Tag-Archiv — „Homebrew“

Die NES-Entwickler-Szene lebt!

1986 wurde der NES in Europa veröffentlicht und sorgte mit Spielen wie Super Mario Bros. und Megaman für helle Begeisterung. Mitte der 90iger Jahre erschienen die letzten offiziellen Titel und eine populäre 8-Bit Ära wurde nach und nach durch 16-Bit Geräte verdrängt. Auch wenn sich der Standard bis heute massiv gehoben hat, bekommen viele Spieler noch immer feuchte Augen und sehnen sich in die Zeit, als ein Videospiel in dessen Komplexität eingeschränkt war und man meistens ohne großartige Vorbereitung in ein Abenteuer seiner Wahl stürzen konnte.

Abgesehen vom Faktum des kommerziellen NES Todes, ist die dazugehörige Entwicklerszene keinesfalls des Sterbens nahe – und das ist auch gut so!

Unter Federführung der Szeneseite NintendoAge wurde ein Programmierwettbewerb für den betagten NES veranstaltet und fand in den entsprechenden Kreisen regen Zuspruch. Weitaus wichtiger ist nicht nur der Zuspruch, sondern auch die aktive Beteiligung. Programmierer rund um den Globus brachten insgesamt sieben Produktionen zustande, die sich allesamt sehen lassen können. Ganz unserem Retro-Auftrag gemäß, stellen wir diese Entwicklungen kurz vor.

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Anguna – Gameboy Advance und Nintendo DS Homebrew

Bei „Anguna“ von Nathan Tolbert und Christian Hildenbrand handelt es sich um eines der besten Homebrew RPG’s für den Gameboy Advance. Wie bei Homebrew für geschlossene Systeme üblich, ohne offizelle Erlaubnis des Hardware Herstellers, in diesem Fall Nintendo.

Unser Held war, ganz klassisch, auf der Mission einen bösen Drachen zu vernichten und wurde mitten in seinem Auftrag von Monstern entführt. Er findet sich in einem Höhlensystem wieder, glücklicherweise sogar noch mit einem Schwert in der Hand. Nun gilt es an die Oberfläche und weiter zu kommen, sowie kleinere und größere Gegner zu Fall zu bringen. Selbstverständlich warten auch zahlreiche Geheimnisse darauf gefunden zu werden.

Anguna reflektiert eine astreine 16-Bit Optik und ist von der totalen Spielzeit natürlich nicht mit Zelda, Lufia & Co. zu vergleichen – Hardcoregamer werden das Spiel in einigen Stunden durchgespielt haben. Insgesammt ist das Produkt exzellent gelungen, lediglich die reputative Musik bringt einen großen Malus. Ein feiner Spielespaß zum Nulltarif!

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Dangerous Xmas – Gameboy Advance Homebrew

Der Winter zieht langsam in weiten Teilen des Landes ein und während man sich in der freien Natur den Allerwertesten abfriert, ist es definitiv wieder Zeit sich in der warmen Stube einem guten Spiel zu widmen.

Freunde von Core Designs Jump’n‘Run-Klassiker „Rick Dangerous“ werden beim Anblick des Freeware-Spiels „Dangerous Xmas“ der Spieleschmiede Spoutnik Team wahrlich Freudentränen in die Augen schießen. Passend zur kommenden Weihnachtszeit hat Rick sogar eine wunderschöne rote Zipfelmütze.

Dangerous Xmas Ingame Screenshot

Bevor die Euphorie überhand nimmt, sei an dieser Stelle ausdrücklich gewarnt, dass „Dangerous Xmas“ aufgrund des hohen Schwierigkeitgrades absolut nichts für Anfänger oder Gelegenheitsspieler ist.

Das ROM kann von der offiziellen Seite heruntergeladen werden. „Dangerous Xmas“ funktioniert vorzüglich auf echter Gameboy-Advance-Hardware mit einer Flashcard, ansonsten bleibt wie üblich der Weg über einen entsprechenden Emulator.

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Superfly DX – Atari Jaguar Homebrew

Der Atari Jaguar war auf ganzer Linie ein kommerzieller Misserfolg und so blieben bis heute nur eine überschaubare Anzahl an Enthusiasten übrig, die nach wie vor aktiv Spiele produzieren.

Superfly DX“ von Reboot, obwohl schon einige Monate alt, ist ein passables Beispiel sowohl als auch Lebenszeichen für den Atari Jaguar.

Superfly DX

Superfly DX kann man sich als übermäßig poliertes Helikopter-Spiel vorstellen. Gespielt wird lediglich mit der Bedienung eines Knopfes. Wird der Button gedrückt steigt der Spieler, lässt man den Button los, sinkt man. Mit einer Prise Power-Up’s gewürzt gewinnt das ganze an Interesse.

Für Sammler gibt es die Möglichkeit Superfly DX für zwanzig britische Pfund in professionell aufgearbeiteter Form käuflich zu erwerben. Der Rest darf sich das ROM oder CDI-Image kostenlos von der Herstellerseite saugen und sich mit einem Jaguar-Emulator seiner Wahl vergnügen.

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„Uwol – Quest for Money“ für ZX Spectrum, C64, C16, Plus/4 und Megadrive

Die „Mojon Twins“ sind ZX-Spectrum-Fans und jene die es werden wollen ein absoluter Muss-Begriff. Den ZX Spectrum gibt es in mehreren Varianten bereits seit 1982. Die Spanier von Mojon Twins legen seit Monaten ein neues Release nach dem anderen in die großen Weiten des Internets. So etwas muss natürlich mit einem Blog Eintrag geehrt werden.

Heute stellen wir „Uwol – Quest for Money“ vor. Die Verfügbarkeit für ZX Spectrum, C64, C16, Plus/4 und auch dem Mega Drive war hierfür maßgeblich ausschlaggebend. Die C16- bzw. Plus/4-Konvertierung wurde übrigens gestern veröffentlicht.

„Uwol – Quest for Money" auf dem ZX Spectrum

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Pringles Game – Megadrive Homebrew

Das „Pringles Game“ vom japanischen Entwickler Future Driver ist nicht nur inoffizielle und kostenlose Werbung für einen Hersteller von salzigem Knabbergebäck, sondern es ist auch eines der ansehnlicheren Freeware Spiele für den Genesis.

"Pringles Game" für Segas Mega Drive

In je drei Welten mit je drei Levels gilt es alle Kartoffelchips durch gezieltes springen und steuern zu konsumieren.

Nun denn, Mahlzeit!

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Bauen wir doch mal ein Computersystem!

Sehr beliebt sind derzeit auch Remakes ganzer Systeme. Und auch in Sachen Atari tut sich etwas: ein Atari-Clone befindet sich derzeit in der Entwicklung. [LINK>451]

Prototype

Mal schauen, was draus wird. Etwas kleinere Projekte wie die Atari-Lynx-Flashcard für Homebrew-Projekte haben schliesslich auch ihren Reiz und sind wohl auch schneller umgesetzt als ein ganzes System. [LINK>452]

Atari Lynx Flash Card

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Neues Pong-Museum eröffnet

Ein neues, virtuelles Museum, das sich ausschließlich Pong und den verschiedensten Klonen widmet, ist seit wenigen Tagen eröffnet: Pongmuseum.com.
Das Besondere: Für alle, die gerne einmal nach guter, alter Homebrew-Tradition selbst eine Pong-Konsole zusammenlöten möchten, denen bietet der Museumsshop einen Pong-Bausatz für 35 Euro. 

Pong Bausatz

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