt es entweder keinen Spamschutz oder andere Aufgaben. Meist sind das die berühmten Buchstaben – siehe hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Captcha
Der Programmierer unseres Forums hat sich halt für Rechenaufgaben entschieden. Solange sie niemanden überfordern ist das doch in Ordnung ;-)
Grüße
S.
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