Die Fertigung des Open-Source-Spielehandhelds Pandora hat am vergangenen Wochenende begonnen. Vier der Projektverantwortlichen sowie ausgewählte Mitglieder aus der Community haben sich im britischen Newcastle versammelt, um die ersten 4.000 Exemplare der selbst entwickelten Konsole eigenhändig zusammenzubauen. Mit gut zwei Jahren Verspätung erscheint nun das ambitionierte Hard- und Softwareprojekt, das die fünf Projektverantwortlichen rund um den Ingolstädter Michael Mrozek gemeinsam mit einer Community von Open-Source- und Retrogaming-Enthusiasten in Eigenregie entwickelten und umsetzten.
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Die Fertigung des Open-Source-Spielehandhelds Pandora hat am vergangenen Wochenende begonnen. Vier der Projektverantwortlichen sowie ausgewählte Mitglieder aus der Community haben sich im britischen Newcastle versammelt, um die ersten 4.000 Exemplare der selbst entwickelten Konsole eigenhändig zusammenzubauen. Mit gut zwei Jahren Verspätung erscheint nun das ambitionierte Hard- und Softwareprojekt, das die fünf Projektverantwortlichen rund um den Ingolstädter Michael Mrozek gemeinsam mit einer Community von Open-Source- und Retrogaming-Enthusiasten in Eigenregie entwickelten und umsetzten.
[caption id="attachment_4793" align="aligncenter" width="443" caption="Open Pandora"][/caption]
Der Weg von der fixen Idee in einem Internetforum bis zum finalen, greifbaren Produkt war steinig und gezeichnet von Herausforderungen für das Team, das die Spielekonsole in der Freizeit neben den eigentlichen Berufen entwickelte: Insbesondere bei der Bestückung der Hauptplatinen und dem Guss der eigens gestalteten Gehäuse in chinesischen Fertigungsstätten kam es immer wieder zu Verzögerungen, die den Entwicklern den Schlaf und der Community die Nerven raubte. „Als Hobby-Hardwareentwickler gingen wir das Projekt vor allem anfangs sicherlich etwas zu naiv an.?“ meint Mrozek.
Parallel zu den Hürden bei der Gerätefertigung hat die Community bereits das Linux-basierte Betriebssystem sowie die notwendigen Hardware-Treiber entwickelt, Anwendungen und Spiele portiert und neue Software-Ideen umgesetzt. Damit verfügt die Konsole direkt vom Start weg über einen umfangreichen Software-Fundus. Die Fertigung der Konsolen wird voraussichtlich ab dem 25. Mai 2010 live im Internet als Stream übertragen. Auf der offiziellen Pandora-Seite können Interessierte den Machern jederzeit über die Schultern schauen. Die Auslieferung der ersten Charge an die 4.000 Vorbesteller, die teilweise bereits vor drei Jahren für die Pandora Vorkasse leisteten, hat parallel zur Fertigung bereits begonnen. Die Vorbestellungen für die zweite Charge werden demnächst starten, unter www.open-pandora.org findet sich eine Liste der Onlineshops, die Bestellungen entgegen nehmen. Die Pandora ist in Hard- und Software dem Open-Source-Gedanken verpflichtet und richtet sich primär an Freunde klassischer Computer- und Videospiele.
Vor fast 40 Jahren, am 24. Mai 1972, präsentierte Magnavox auf einer Fachmesse in Kalifornien die erste Videospiel-Konsole der Welt. Bis dato war die Firma bekannt für Fernseher, Radios und andere Unterhaltungselektronik . Trotz großem Werberummels, der mit Stars wie Frank Sinatra aufwartete, wurde das Odyssey kein allzu großer Erfolg. Etwa 100.000 Konsolen konnte man verkaufen und blieb damit hinter den hoch gesteckten Erwartungen der Magnavox-Bosse zurück. Das lag einerseits wohl daran, dass das Gerät exklusiv über Magnavox-Händler vertrieben wurde und vielleicht auch daran, dass die Technik auch für damalige Verhältnisse nicht übermäßig beeindruckend war: das Mikrochip-lose Gerät bot nur Schwarz-Weiß-Grafik mit maximal drei groben Blöcken und keinerlei Sound. Immerhin gab es Farbfolien, die man direkt auf den Fernseher kleben konnte, um „Spielfelder“ zu simulieren. Dennoch bleibt das Odyssey einer der wichtigsten Meilensteine in der Geschichte der Videospiele. Herzlichen Glückwunsch!
Vor fast 40 Jahren, am 24. Mai 1972, präsentierte Magnavox auf einer Fachmesse in Kalifornien die erste Videospiel-Konsole der Welt. Bis dato war die Firma bekannt für Fernseher, Radios und andere Unterhaltungselektronik . Trotz großem Werberummels, der mit Stars wie Frank Sinatra aufwartete, wurde das Odyssey kein allzu großer Erfolg. Etwa 100.000 Konsolen konnte man verkaufen und blieb damit hinter den hoch gesteckten Erwartungen der Magnavox-Bosse zurück. Das lag einerseits wohl daran, dass das Gerät exklusiv über Magnavox-Händler vertrieben wurde und vielleicht auch daran, dass die Technik auch für damalige Verhältnisse nicht übermäßig beeindruckend war: das Mikrochip-lose Gerät bot nur Schwarz-Weiß-Grafik mit maximal drei groben Blöcken und keinerlei Sound. Immerhin gab es Farbfolien, die man direkt auf den Fernseher kleben konnte, um "Spielfelder" zu simulieren. Dennoch bleibt das Odyssey einer der wichtigsten Meilensteine in der Geschichte der Videospiele. Herzlichen Glückwunsch!
[caption id="attachment_4787" align="aligncenter" width="450" caption="Magnavox Odyssey"][/caption]
Weil sich das Thema hier ja doch erstaunlicher Beliebtheit erfreut, noch eine kurze „subversive“ Anekdote. Man liest ja recht häufig online oder in Zeitschriften ziemlich negative Titulierungen für ältere Technik. Das ist etwas, das Schreibern in dieser Zeit sehr viel Freude zu machen scheint: Sperrmüll, angestaubt, Mottenkiste, Brechreiz-Pixel…die Liste geht weiter.
So las ich vor einigen Tagen in einem Blog, das sich öfter mit IT-Themen beschäftigt, einen Text über einen gar veralteten x86-Rechner mit (Zitat) „jämmerlicher Ausstattung“, der für die Moderne fit gemacht werden mußte.
Natürlich war der Text angefüllt mit abschätzigen Bemerkungen zum Rechner bzw. zu all jenem, das um- und aufgerüstet werden musste.
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Weil sich das Thema hier ja doch erstaunlicher Beliebtheit erfreut, noch eine kurze "subversive" Anekdote. Man liest ja recht häufig online oder in Zeitschriften ziemlich negative Titulierungen für ältere Technik. Das ist etwas, das Schreibern in dieser Zeit sehr viel Freude zu machen scheint: Sperrmüll, angestaubt, Mottenkiste, Brechreiz-Pixel...die Liste geht weiter.
So las ich vor einigen Tagen in einem Blog, das sich öfter mit IT-Themen beschäftigt, einen Text über einen gar veralteten x86-Rechner mit (Zitat) "jämmerlicher Ausstattung", der für die Moderne fit gemacht werden mußte.
Natürlich war der Text angefüllt mit abschätzigen Bemerkungen zum Rechner bzw. zu all jenem, das um- und aufgerüstet werden musste.
Schließlich war für (Zitat) "einfachste Büroarbeiten" eine Installation von mindestens Windows XP absolut unerläßlich. Besonders fiel mir noch auf, daß eine auszutauschende Festplatte Quantum Fireball vom modern geprägten IT-Experten mit als "zu Recht vergessen" bezeichnet wurde. Und hier wollte ich doch mal mit dem berühmten "Warum?" nachhaken, denn auch in meinem eigenen "Uralt"-Rechner steckt eine Quantum Fireball und für die gilt seit 13 Jahren das Motto des VW-Käfers: sie läuft und läuft und läuft. Zumindest von meinem Standpunkt aus können es also keine qualitativen Gesichtspunkte sein, die dazu verleiten, dieses Stückchen Hardware mit den harschen Worten "zu Recht vergessen" zu titulieren und auf den Müll zu werfen.
Daher fragte ich in einem Kommentar zum Beitrag, warum der Schreiber diese Worte gewählt hat. Muß ich erwähnen, daß ich auf diese Frage bisher keine Antwort erhalten habe? Schließlich sollte es für jedermann verständlich sein, warum Hardware mit einem derartigen Alter im Dunkel der Geschichte zu verschwinden hat, oder? Aber mit welchem Recht kann man eigentlich sagen, welche Technik zu Recht erinnerungswert und welche zu Recht vergessenswert ist? Liegt es auch am Zeitgeist, wenn Schreibern solche Aussagen nun derart leicht aus der Feder fließen?