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Wäre die Europäische Union so wie dieses Amiga-Spiel, welches für Europa werben sollte …

… wäre das nix geworden mit dem Friedensnobelpreis. Allein die Mu…, nein: der Lärm ist absolut grausam! Alle Amiga-Fans müssen jetzt wirklich ganz, ganz tapfer sein:

RETRO-Lounge [83]: Ehrliche fünf Sekunden: We are not delighted, Mrs Kroes!

Neelie Kroes scheint den mehrfach gescheiterten Ex-Minister Guttenberg ja aus irgendeinem Grund ganz fest ins Herz geschlossen zu haben, sonst hätte sie wohl kaum dermaßen oft und stoisch während der Pressekonferenz zum EU-Projekt „No disconnect“ betont, daß sie total „delighted“ über sein Mitwirken sei. Sehr große Teile der digital aktiven Deutschen, zum Beispiel zahlreiche Twitter-User, scheinen dieses Entzücken keineswegs zu teilen. Kein Wunder: es gibt eigentlich nichts, was Guttenberg zu der hochgradig sensiblen und spannenden Thematik substantiell beitragen, geschweige denn ihm einen entsprechenden Expertenstatus zukommen lassen könnte. Mir fallen hier spontan Dutzende Menschen ein, die ungleich kompetenter und geeigneter sind für diesen Job. Aber irgendetwas jenseits echter Kompetenz muß es ja sein, was Frau Kroes so entzückt hat. Wir konnten es auf der Pressekonferenz leider nicht erfahren. Schade.

Neelie Kroes & RETRO

Kleine Wette gefällig? Ich sage: Guttenberg wird auch diesmal versuchen, seine Inhaltslosigkeit durch Inszenierung zu übertünchen. Denn warum sollte jemand, der diese Strategie ein Leben lang eingesetzt hat, nun innerhalb weniger Monate davon abkommen, von diesem ganz besonderen, großspurigen Gehabe, gespeist vom (irrigen) Gefühl einer Art natürlicher Überlegenheit, getragen vom satten Brustton der Überzeugung, kurz: von der Inszenierung? Weil er aus Schaden klug geworden ist? Das wäre natürlich ein veritabler Grund, aber davon ist schon allein deshalb nicht auszugehen, weil er dann diesen Beraterposten gar nicht erst angenommen hätte.

Kann er also auch anders? Grundsätzlich und unter bestimmten Voraussetzungen natürlich schon. Aber Guttenberg spult auch diesmal seine nicht gerade sympathische Großspurigkeit ab, so wie in den ersten fünf Sekunden dieses Videoauschnitts, in denen er die Journalistenfrage beantwortet, warum dieser Auftritt kein Comeback in der deutschen Politik sei:

Seriously, Mrs Kroes, we are not delighted.

Forschungsprojekt KEEP bewilligt

Die EU hat das große Forschungsprojekt KEEP (Keeping Emulation Environments Portable) bewilligt, das integral auf die Bewahrung komplexer digitaler Artefakte – sprich Games – abhebt. Zentraler Bestandteil des Projekts ist die Entwicklung einer universellen Emulationsplattform (für Text-, Sound- und Bilddaten, multimediale Dokumente, Webseiten, Datenbanken, Videospiele u.s.w.) zu Forschungszwecken. Mehr Infos zu KEEP findet man hier: cordis.europa.eu

Bemerkenswert ist neben der inhaltlichen Ausrichtung des Projektes, dass dabei erstmalig in einem solchen Rahmen traditionelle Bewahungsinstitutionen wie die drei Nationalbibliotheken Frankreichs, Deutschlands und der Niederlande mit Vertretern der Games-Kultur, wie dem Computerspiele Museum und der European Games Developer Federation, zusammenkommen, um gemeinsam die Bewahrung des digitalen Erbes anzugehen.