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Das Penna Keyboard macht aus dem Tablet eine Reiseschreibmaschine

Penna Keyboard

Es begann mit einem Kickstarter Projekt. Die Firma Elretron nahm sich vor, die gute alte Reiseschreibmaschine wiederzubeleben – zumindest vom Design her. Bewährte Formen aus dem letzten Jahrhundert können nicht so verkehrt sein. Heraus kam das Penna Keyboard

Die Tastatur ist in diversen Ausführungen verfügbar. Dies beginnt beim Gehäuse, welches in  verschiedenen Farben oder auch Holzdesign erhältlich ist. Mit der Auswahl der Tastenform  und des Anschlages macht Elretron das Tippen zu einem individuellen Erlebnis – deutsche Tastenbelegung inklusive. Bei den Tastenformen stehen zwei Arten zur Verfügung. Diamond Shape oder Retro Chrome. Während erstere an Tastaturen der 80er Jahre erinnert, geht Retro Chrome auf die Schreibmaschine zu Anfang des 20. Jahrhunderts zurück.Die Tastatur beherbergt dabei hochwertige Technik wie Cherry Schalter und Bluetooth 4.2 mit Multi Pairing. Auf Wunsch gibt es eine Kunstledertasche in edlem Design dazu. Jetzt fehlt nur noch ein Tablet und die moderne Reiseschreibmaschine ist komplett. Das Penna Keyboard verfügt über einen Schacht, in den man das Tablet im Hoch- oder Querformat hineinstellen kann.

Penna Keyboard in Olive Green mit iPad

Mit 99 Dollar ist die Tastatur kein Schnäppchen. Die Tasche kostet zusätzlich 40 Dollar und der Versand aus Korea mit DHL kostet noch einmal 39 Dollar zuzüglich deutsche Mehrwertsteuer bei Empfang. Es ist also kein billiges Vergnügen, aus seinem Tablet eine Reiseschreibmaschine zu machen. In der zweiten Auflage wird das Keyboard über ein Indiegogo Projekt finanziert und kostet ab 139 Dollar inklusive Versand. Aus produktionstechnischen Gründen gibt es die Tastatur leider nur noch mit US Layout und die Art der Schalter für den Anschlag ist nicht mehr wählbar. Das waren wohl zu viele Variationen in der ersten Auflage.

Das Penna Keyboard vereint Design und Funktionalität und daraus ergibt sich der Spaß an diesem Produkt. Es fühlt sich gut an, was den hochwertigen Komponenten geschuldet ist. Das Schreibgefühl ist perfekt. Als Besonderheit hat man aus dem Bügel, der bei der mechanischen Schreibmaschine für den Wagenrücklauf sorgte, zu einer Makrosteuerung gemacht. Bügel hoch zeichnet auf, Bügel runter spielt ab. Das erinnert an die ersten elektronischen Schreibmaschinen mit Zwischenspeicher.

Elretron spricht mit dem Penna Keyboard den Retro-Liebhaber an, der das Besondere sucht und auch bereit ist, dafür zu bezahlen. Mit 995% über dem Ziel ist das Projekt sehr lukrativ. Also: Augen auf beim nächsten Besuch im Computermuseum – vielleicht lauert dort ja die Geschäftsidee für das nächste Retro-Produkt.

Penna mit Retro Chrome Keycaps

H. Rösner

Hardware-Piraterie in den 80ern

Angesichts z.B. der Schlachten, die sich Apple und Samsung seit Jahren vor Gericht um Patente liefern oder Klagen von ersterer Firma gegen Eierbecher mit dem Namen „eiPott“, wirkt dieser Bericht des britischen Fernsehens aus den frühen 80ern gerade zu parodistisch aus heutiger Sicht:

Open Pandora: Fertigung und Auslieferung der Konsole gestartet

Die Fertigung des Open-Source-Spielehandhelds Pandora hat am vergangenen Wochenende begonnen. Vier der Projektverantwortlichen sowie ausgewählte Mitglieder aus der Community haben sich im britischen Newcastle versammelt, um die ersten 4.000 Exemplare der selbst entwickelten Konsole eigenhändig zusammenzubauen. Mit gut zwei Jahren Verspätung erscheint nun das ambitionierte Hard- und Softwareprojekt, das die fünf Projektverantwortlichen rund um den Ingolstädter Michael Mrozek gemeinsam mit einer Community von Open-Source- und Retrogaming-Enthusiasten in Eigenregie entwickelten und umsetzten.

Open Pandora

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Das Magnavox Odyssey feiert Geburtstag!

Vor fast 40 Jahren, am 24. Mai 1972, präsentierte Magnavox auf einer Fachmesse in Kalifornien die erste Videospiel-Konsole der Welt. Bis dato war die Firma bekannt für Fernseher, Radios und andere Unterhaltungselektronik . Trotz großem Werberummels, der mit Stars wie Frank Sinatra aufwartete, wurde das Odyssey kein allzu großer Erfolg. Etwa 100.000 Konsolen konnte man verkaufen und blieb damit hinter den hoch gesteckten Erwartungen der Magnavox-Bosse zurück. Das lag einerseits wohl daran, dass das Gerät exklusiv über Magnavox-Händler vertrieben wurde und vielleicht auch daran, dass die Technik auch für damalige Verhältnisse nicht übermäßig beeindruckend war: das Mikrochip-lose Gerät bot nur Schwarz-Weiß-Grafik mit maximal drei groben Blöcken und keinerlei Sound. Immerhin gab es Farbfolien, die man direkt auf den Fernseher kleben konnte, um „Spielfelder“ zu simulieren. Dennoch bleibt das Odyssey einer der wichtigsten Meilensteine in der Geschichte der Videospiele. Herzlichen Glückwunsch!

Magnavox Odyssey

Wer ein wenig Kleingeld hat …

… kann in Kürze den Original-„War-Games“-Computer erstehen:

Appraised at $25,000, the perfectly preserved IMSAI 8080 and its associated peripherals will go sale to the general public soon.

(Dank geht an Janni D. für diesen Hinweis!)

Zu Recht vergessen?

Weil sich das Thema hier ja doch erstaunlicher Beliebtheit erfreut, noch eine kurze „subversive“ Anekdote. Man liest ja recht häufig online oder in Zeitschriften ziemlich negative Titulierungen für ältere Technik. Das ist etwas, das Schreibern in dieser Zeit sehr viel Freude zu machen scheint: Sperrmüll, angestaubt, Mottenkiste, Brechreiz-Pixel…die Liste geht weiter.

So las ich vor einigen Tagen in einem Blog, das sich öfter mit IT-Themen beschäftigt, einen Text über einen gar veralteten x86-Rechner mit (Zitat) „jämmerlicher Ausstattung“, der für die Moderne fit gemacht werden mußte.
Natürlich war der Text angefüllt mit abschätzigen Bemerkungen zum Rechner bzw. zu all jenem, das um- und aufgerüstet werden musste.

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Vintage Computer Festival Europe

Vom 1. bis 3. Mai findet in München bereits zum zehnten Mal das Vintage Computer Festival Europe (VCFe) statt. Ziel des Festivals ist es, den Erhalt und die Pflege historischer Computer und anderer (E)DV-Gerätschaften zu fördern, das Interesse an „überflüssiger“ Hard- und Software zu wecken sowie vor allem den Spaß daran auszuleben.

Das Schwerpunktthema der diesjährigen Auflage lautet „Daseinskampf der Zahlenfresser: Rechnerarchitekturen im Vergleich“.

Das VCF ist nicht nur im kalifornischen Silicon Valley ein regelmäßiges Ereignis sondern inzwischen auch ein fixer Punkt in den europäischen Terminplänen.

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Neue Hardware für den CBM 8296

CBM 8296-DVon Commodore gab es bekanntlich nicht nur Homecomputer, sondern auch die „Business Machines“ (CBM-Reihe genannt). Und diese Rechner haben noch eine Fangemeinde, welche neue Hard- und Software entwickelt. So gibt es nun den ersten Prototyp einer Speichererweiterung für den CBM 8296. Diese soll als 1MB-RAM-Drive mit eigenem OS verwendet werden können. Das ist jedoch nur eine denkbare Anwendung, die Schaltung ist flexibel aufgebaut und lässt Spielraum für weitere Ideen. Inwieweit die Schaltung mit anderen CBM-Typen kompatibel ist, wird noch getestet.

Weitere Infos gibt es auf der Projektseite: www.cbmhardware.de/cbmrd2008

(Foto: www.cbmmuseum.kuto.de)