Weil sich das Thema hier ja doch erstaunlicher Beliebtheit erfreut, noch eine kurze „subversive“ Anekdote. Man liest ja recht häufig online oder in Zeitschriften ziemlich negative Titulierungen für ältere Technik. Das ist etwas, das Schreibern in dieser Zeit sehr viel Freude zu machen scheint: Sperrmüll, angestaubt, Mottenkiste, Brechreiz-Pixel…die Liste geht weiter.
So las ich vor einigen Tagen in einem Blog, das sich öfter mit IT-Themen beschäftigt, einen Text über einen gar veralteten x86-Rechner mit (Zitat) „jämmerlicher Ausstattung“, der für die Moderne fit gemacht werden mußte.
Natürlich war der Text angefüllt mit abschätzigen Bemerkungen zum Rechner bzw. zu all jenem, das um- und aufgerüstet werden musste.
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Weil sich das Thema hier ja doch erstaunlicher Beliebtheit erfreut, noch eine kurze "subversive" Anekdote. Man liest ja recht häufig online oder in Zeitschriften ziemlich negative Titulierungen für ältere Technik. Das ist etwas, das Schreibern in dieser Zeit sehr viel Freude zu machen scheint: Sperrmüll, angestaubt, Mottenkiste, Brechreiz-Pixel...die Liste geht weiter.
So las ich vor einigen Tagen in einem Blog, das sich öfter mit IT-Themen beschäftigt, einen Text über einen gar veralteten x86-Rechner mit (Zitat) "jämmerlicher Ausstattung", der für die Moderne fit gemacht werden mußte.
Natürlich war der Text angefüllt mit abschätzigen Bemerkungen zum Rechner bzw. zu all jenem, das um- und aufgerüstet werden musste.
Schließlich war für (Zitat) "einfachste Büroarbeiten" eine Installation von mindestens Windows XP absolut unerläßlich. Besonders fiel mir noch auf, daß eine auszutauschende Festplatte Quantum Fireball vom modern geprägten IT-Experten mit als "zu Recht vergessen" bezeichnet wurde. Und hier wollte ich doch mal mit dem berühmten "Warum?" nachhaken, denn auch in meinem eigenen "Uralt"-Rechner steckt eine Quantum Fireball und für die gilt seit 13 Jahren das Motto des VW-Käfers: sie läuft und läuft und läuft. Zumindest von meinem Standpunkt aus können es also keine qualitativen Gesichtspunkte sein, die dazu verleiten, dieses Stückchen Hardware mit den harschen Worten "zu Recht vergessen" zu titulieren und auf den Müll zu werfen.
Daher fragte ich in einem Kommentar zum Beitrag, warum der Schreiber diese Worte gewählt hat. Muß ich erwähnen, daß ich auf diese Frage bisher keine Antwort erhalten habe? Schließlich sollte es für jedermann verständlich sein, warum Hardware mit einem derartigen Alter im Dunkel der Geschichte zu verschwinden hat, oder? Aber mit welchem Recht kann man eigentlich sagen, welche Technik zu Recht erinnerungswert und welche zu Recht vergessenswert ist? Liegt es auch am Zeitgeist, wenn Schreibern solche Aussagen nun derart leicht aus der Feder fließen?
Eine Sache, die ich mich öfter frage: hat sich das Thema „Retro“ durch seine Kommerzialisierung nicht zu sehr von seinem subversiven und hinterfragenden Potential entfernt?
Was bedeutet denn Retro in dieser Zeit überhaupt noch? Nur die Antwort auf die Frage, wo es den neuesten Download von Retro-Games für aktuelles Windows und irgendwelche iPhones gibt? Den neuesten Handheld mit Emulator? Die neueste Applikation mit digitaler 70er Blümchentapete? Den am wehmütigsten formulierten Rückblick in nostalgischem „Hach, weisste noch, wie es damals war“-Schema? Etwas, daß Leute betreiben, die neben ihrem fortschrittlichen Leben im 21. Jahrhundert noch ein bißchen Platz dafür haben? Etwas, daß man aber niemals zu Ernst nehmen sollte, um nicht als „Ewig Gestriger“ zu gelten?
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Eine Sache, die ich mich öfter frage: hat sich das Thema "Retro" durch seine Kommerzialisierung nicht zu sehr von seinem subversiven und hinterfragenden Potential entfernt?
Was bedeutet denn Retro in dieser Zeit überhaupt noch? Nur die Antwort auf die Frage, wo es den neuesten Download von Retro-Games für aktuelles Windows und irgendwelche iPhones gibt? Den neuesten Handheld mit Emulator? Die neueste Applikation mit digitaler 70er Blümchentapete? Den am wehmütigsten formulierten Rückblick in nostalgischem "Hach, weisste noch, wie es damals war"-Schema? Etwas, daß Leute betreiben, die neben ihrem fortschrittlichen Leben im 21. Jahrhundert noch ein bißchen Platz dafür haben? Etwas, daß man aber niemals zu Ernst nehmen sollte, um nicht als "Ewig Gestriger" zu gelten?
Oder sollte "Retro" nicht auch für kritische Fragen an das Hier und Jetzt und an den Zeitgeist stehen? Für die Frage, warum neu nicht automatisch auch besser ist? Für die Frage, warum Glattbügelung, Perfektionierung und ein mehr und mehr fortschreitender Verlust von Diversifikation der Welt nur als reiner Segen und Fortschritt verkauft werden und Hinterfragung schon automatisch als suspekt gilt? Kann Retro auch ein Eintreten für das persönliche Recht auf Imperfektion und gegen das amüsierte Schubladendenken über "vergangene Dinge" bedeuten? Ein passiver Widerstand gegen digitale Konventionen und der Griff zur guten alten Frage "Warum?" im Angesicht digital-bunter Werbewelten?
Und gerade die letzteren Dinge sind es, die ich im offiziellen Verständnis von Retro zu sehr vermisse, gerade auch im Retro-Magazin.
Aber ich habe da vermutlich einen sehr speziellen Blickwinkel, denn ich kann mit dem üblichen Herangehen an das Thema nur wenig anfangen. Ich habe kein Handy, keinen MP3-Player, kein iPod und kein iPad, mein Rechner spricht DOS, mein Internet kommt breitbandlos aus dem 56K-Modem auf den 16-Bit-Browser. Die gehypte Digitalisierung aller Lebensbereiche ging eigentlich ziemlich spurlos an mir vorüber. Muß ich mich dafür entschuldigen, obwohl es mir damit sehr gut geht? Ist es eine Beleidigung gegenüber Anderen, wenn ich für mich wahrheitsgemäß sage, daß ich mich so freier und unbeschwerter fühle? Muß ich Sätze wie "Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit" ernst nehmen, obwohl ich sie nun schon seit mindestens 15 Jahren höre - und immer noch da bin?
Sorry, falls der letzte Absatz allzu egozentrisch ausfiel, aber das sind eventuell auch Themen, die für mich in die soziale Komponente des Themas Retro gehören und die sich als allgemeine Fragen an die Welt formulieren lassen.
Eine Anekdote zum Schluß: wie ich im Blog eines Bekannten gelesen habe, hat dieser mal wieder Probleme mit seiner vernetzten Heimkino-Anlage. Nicht zum ersten Mal, es ist wohl eher an der Tagesordnung, daß neue Updates von Servern gezogen werden müssen, identische Versionen von Codecs oder sonstwas nötig werden oder Ferndiagnosen durchzuführen sind. Aktuell nimmt der neue Fernseher defekterweise wohl mal wieder kein Signal namens HDMI an, der Bildschirm bleibt schwarz und ein Techniker muß vorbeikommen, um die Black-Box-Technologie zu reparieren.
Ich hatte letzte Woche auch ein Medienproblem beim Filmgucken. Das Magnetband lief wohl leicht neben der Spur, das Bild flimmerte etwas und das mechanische Zählwerk zählte nicht mit. Ein kräftiger Schlag auf das massive Gehäuse des Rekorders war die Lösung - nun laufen die Filme wieder. Und wenn ich mich jetzt als der Glücklichere bezeichne, bin ich dann wieder nur der "Ewig Gestrige"?
Hier habe ich noch einen recht bizarren Beitrag vom letzten Jahr aus meinem Blog. Ich wurde damals dafür gescholten, daß ich „Popcorn-Kino“ zuviel Bedeutung zuspreche bzw. es für mein verqueres Weltbild instrumentalisiere. Das mag durchaus sein. Der Leser möge entscheiden. Was als Besprechung des Pixar-Films WALL-E beginnt, wird im Verlauf des Textes zumindest immer mehr auch zu einer Reflektion über den aktuellen Zeitgeist.
Jetzt wollte ich ja noch etwas Nettes über ein Produkt der aktuellen Zeit sagen. Und das fällt mir natürlich immer relativ schwer, denn prinzipiell mache ich ja einen großen Bogen um derlei Produkte und Kram (ganz nach dem Motto „Hast einmal du beschritten diesen Weg, für immer wird davon bestimmt dein Leben…“ ;-)).
Dennoch habe ich nach diversen, positiven Meinungen aus respektablen Richtungen nun doch den Scheibendreher aus dem Schrank geholt, etwas abgestaubt und mir Pixars neuesten Film „WALL-E“ angesehen. Und ich muss zugeben, dass ich tatsächlich äußerst beeindruckt bin – ein neumodischer CGI-Schnickschnack-Film, der aber gleichzeitig in diesem 21. Jahrhundert wie ein Licht in dunkler Nacht erscheint. Oder wie eine analoge Blume in der digitalen Ödnis. Phänomenal.
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Hier habe ich noch einen recht bizarren Beitrag vom letzten Jahr aus meinem Blog. Ich wurde damals dafür gescholten, daß ich "Popcorn-Kino" zuviel Bedeutung zuspreche bzw. es für mein verqueres Weltbild instrumentalisiere. Das mag durchaus sein. Der Leser möge entscheiden. Was als Besprechung des Pixar-Films WALL-E beginnt, wird im Verlauf des Textes zumindest immer mehr auch zu einer Reflektion über den aktuellen Zeitgeist.
Jetzt wollte ich ja noch etwas Nettes über ein Produkt der aktuellen Zeit sagen. Und das fällt mir natürlich immer relativ schwer, denn prinzipiell mache ich ja einen großen Bogen um derlei Produkte und Kram (ganz nach dem Motto "Hast einmal du beschritten diesen Weg, für immer wird davon bestimmt dein Leben..." ;-)).
Dennoch habe ich nach diversen, positiven Meinungen aus respektablen Richtungen nun doch den Scheibendreher aus dem Schrank geholt, etwas abgestaubt und mir Pixars neuesten Film "WALL-E" angesehen. Und ich muss zugeben, dass ich tatsächlich äußerst beeindruckt bin - ein neumodischer CGI-Schnickschnack-Film, der aber gleichzeitig in diesem 21. Jahrhundert wie ein Licht in dunkler Nacht erscheint. Oder wie eine analoge Blume in der digitalen Ödnis. Phänomenal.
Dabei mag der Film selbst in verschiedenen Plotelementen nicht mal sonderlich originell sein, das doch auffallend häufige Zitieren von Kubricks "2001" wäre da kritisch zu nennen - wobei das Spektrum von Inspirationen und Zitaten aber natürlich umfangreicher ist. Auch die Bildsprache eines Chaplin, Keaton und des großen Fortschrittshinterfragers Jacques Tati ist in einigen Szenen klar erkennbar - und auf eine andere, wichtige Inspirationsquelle komme ich weiter unten noch.
Hätte der Film in einigen Szenen mehr Schärfe und Plausibilität gebraucht? Unter Umständen. So ist die Darstellung der Menschheit, als zwar fett und träge gewordene, aber letztlich freundliche und nette Truppe sicherlich eine recht naive Vereinfachung zugunsten eines Happy Ends. Nach Jahrhunderten der Degeneration hätte dies sicherlich auch jene moralische Degeneration bewirkt, die wir ja bereits in der aktuellen Zeit beobachten. Auch die Auflösung mit einer prinzipiell nicht wirklich lebensfähigen Gruppe als Neubesiedler der toten Erde ist trotz der wunderschönen Bilder über den Abspann eine eher unglaubwürdige Idee - die wir zugegeben auch in älteren Filmen wie etwa "Logan´s Run" in ähnlicher Form finden. Vielleicht ist sie in WALL-E sogar ein wenig glaubwürdiger präsentiert.
In Kontrast dazu stehen ernstere Details und Anspielungen, die für einen (auf einen größtmöglichen Marktanteil bei hippen CGI-Guckern abzielenden) Erfolg eher ungewöhnlich sind, so z.B. die klare Andeutung, dass alle Menschen, die auf der Erde geblieben sind, schon vor Jahrhunderten erstickt oder anderweitig jämmerlich krepiert sind. Auch die Tatsache, dass der Film längere Zeit ohne echte Dialoge und manchmal mit ebenso stillen Bildern auskommt, ist lobenswert. Zumindest scheint Pixar über gewissen Dingen zu stehen und das Marketing hatte nicht das letzte Wort.
Zurück zu WALL-E: auf die emotionalen Bestandteile der Handlung möchte ich nun gar nicht besonders eingehen. Diese brauchen mehrfaches Betrachten und sollten überzeugend für sich stehen. Man sollte den Film vielleicht als zentrale Botschaft zum Thema Individualismus und Freigeistigkeit sehen. Und das ist in einer Zeit wie der jetzigen, in der die einseitigen Digital-Apologeten im Gleichschritt marschieren, eine wichtige und rare Aussage.
Den Film schlicht auf die Liebesgeschichte von WALL-E und EVE zu reduzieren, wäre IMO in jedem Fall äußerst plump. Der Film ist reich an Subtext, das haben zum Glück auch andere online festgestellt. Die Liebesgeschichte ist eine Facette - eine sehr schöne, aber eben nur eine Einzelne im substanziellen Gewebe. Alles andere zum Plotkonstrukt zu degradieren, ist komplett falsch. Was vom Reichtum des Subtextes nun in der Absicht der Autoren und Entwickler lag oder nicht, ist IMO irrelevant - der Film ist offen und damit zum Beispiel in der Tradition der Simpsons-Staffel 2 zu sehen.
Ich weiß nicht, ob WALL-E simples Popcorn-Kino ist. Ich mag kein Popcorn und war seit 20 Jahren nicht mehr im Kino. Ich weiß aber, wenn mich ein Film auf zahlreichen Ebenen berührt und anspricht, und wenn er auf mich wirkt, als wäre er mehr, als nur die Summe seiner einzelnen Teile. Wenn ich das - zugegeben etwas holprig formuliert - anzusprechen versuche, und dazu nur ein einseitiges "Du redest wirr" zurückbekomme, dann bestärkt mich das darin, daß viele, viele Dinge gewaltig falsch laufen.
Nur ein Beispiel für ein persönliches Ansprechen: WALL-E sammelt kuriose Gegenstände, die er des Erhaltens wert findet. Zu seiner Aufgabe des Aufräumens mit dem Alten (ergo Zerstörens) ist also eine des Erhaltens hinzugekommen, ein eigener Sinn für Ästhetik speziell der kleinen Dinge. Und er hat die Fähigkeit zur Freude über das Finden kleiner Dinge. Mir geht es oft ähnlich. So habe ich letzte Woche z.B. in einer Garage zwischen Sperrmüllkram zwei wunderschöne, englische Ausgaben des "National Geographic" gefunden, September und Oktober 1981. Und bei diesem freudigen Fund musste ich irgendwie an den Film denken. Gleiches gilt natürlich auch für das Finden von z.B. VHS-Schätzen in Wühlhaufen. Sicher läßt sich sowas auch online finden, vielleicht gleich entstofflicht als Scann oder Datenstrom. Aber wie unglaublich leer und langweilig ist denn das?
Das kritische Argument, daß WALL-E in simpler "Short Circuit"-Tradition Bewußtsein entwickelt, weil er durch die Plotkonstrukte allein auf der Erde ist, trifft die Absicht nicht wirklich. Auch zahlreiche andere Roboter zeigen Bewußtsein bzw. erweitern dies im Laufe der Story - durch WALL-E oder auch allein. Dies geschieht aus den unterschiedlichsten Motivationen, ein übergreifendes Muster ist das Überschreiten von inneren Programmgrenzen und Linien (metaphorisch reale und auch geistige und emotionale.) Wobei es dem Film nicht wirklich um Logik hinter maschinellem Bewußtsein geht - so spricht er denn auch einem Insekt Bewußtsein zu.
Überzeugt mich der Film, das auch aktuelle Medienwerke Klasse haben können und dass ich falsch liege? Nein. Ausnahmen bestätigen nun mal die Regel. In einer Welt, in der ein proto-faschistischer James Bond der Held der Kinogänger ist, kann ein Film wie WALL-E doch nur Ausnahme bleiben. Außerdem wird er bereits durch die Mühlen der Popkultur gedreht (wie eine plumpe Referenz in einer aktuellen Folge der Simpsons beweist) und wird in kurzer Zeit nur noch ein weiteres Stück beliebiger Unterhaltung in DVD-Regalen oder auf Terabyte-Platten sein.
Wenn mich der Film von etwas überzeugt, dann davon, dass der passive Widerstand gegen den aktuellen Zeitgeist am Ende der einzig gangbare Weg zur Menschlichkeit ist. Denn WALL-E ist ein Commodore 64, ein 386er, er ist ein Röhrenradio, ein Plattenspieler, ein Kassettendeck, ein Videorekorder, er ist CP/M, MS-DOS, Windows 3.11 und die Klasse des Web 1.0. Er ist der robo-personifizierte Respekt vor diesen und ähnlichen Dingen und vor den Wurzeln und der Vergangenheit. Ein rostiger, semi-analoger Klumpen realer Substanz in einer Welt des bunten Digitalscheins und er ist das, was am Ende für eine Befreiung steht - Imperfektion.
Mir ist darüber hinaus durchaus klar, dass der Film für eine Versöhnung zwischen alt und neu, zwischen Rost und poliertem Glanz, eintritt. Und in einer besseren Welt wäre ich der erste, der dies begrüßen würde. In unserer Welt und Realität voll mit Beliebigkeit und "Ha Ha, altes Zeug ist alles Schrott" ist diese Stunde aber noch nicht gekommen.
Die 2001-Referenzen sind umfassender, als es auf den ersten Blick erscheinen mag, so zeigen sie sich z.B. auch in der Grundidee der verborgenen Agenda, die nur der Computer kennt und die dann durch einen klassifizierten Film enthüllt wird. Das Design von EVE in deaktiviertem Zustand scheint mir die Pods der (später) toten Astronauten in 2001 zu kopieren. Da ist sicher noch mehr, natürlich sind aber auch andere Filme deutlich vertreten (z.B. Star Wars, an einer Stelle wird Huttese gesprochen).
Um zum Ende noch eine andere Inspirationsquelle des Films zu entdecken: neben den offensichtlichen Bezügen auf 2001 gibt es in der Pixar-Story sicher mehr als eine Parallele zu Douglas Trumbulls weniger bekanntem Werk "Silent Running" von 1972. Und wo uns WALL-E einen vielleicht dezent naiven Happy-End-Schluss hinterläßt, ist das Schlussbild von "Silent Running" eine der wunderbarsten und traurig-optimistischten Szenen der ganzen SciFi-Filmgeschichte. Womit zumindest im Bezug darauf das Jahr 1972 die Nase ein ganz klein wenig vorn hätte.