Schlagwort-Archive: Windows 3.11

Zwei kleine 386er-Projekte

Zwei kleine 386er-Projekte von mir aus der letzten Zeit:

Ein Problem, das mich zur Zeit beschäftigt, ist die Möglichkeit (oder Unmöglichkeit?) mit dem 386SX25 auch MP3s abzuspielen. Gut, das gleichzeitige Dekodieren und Abspielen ist wohl prinzipiell nicht möglich. Das ist ein viel zu hoher Rechenaufwand, der selbst einem Mittelklasse-486er merklich an die Substanz geht.

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Supernorn in C1

Ein älterer Blogbeitrag von mir, den ich der Retro-Community jedoch nicht vorenthalten wollte:

Da soll noch mal einer sagen, „alte“ Software kann einen nicht mehr überraschen. Dieser Tage purzelte bei mir obiger Norn aus einem Ei in Creatures. Kennern des Programms werden die ungewöhnlichen Daten auf obigem Screenshot sicher auffallen. Normalerweise haben Norns so um die 270 Gene, 9 Lobi mit insgesamt 954 Neuronen und exportiert eine Dateigröße von etwa 90 KB. Das kleine rosa Ding hat exportiert eine Größe von 750 KB und auch sonst sehr abweichende Daten von der Norn-Norm. Norns mit 36 oder 37 Lobi kommen bisweilen vor, aber 64 Lobi und 6784 Neuronen (!!!) habe ich in über 13 Jahren im Programm noch nicht gesehen (auch nirgendwo im Web). Nähere Forschungen am Norn folgen, zumindest scheint er eine sehr schnelle Auffassungsgabe zu haben.

Das Problem ist nun leider, daß die Anwesenheit des Norns das ganze Programm instabil macht, da er bzw. sie wohl über sämtliche vordefinierten Grenzen geht. Unter Windows 3.11 läuft es zumindest so halbwegs. Ein Versuch auf einem aktuellen Windows-98-Rechner hat gezeigt, daß der Norn dort überhaupt nicht importiert werden kann, das Programm wird sofort wegen einer unerlaubten Funktion geschlossen. Also 1:0 für Windows 3.11 als Habitat für künstliches Leben bzw. für eigentlich nicht zulässige Entwicklungen im Programm :-).

386SX – Desktop und Speichernutzung

Eine weitere nette Windows-3.11-Installation vom 386SX25 (sagt mir Bescheid, falls das Thema langweilig wird ;-)). Das ist etwas für Leute, denen 256 Farben noch zuviel sind, das dürften nämlich noch deutlich weniger sein. In dieser Konfiguration passt es auch physikalisch in 6 MB Speicher bzw. startet ohne Auslagerung in ca. 14 Sekunden.

Um der Diskussion mit der Speichernutzung von Windows 3.11 noch etwas hinzuzufügen: auf einem 386SX kann Windows wohl wirklich nur 16 MB ansprechen, da der Prozessor hardwareseitig „nur“ 24 Adressleitungen hat. Ein Klick auf die erweiterten 386er-Funktionen in der Systemsteuerung bringt hier auch die Meldung, dass Leitungen nicht initialisiert werden konnten. Dies kann sich eigentlich nur auf die acht fehlenden Adressleitungen zwischen 386SX und 386DX-Prozessor beziehen. WfW 3.11 funktioniert aber dennoch problemlos im erweiterten Modus, wobei auch echte Win32s-Anwendungen wie IrfanView starten und funktionieren.

Die mysteriöse 16-MB-Grenze

Hier ist noch eine kleine Beweisführung zum Thema Windows 3.11, die ich schon lange mal vorführen wollte. Das hat jetzt nicht nur damit zu tun, wie ein „veraltetes“ System mit Speicher umgeht, sondern auch mal wieder damit, wie wir dort angekommen sind, wo wir heute PC-mentalitätsmäßig sind.

Es war so um das Jahr 1995 herum (nun ratet mal, warum ausgerechnet in diesem Jahr ;-)), daß PC-Zeitschriften anfingen, die Geschichte vom unzulänglichen Windows 3.11 zu erzählen, daß nur 16 MB Arbeitsspeicher verwalten kann. Sollte jemand also mehr als 16 MB Speicher im Rechner haben, oder einen Speicherkauf planen, und noch immer das „uralte“ Programm verwenden, so läge viel vom teuren Speicher einfach brach. Zum Glück hatte ein sehr guter Freund der PC-Zeitschriften gerade im Jahr 1995 ein nagelneues „32-Bit“-Betriebssystem auf den Markt gebracht, daß voll viel Speicher verwalten konnte. Also steigt um und holt es euch.

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