{"id":5291,"date":"2010-09-14T08:53:23","date_gmt":"2010-09-14T06:53:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.retromagazine.eu\/retro\/?p=5291"},"modified":"2010-09-22T21:41:29","modified_gmt":"2010-09-22T19:41:29","slug":"kurz-angespielt-e-t-the-extra-terrestrial","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.retromagazine.eu\/retro\/blog\/2010\/09\/14\/kurz-angespielt-e-t-the-extra-terrestrial\/","title":{"rendered":"Kurz angespielt: E.T. the Extra-Terrestrial"},"content":{"rendered":"<p>Zu Spielbergs Filmklassiker und Kassenhit von 1982 durfte eine Spielumsetzung nat\u00fcrlich nicht fehlen. Doch weil man das Spiel unbedingt zum Weihnachtsgesch\u00e4ft fertig haben musste, mangelte es den Programmierern erheblich an Entwicklungszeit. Man hatte sage und schreibe nur 6 Wochen Zeit, um \u00bbE.T.\u00ab zu produzieren \u2013 viel zu wenig, um ein halbwegs vern\u00fcnftiges Spiel zu erschaffen. So wurde \u00bbE.T.\u00ab f\u00fcr das Atari 2600 zu einem der ber\u00fcchtigtsten Spiele \u00fcberhaupt.<\/p>\n<p>Und dar\u00fcber hinaus trug es f\u00fcr viele nicht nur zum Untergang des Atari 2600 bei, sondern war einer der Hauptgr\u00fcnde f\u00fcr den Videospielcrash. Jahrzehntelang hielt sich das Ger\u00fccht, der Hersteller h\u00e4tte tausende von nicht verkauften Modulen in der W\u00fcste von New Mexico vergraben. Angeblich hatte Atari 12 Millionen \u00bbE.T.\u00ab-Module produziert und damit 2 Millionen mehr, als es Atari 2600-Konsolen gab! Die Atari-Bosse hofften, dass sich Spieler allein E.T.s wegen eine Atari 2600-Konsole zulegen w\u00fcrden. Stattdessen schickten w\u00fctende Spieler Atari zu Hunderten ihre \u00bbE.T.\u00ab-Module zur\u00fcck. Doch worum geht es nun eigentlich im Spiel? Ziel ist es, E.T. beim Einsammeln von Teilen eines Telefons zu helfen, damit er <em>\u00bbnach Hause telefonieren\u00ab<\/em> kann. Das Einsammeln hat nicht nur wenig mit der Story des Films zu tun, sondern wird auch noch durch unbekannte Schaupl\u00e4tze, die ebenfalls nichts mit dem Film zu tun haben, und weitere fragw\u00fcrdige Gameplay-Entscheidungen untermauert. Man fl\u00fcchtet vor seltsam aussehenden Manteltr\u00e4gern und f\u00e4llt in diverse Gruben, um dort Teile des Telefons einzusammeln. Um aus einer Grube herauszukommen, muss E.T. seinen Hals recken, um dann ewig langsam nach oben zu schweben. Stimmt zudem das Timing nicht, f\u00e4llt man wieder in die Grube zur\u00fcck. Dann und wann findet sich dort eine vertrocknete Blume, die man wiederbeleben kann. Sinn macht das alles herzlich wenig. Hat man alle Teile des Telefons zusammen, wird man vom Mutterschiff abgeholt und das ganze eint\u00f6nige Gameplay beginnt von vorn. Innerhalb von f\u00fcnf Minuten kann man das Spiel durchspielen \u2013 wenn man es schafft, so lange die Nerven zu behalten.<!--more--><\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Atari 2600 - ET the Video Game\" width=\"640\" height=\"480\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/VakiwDmJ-lI?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p><strong>Fazit:<\/strong> Vielleicht nicht das schlechteste Spiel aller Zeiten, aber nah dran. Spielerisch demotivierend, optisch eint\u00f6nig.<br \/>\n<strong>System:<\/strong> Atari 2600<br \/>\n<strong>Entwickler\/<\/strong><strong>Verleger:<\/strong> Atari<br \/>\n<strong>Erscheinungsjahr:<\/strong> 1982<br \/>\n<strong>Webseite:<\/strong> <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/E.T._the_Extra-Terrestrial_(Atari_2600)\">de.wikipedia.org\/wiki\/E.T._the_Extra-Terrestrial_(Atari_2600)<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu Spielbergs Filmklassiker und Kassenhit von 1982 durfte eine Spielumsetzung nat\u00fcrlich nicht fehlen. Doch weil man das Spiel unbedingt zum Weihnachtsgesch\u00e4ft fertig haben musste, mangelte es den Programmierern erheblich an Entwicklungszeit. Man hatte sage und schreibe nur 6 Wochen Zeit, um \u00bbE.T.\u00ab zu produzieren \u2013 viel zu wenig, um ein halbwegs vern\u00fcnftiges Spiel zu erschaffen. 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