Schlagwort-Archive: Atari Jaguar

Review: Cannon Fodder für Atari Jaguar (Angespielt! #245)

Der Retroluzzer spielt Cannon Fodder auf dem Atari Jaguar!

Aus dem Inhalt:

„War! Never been so much fun!“ schallt es aus dem Lautsprecher, und das Titellied des Spiels „Cannon Fodder“ beschreibt ziemlich gut, worum es hier geht: Willkommen im Krieg!

Der Spieler steuert eine Gruppe von Soldaten, die einerseits möglichst viel Tod zu den gegnerischen Truppen bringen und zum anderen Missionsziele erfüllen soll. Es gibt immer einen führenden Soldaten, der direkt gesteuert wird, die anderen folgen ihm. Es gibt auch die Möglichkeit, die Gruppe aufzuteilen, dies war aber in den von mir hier gezeigten ersten Levels nicht nötig.

Gesteuert wird ein Fadenkreuz bzw. Zeiger. Klickt man, läuft die Truppe dem Anführer in Richtung des angeklickten Ortes. Mit dem zweiten Button wird geschossen, wobei auch alle Soldaten die Richtung des Fadenkreuzes anvisieren. Die Munition ist unbegrenzt. Für verschiedene Missionsziele sind jedoch Granaten oder später andere Waffen erforderlich, die erst aufgesammelt werden müssen und nur in begrenzter Menge vorhanden sind.

Durch die Schlachtfelder in verschiedenen Landschaften zu laufen und dabei die Feinde niederzumähen macht einfach Spass, denn wir haben hier kleine Pixelhaufen, die nur gerade so als Soldaten erkennbar sind, aber wenn man sie trifft, bluten sie rote Pixel und sie schreien und stöhnen vor Schmerzen, bis sie schliesslich ihr Leben lassen.

Hier kann man seiner sadistischen Ader nachgeben und einfach weiter draufhalten, wenn es die Zeit erlaubt: Das Opfer windet sich und schreit, bis man von ihm ablässt… das klingt bestialisch, aber es ist wirklich lustig umgesetzt.

Überstehen die Soldaten eine Mission, werden sie befördert und stehen für den nächsten Auftrag zur Verfügung. Je höher der Rang, desto höher steigt die KI, die z.B. hilfreich ist, wenn die Gruppe aufgeteilt wird. Auch schiessen die Soldaten wohl mit mehr Erfahrung zielsicherer. Die Verluste werden mit frischen Rekruten ausgeglichen, die zwar zahlreich vorhanden sind, aber eben immer ohne Erfahrung daher kommen.

Ich kann über sowas sehr laut lachen. Die Bundesprüfstelle fand das weniger witzig und hatte das Spiel seinerzeit (1993) auf den Index gesetzt. Heute ist es nicht mehr indiziert und stattdessen mit einer USK12 ausgestattet. So ändern sich die Zeiten und die Ansichten.

Abseits vom Gemetzel stellt Cannon Fodder eine gelungene Mischung aus Ballerspiel und Echtzeitstrategie dar, es steht in einer Reihe mit „Dune“ und gilt als Inspiration für spätere Hits wie „Command & Conquer“.

Die Version des Atari Jaguar ist gut gelungen. Die Musik ist genauso gut wie auf dem Amiga, lediglich bei den Grafiken ums Spiel herum gibt es ein paar anders gestaltete Screens.

Was nicht so gut gelungen ist: die Steuerung. An sich OK, der Cursor lässt sich mit dem D-Pad gut steuern, wunderte ich mich dann aber doch, dass ich die Granaten nicht werfen konnte. Erst ein Blick ins Handbuch verriet mir die abartige Button-Kombination hierfür. Dass der dritte Feuerbutton unbenutzt ist, erscheint einem da echt wie eine Verarschung des Spielers… aber wenn man es erstmal weiss, geht es…

Cannon Fodder auf dem Jaguar ist dennoch ein lohnenswertes Game. Was sagt ihr? Zu fies? Zu sadistisch, zu blutrünstig oder genau euer Humor?

Ich freue mich über Kommentare, „Daumen hoch“ und am meisten wenn Du meinen Kanal abonnierst!

Du findest mich auch auf…
Facebook: facebook.com/DerRetroluzzer
Twitter: @Retrowurst1974
Instagram: der_retroluzzer
Google+: +DerRetroluzzer1974

In jedem Falle: Danke fürs Zusehen und bis bald mal wieder!

Review: Tiger Claw (Angespielt! #201)

Der Retroluzzer spielt Tiger Claw für den Commodore 64.

Aus dem Inhalt:

„Tiger Claw“ von RGCD gibt es in zwei Fassungen. Die erste war ein Teilnehmer an der 16K-Compo 2014 und begeisterte einerseits durch seinen Umfang für ein so kleines Spiel, war aber von der Spielbarkeit her eher mäßig – die Steuerung war eher hakelig. Die zweite Fassung wurde als Pledge für eine Kickstarter-Aktion herausgebracht. Dazu wurde das Spiel komplett überarbeitet und erweitert. Diese Fassung zeige ich euch heute hier, weil ich dieses Modul natürlich haben musste, um meinem Ziel, irgendwann alle RGCD-Cartridge-Games zu besitzen, näher zu kommen. :)

Das Spiel entführt uns in ein Setting, das uns bekannt vorkommen dürfte. Die Grafik erinnert in Gestaltung und Levelaufbau nicht nur zufällig an Bruce Lee, und auch spielerisch sind da Parallelen vorhanden. Wir kämpfen uns durch einen Tempel, der aus mehreren Bildschirmen besteht. Umterwegs begegnen uns immer wieder Kämpfer und Ninjas, die uns das Leben schwer machen wollen. Im Gegensatz zu Bruce Lee geht dies jedoch viel schneller und in größerer Zahl vor sich!

Anstellen dem Einsammeln von Laternen in jedem Bild geht es hier darum, Schriftrollen zu finden.

Man braucht einen Moment, bis man die Steuerung von Tiger Claw verinnerlicht hat, aber das geht schnell, und dann macht das Game auch richtig Spaß. Apropos Spaß: noch mehr davon hat man noch mehr, wenn man sich Freunde dazu holt, denn Tiger Claw kann man mit bis zu vier Spielern zocken!

Review: Zool 2 (Angespielt! #202)

Der Retroluzzer spielt Zool 2 auf dem Atari Jaguar.

Aus dem Inhalt:

„Zool 2“ ist der Nachfolger von „Zool – Ninja of the N’th Dimension“ aus dem Jahr 1992, den meisten wohl bekannt vom Amiga. Gremlin Graphics hatte es mit diesem Spiel geschafft, dass das Spielgefühl von Segas „Sonic The Hedgehog“ erfolgreich auf einen Heimcomputer übertragen wurde. Der hier vorliegende Nachfolger griff die guten Aspekte des Spiels auf und erweiterte es noch ein wenig.

Die Spielfigur ähnelt einer Art Ninja-Ameise und kann sich rasant schnell bewegen, springenderweise Wände erklimmen und sich um sich selbst drehen, um Hindernisse zu beseitigen und Gegner auszuschalten.

Als eine frühe Form von Sponsoring und Product Placement fungiert das Einbringen des Logos von „Chupa-Chups“‚, einem Lutscherhersteller, der damit tatsächlich seinen Bekanntheitsgrad außerhalb Groß-Britanniens gewaltig steigern konnte. Das Ziel des Spiels ist daher, in zuckersüß gestalteten Levels möglichst alle Süsswaren abzuräumen und dabei keinen Zuckersxhock zu erleiden… Äh, Nein. Das Spiel hat gottlob keinen Einfluss auf den Insulinspiegel des Spielers.

Natürgemäss ist die Grafik daher sehr bunt und abwechslungsreich gestaltet und viele Elemente wirken wirklich geradezu appetitanregend. Auch der Sound kommt sehr flott daher und somit macht das Gesamtpaket dem geneigten Jump’n’Run-Freund durchaus Spaß.

Fairerweise sollte man aber erwähnen, dass „Zool 2“ nicht unbedingt ein Spiel ist, dass die speziellen Eigenschaften des Atari Jaguar ausnutzt, da es sich hierbei um einen simplen 16-Bit-Port handelt, der der Amiga-Version fast bis aufs Pixel gleicht.

Dennoch ein sehr schönes und unterhaltsames Spielchen!

Review: Tempest 2000 (Angespielt! #172)

Der Retroluzzer spielt Tempest 2000 auf dem Atari Jaguar.

Retro Snippets #140: Atari Jaguar CD

Aufbauend auf Retro Snippets #139, in dem es um den Atari Jaguar ging, nimmt sich Scorp.ius nun der CD-Erweiterung an.

Atari Jaguar Demo: Sillyventure 2013 Invite

Einladungen zu Veranstaltungen aller Art sind immer eine großartige Sache. Sich mit gleichgesinnten Treffen und über Gott und die Welt zu philosophieren hatte schon immer ein gewisses etwas. Sillyventure 2013 ist der Event für Atari-Fans schlechthin und so ist es absolut nicht bizzar die Einladung digital in einer Atari Jaguar Demo zu verpacken. Die Realisation der Demo Sillyventure 2013 Invite oblag den Händen der Gruppe Checkpoint.

Retro Snippets #139: Atari Jaguar

Scorp.ius erzählt euch in Retro Snippets #139 wissenswertes über den Atari Jaguar.

Superfly DX – Atari Jaguar Homebrew

Der Atari Jaguar war auf ganzer Linie ein kommerzieller Misserfolg und so blieben bis heute nur eine überschaubare Anzahl an Enthusiasten übrig, die nach wie vor aktiv Spiele produzieren.

„Superfly DX“ von Reboot, obwohl schon einige Monate alt, ist ein passables Beispiel sowohl als auch Lebenszeichen für den Atari Jaguar.

Superfly DX

Superfly DX kann man sich als übermäßig poliertes Helikopter-Spiel vorstellen. Gespielt wird lediglich mit der Bedienung eines Knopfes. Wird der Button gedrückt steigt der Spieler, lässt man den Button los, sinkt man. Mit einer Prise Power-Up’s gewürzt gewinnt das ganze an Interesse.

Für Sammler gibt es die Möglichkeit Superfly DX für zwanzig britische Pfund in professionell aufgearbeiteter Form käuflich zu erwerben. Der Rest darf sich das ROM oder CDI-Image kostenlos von der Herstellerseite saugen und sich mit einem Jaguar-Emulator seiner Wahl vergnügen.