Analog zu unserer beliebten Serie „Vergessene C64-Klassiker“, präsentieren wir ab heute bekannte und weniger bekannte Amiga-Klassiker, die man kennen und gespielt haben sollte. Den Anfang macht ein wirklich gelungenes und sehr spannendes Horroradventure. Viele Spieler werden zunächst an „Elvira-Mistress of the Dark“ (1990) denken und liegen da gar nicht mal so falsch. Denn Horrorsofts 1993 erschienenes Gruselspiel weist eine Menge Parallelen zum jenem Genreklassiker auf, etwa in der Horroratmosphäre oder der Spielmechanik. Nach Öffnen der Verpackung erwartete die Spieler der erste (kleine) Horror: Amigianer ohne Festplatte mutierten damals selbst mit Zweitlaufwerk zu DJs:
Den ganzen Beitrag lesen »
Analog zu unserer beliebten Serie "Vergessene C64-Klassiker", präsentieren wir ab heute bekannte und weniger bekannte Amiga-Klassiker, die man kennen und gespielt haben sollte. Den Anfang macht ein wirklich gelungenes und sehr spannendes Horroradventure. Viele Spieler werden zunächst an "Elvira-Mistress of the Dark" (1990) denken und liegen da gar nicht mal so falsch. Denn Horrorsofts 1993 erschienenes Gruselspiel weist eine Menge Parallelen zum jenem Genreklassiker auf, etwa in der Horroratmosphäre oder der Spielmechanik. Nach Öffnen der Verpackung erwartete die Spieler der erste (kleine) Horror: Amigianer ohne Festplatte mutierten damals selbst mit Zweitlaufwerk zu DJs: Auf satten 10 Disketten wurde das Abenteuer ausgeliefert. Wer damit keine Probleme hatte, den erwartete ein ebenso feines wie gruseliges Abenteuer mit stimmigem Soundtrack. Als treu ergebener Neffe muss man mit Hilfe des Wachsfigurenkabinetts im Schloss seines Onkels die Familie vom antiken Fluch einer Hexe befreien. Ein Klick etwa auf die Wachsfigur von Jack the Ripper teleportiert den Spieler ins London des 19. Jahrhunderts. Auch im alten Ägypten muss man sich (wortwörtlich) durchschlagen. In jeder Location wollen Rätsel gelöst und Kämpfe bestritten werden, alles bequem per Maussteuerung. Die wunderschön gezeichneten Grafiken werden screenweise umgeschaltet und warten immer wieder mit echten Schockeffekten auf - dies ist definitiv ein Spiel für ältere, abgehärtete Abenteurer. Auch die Presse zeigte sich damals größtenteils begeistert und vergab hohe Wertungen, etwa der Amiga Joker (82%) oder die ASM (9/12). Die englischen Journalisten von Amiga Action (91%) und Amiga Computing (94%) waren sogar noch großzügiger. In spielerischen Belangen ist "Waxworks" dem großen Vorbild "Elvira" tatsächlich überlegen. Und es weiß auch heute noch, mit fesselnder Gruselatmosphäre zu unterhalten!
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=BxM_KJFPKVg[/youtube]
Accolade ist den meisten C64-Gamern durch tolle Sportspiele wie „Jack Nicklaus‘ Golf“ oder Rennspiele wie „Test Drive“ bekannt. Doch einige Jahre zuvor experimentieren sie in ausgefallerenen Genres. So bringt Accolade 1985 mit „Law of the West“ ein spannendes Adventure im Western-Stil heraus. Als Sheriff einer Kleinstadt muss man die Mitbürger vor üblem Gesindel schützen. In elf verschiedenen Situationen muss man seinen Mann im Duell stehen. Doch kann man die Bösewichte nicht nur mit dem Revolver vertreiben. Denn Dreh-und Angelpunkt des Games sind die Multiple-Choice-Antworten, mit denen man die Duellsituationen entweder entspannen oder verschärfen kann. Am Ende vergibt das Spiel dann Punkte, je nachdem, wie elegant man sich geschlagen hat. Die Grafik ist hübsch gezeichnet, bietet aber nur 4 verschiedene Hintergründe. Auf lange Zeit kann „Law of the West“ nicht fesseln, dafür hat man zu schnell die richtigen Antworten herausgefunden. Doch für ein kurzes Spiel zwischendurch ist es immer noch gut!
Accolade ist den meisten C64-Gamern durch tolle Sportspiele wie "Jack Nicklaus' Golf" oder Rennspiele wie "Test Drive" bekannt. Doch einige Jahre zuvor experimentieren sie in ausgefallerenen Genres. So bringt Accolade 1985 mit "Law of the West" ein spannendes Adventure im Western-Stil heraus. Als Sheriff einer Kleinstadt muss man die Mitbürger vor üblem Gesindel schützen. In elf verschiedenen Situationen muss man seinen Mann im Duell stehen. Doch kann man die Bösewichte nicht nur mit dem Revolver vertreiben. Denn Dreh-und Angelpunkt des Games sind die Multiple-Choice-Antworten, mit denen man die Duellsituationen entweder entspannen oder verschärfen kann. Am Ende vergibt das Spiel dann Punkte, je nachdem, wie elegant man sich geschlagen hat. Die Grafik ist hübsch gezeichnet, bietet aber nur 4 verschiedene Hintergründe. Auf lange Zeit kann "Law of the West" nicht fesseln, dafür hat man zu schnell die richtigen Antworten herausgefunden. Doch für ein kurzes Spiel zwischendurch ist es immer noch gut!