Ich bin überrascht bis erschrocken. Waren wir nicht schon längst weiter? Braucht man als Autor wirklich plattes Internet-Bashing, um einen Artikel „reizvoller“ zu machen oder die Kommentarschlachten anzuheizen? Wäre Substanz nicht die bessere Wahl? Hier fehlt sie leider:
„Mit dem Internet ist eine zweite, virtuelle Welt von rasant wachsender Bedeutung entstanden, in der die freie Betätigung der Individuen zu massenhafter Anarchie führt, der Rechtsstaat gilt hier nicht wirklich, er läuft nur gelegentlich Patrouille. Gleichzeitig bilden sich mit Google oder Apple übermächtige Oligopole. Deren Fähigkeit, die Menschen zu überwachen, zu bevormunden und zu manipulieren, übertrifft oft schon jetzt die entsprechenden Möglichkeiten von Staaten, jedenfalls von demokratischen. Bürgerliche Rechte wie das Urheberrecht werden mit Füßen getreten.“
„Warum verbindet niemand die FDP mit der Forderung, dass der Rechtsstaat nun endlich auch im Internet durchgesetzt werden muss?“
(aus: Geistig-politische Leere, ZEIT ONLINE, 14.2.2010)
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"Mit dem Internet ist eine zweite, virtuelle Welt von rasant wachsender Bedeutung entstanden, in der die freie Betätigung der Individuen zu massenhafter Anarchie führt, der Rechtsstaat gilt hier nicht wirklich, er läuft nur gelegentlich Patrouille. Gleichzeitig bilden sich mit Google oder Apple übermächtige Oligopole. Deren Fähigkeit, die Menschen zu überwachen, zu bevormunden und zu manipulieren, übertrifft oft schon jetzt die entsprechenden Möglichkeiten von Staaten, jedenfalls von demokratischen. Bürgerliche Rechte wie das Urheberrecht werden mit Füßen getreten."
"Warum verbindet niemand die FDP mit der Forderung, dass der Rechtsstaat nun endlich auch im Internet durchgesetzt werden muss?"
(aus: Geistig-politische Leere, ZEIT ONLINE, 14.2.2010)
Phreakmonkey zeigt in einem Video ein altes „Model A“ Akustikkoppler-Modem von Livermore Data Systems, das er über einen modernen Linux-Rechner mit dem Internet verbindet – bei 300 Baud, das sind circa 30 Zeichen pro Sekunde.
Er erzählt: „Dieses Modem bekam ich um 1989 von einer Witwe eines ehemaligen IBM-Ingenieurs. Eigentlich gehört es in ein Museum, doch ich entschied mich, das Model A dazu zu bringen, wieder zu kommunizieren. Nach einigen Versuchen bekam ich es dazu, dass es mit einem Terminalserver kommunizierte und konnektierte es zu einer Linux-Box. Es ist am Leben! 45 Jahre nach seiner Erschaffung sendet und empfängt es Daten aus dem modernen Internet.“
Phreakmonkey zeigt in einem Video ein altes "Model A" Akustikkoppler-Modem von Livermore Data Systems, das er über einen modernen Linux-Rechner mit dem Internet verbindet – bei 300 Baud, das sind circa 30 Zeichen pro Sekunde.
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=X9dpXHnJXaE[/youtube]
Er erzählt: "Dieses Modem bekam ich um 1989 von einer Witwe eines ehemaligen IBM-Ingenieurs. Eigentlich gehört es in ein Museum, doch ich entschied mich, das Model A dazu zu bringen, wieder zu kommunizieren. Nach einigen Versuchen bekam ich es dazu, dass es mit einem Terminalserver kommunizierte und konnektierte es zu einer Linux-Box. Es ist am Leben! 45 Jahre nach seiner Erschaffung sendet und empfängt es Daten aus dem modernen Internet."